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Frankreichs Bank- und Finanzwirtschaft im Kriege

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Bibliographic data

fullscreen: Frankreichs Bank- und Finanzwirtschaft im Kriege

Monograph

Identifikator:
885239911
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-6094
Document type:
Monograph
Author:
Respondek, Erwin http://d-nb.info/gnd/119085046
Title:
Frankreichs Bank- und Finanzwirtschaft im Kriege
Place of publication:
Jena
Publisher:
Verlag von Gustav Fischer
Year of publication:
1917
Scope:
1 Online-Ressource (XVI, 203 Seiten)
Digitisation:
2017
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Contents

Table of contents

  • Frankreichs Bank- und Finanzwirtschaft im Kriege
  • Title page
  • Contents
  • I. Moratorien
  • II. Die Notenbank
  • III. Die Pariser Börse
  • IV. Die Kreditinstitute

Full text

172 
Erwin Respondek, 
sache für ihre Bewegung nach oben haben, fast beängstigend an. So 
die Summe der Unterstützungsgelder für Familien, deren Ernährer 
mobilisiert sind. Sie erreichten seit Kriegsbeginn 2173,00 Mül. Frcs. So 
ziale Hilfsmaßnahmen für die Zivilbevölkerung, die durch den Krieg 
in Mitleidenschaft gezogen ist, Ernährung der armen Zivilbevölkerung, 
Unterstützung der Flüchtlinge, belasten das Budget sehr empfindlich. 
Zum ersten Male weist die BudgetaufStellung auch den Posten „Kre 
dite zum Aufbau der Kriegsschäden“ auf. Er ist zunächst nur 300,00 
Mill. Frcs. hoch, ist aber ein Posten, der sehr bald einen größeren Be 
trag erfordern wird. Der Finanzminister führt der Kammer die Aus 
gaben der anderen kriegführenden Großmächte vor Augen, die sich 
noch höher stellen, und sucht durch diesen Vergleich die eigene Bürde 
ein wenig zu Verkleinern. Er führt an: 
Kriegskosten pro Monat 
in Frankreich ..... 2075,00, pro Tag 70,00 Mill. Frcs. 
„ Deutschland .... 2500.00 „ „ 83,30 „ , 
„ England 2500,00, „ „ 83,30 „ „ 
„ Rußland 1600,00, „ „ 53,30 „ „ 
Aber er gab sich keinen Täuschungen hin. Denn wenn auch die 
Ausgaben für die Kriegführung relativ zu den anderen Staaten klein 
sein mögen, so sind auf der anderen Seite dafür die Einnahmen gleich 
falls wesentlich geringer als in England oder Deutschland. Zudem ge 
staltet sich die Kriegskostendeckung in jenen Ländern durch die An 
leiheemissionen viel leichter und einfacher als in Frankreich. Der 
Finanzminister sitzt an der Quelle, so daß er wohl recht genau die Kraft 
der beiden Kapitalgeber Notenbank und Ausland kennen wird. Nach 
einem vollen Kriegsjahre, am i. August 1915, hatte die Notenbank dem 
Staate bereits 6500,00 Mill. Frcs. vorgeschossen. Der Spielraum zwi 
schen den geleisteten Vorschüssen und dem Vorschußkontingent beträgt 
somit 2500,00 Mill. Frcs. Eine Betrachtung der Bewegung des Noten 
umlaufs ergibt hierzu als natürliche Folge: 
Notenumlauf am i. August 1915 . ... 12 600,00 Mill. Frcs. 
Notenkontingent 15 000,00 „ „ 
d. h. ein Ekart von 400,00 Mill. Frcs. 
Hiernach könnte also das Schatzamt nicht einmal die Vorschuß 
pflicht der Bank voll benutzen, sondern nur noch 2400,00 Mill. Frcs. 
Vorschüsse von der Notenbank fordern, wenn nicht etwa die Regierung 
das Notenemissionsrecht nochmals erhöhen sollte. Bei einer Erweite 
rung des Notenkontingents würde als Parallelaktion dann wohl auch die 
Vorschußpflicht der Bank von Frankreich erhöht werden. Hiergegen 
sprechen aber zahlreiche und scharfe Bedenken. Uneingeschränkte 
Emission von Noten und Zwangskurs sind an der zerrütteten Valuta 
mitschuldig. Man darf also annehmen, daß Ribot eine weitere Aus 
dehnung der Noten- und Vorschußgrenzen nicht in Betracht zieht. 
Zum mindesten wird er sie als letzte aller Reserven in den Hintergrund
	        

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Frankreichs Bank- Und Finanzwirtschaft Im Kriege. Verlag von Gustav Fischer, 1917.
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