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Frankreichs Bank- und Finanzwirtschaft im Kriege

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Bibliographic data

fullscreen: Frankreichs Bank- und Finanzwirtschaft im Kriege

Monograph

Identifikator:
885239911
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-6094
Document type:
Monograph
Author:
Respondek, Erwin http://d-nb.info/gnd/119085046
Title:
Frankreichs Bank- und Finanzwirtschaft im Kriege
Place of publication:
Jena
Publisher:
Verlag von Gustav Fischer
Year of publication:
1917
Scope:
1 Online-Ressource (XVI, 203 Seiten)
Digitisation:
2017
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
I. Moratorien
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Frankreichs Bank- und Finanzwirtschaft im Kriege
  • Title page
  • Contents
  • I. Moratorien
  • II. Die Notenbank
  • III. Die Pariser Börse
  • IV. Die Kreditinstitute

Full text

Frankreichs Bank- und Finanzwirtschaft. 
3 
die Prolongationen der Engagements durchzuführen. Sie erteilte sich 
daher am 29. Juli selbst eine Zahlungsstundung. Dies war das erste 
Moratorium. 
Am nächsten Tage bereits, am 30. Juli, trat die „clause de garantie“ 
der Sparkassen in Kraft, die den Sparern laut Statut vierzehntägig nur 
50 Frcs. auszahlt. In einem Erlasse vom 31. Juli 1914 bestimmte die 
französische Regierung, daß die Fälligkeitsfristen von übertragbaren 
Papieren — zu ihnen zählen Wechsel, Zahlungsanweisungen, Schecks, 
Mandate und Warrants — um volle 30 Tage verlängert werden. Durch 
diese Verordnungen wurden die ersten Zweifel über die Richtung, welche 
die Regierung in den Fragen der Wirtschafts- und Kreditverhältnisse 
nehmen würde, gelöst. Die Regierung verfolgte offenbar die schon 
in früheren kritischen Zeiten erprobte Politik der Regelung des Zahlungs 
und Wirtschaftsverkehrs mit Hilfe von Moratorien. In der Tat wurde 
diese Vermutung bald durch die folgenden Maßnahmen bestätigt. 
Durch den Aufschub aller kaufmännischen Schulden aus Wechseln 
und anderen Verpflichtungsscheinen resultierte die Notwendigkeit, 
auch die Kreditgeber, die ihrerseits auf der Passivseite Schuldner sind, 
zu schützen. Und bereits am 1. August erhielten sie diesen Schutz. 
Am 9. August 1914 wurde diese Verordnung vom 31. Juli und 1. August 
durch ein allumfassendes Moratorium abgelöst. Zu den wesentlichsten 
Bestimmungen zählen die Fristverlängerungen aller übertragbaren 
Papiere, die seit dem 31. Juli 1914 fällig geworden sind oder vor dem 
1. September fällig wurden, um volle 30 Tage und die Beschränkung 
der Barauszahlungen von Bankdepots und Kreditsalden aus Konto 
korrenten bei den Banken. Jeder Depotinhaber, der 250 Frcs. Guthaben 
besaß, hatte das Recht, die volle Rückzahlung zu verlangen. Über den 
Betrag von 250 Frcs. hinaus nur die Zahlung von 5 % des Überschusses. 
Für die Zahlungen von Warenlieferungen, die unter Kaufleuten vor 
dem 4. August 1914 bewirkt worden sind, für die Rückzahlungen aus 
Versicherungsscheinen und Sparguthaben wurde eine Frist von 30 Tagen 
gewährt. Auch die Mietszahlungen bis zur Höhe von 1000 Frcs. konnten 
3 Monate lang nicht eingefordert werden 1 ). 
Das Moratorium über die Regelung der Prozeßverfahren wurde 
durch Dekret vom 10. August erlassen, trägt zwar keinen rein wirt 
schaftlichen Charakter, da es nur die prozeßrechtlichen Handlungen 
prolongiert, bewirkt aber gerade hierdurch indirekt die Aufhebung 
von Verbindlichkeiten. Mitte August, den 15., wird ein weiteres Mo 
ratorium dekretiert, das ein gewaltiges Gebiet trifft und hohe Summen 
von Kapitalien lahmlegt: das Mietsmoratorium. Bald (am 29. August) 
folgte die Dispens der Departements, Städte, Kommunen und Gesell 
schaften von der Pflicht, ihren Obligationstilgungsdienst aufrecht zu 
erhalten. Weiterhin folgte am 23. September aus dieser letzten Maß 
nahme die Einstellung der Zins- und Dividendenzahlungen. Schließlich 
b Siehe die ausführlichen Erlaßhestimmungen in der Moratorien-Zusammenstellung 
der Berliner Handelskammer. Heft; Frankreich. S. 2—7.
	        

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Frankreichs Bank- Und Finanzwirtschaft Im Kriege. Verlag von Gustav Fischer, 1917.
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