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Frankreichs Bank- und Finanzwirtschaft im Kriege

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Bibliographic data

fullscreen: Frankreichs Bank- und Finanzwirtschaft im Kriege

Monograph

Identifikator:
885239911
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-6094
Document type:
Monograph
Author:
Respondek, Erwin http://d-nb.info/gnd/119085046
Title:
Frankreichs Bank- und Finanzwirtschaft im Kriege
Place of publication:
Jena
Publisher:
Verlag von Gustav Fischer
Year of publication:
1917
Scope:
1 Online-Ressource (XVI, 203 Seiten)
Digitisation:
2017
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Contents

Table of contents

  • Frankreichs Bank- und Finanzwirtschaft im Kriege
  • Title page
  • Contents
  • I. Moratorien
  • II. Die Notenbank
  • III. Die Pariser Börse
  • IV. Die Kreditinstitute

Full text

192 
Erwin Respondek, 
schon aus den wenigen allgemeinen Anhaltspunkten, die von der fran 
zösischen Regierung vorliegen, und die nur Geltung haben für einen 
Kriegsschauplatz, der etwa 600 km Grabenlänge umfaßt g> gen eine etwa 
1800 km lange Front (Westen und Osten) z. B. Deutschlands, wird leicht 
zu ermessen sein, welche riesigen Ausgaben also Deutschland für die hier 
hauptsächlich genannten Dienste zu bewirken haben wird, um den Kampf 
erfolgreich führen zu können. Auch bei den verbündeten und feindlichen 
Staaten Deutschlands, bei England, bei Rußland, Italien usw. dürften 
die Aufwendungen nach Milliarden zugenommen haben, so daß mit 
der eigenen ökonomischen Gefährdung auch die der Verbündeten und 
Feinde Frankreichs in vielleicht annähernd gleichem Umfange, bei dem 
einen früher als bei den anderen, in Erscheinung und Wirksamkeit treten 
muß. Aber solange das militärische Regime die lückenlose Aufrecht 
erhaltung aller der zur siegreichen Fortsetzung des Kampfes notwendigen 
Zuwendungen an Menschen, Gütern und Kriegsausrüstungen jeder 
Art braucht und fordert, werden die hinter den Schützengräben fließen 
den Quellen nicht versiegen, es sei denn, aus natürlicher Erschöpfung. 
So in Frankreich, so beim Feinde. 
Unter diesem Gesichtspunkt wird es nun lehrreich sein, einmal die 
Einnahmequellen des französischen Schatzamtes auf Grund der Mit 
teilungen von Ri bot nach ihrem Ergiebigkeits-Koeffizienten zu unter 
suchen, um hieraus eine gewisse Kritik über das Verhältnis der Lasten 
zu den Trägern zu gewinnen. Es mögen immer zunächst die Einnahmen 
des Schatzamtes während der beiden ersten Kriegsjahre i. August 1914 
bis 31. Juli 1916 dargelegt werden, bevor auf eine Berechnung der mög 
lichen Gesamteinnahmen bis zum Tage der letzten Budget-Aufstellung, 
also dem 31. Dezember 1916, übergegangen wird. 
Von den budgetären Eingängen für die Berichtszeit wurde unter 
vorsichtiger Schätzung durch das Schatzamt ein Ertrag von etwa 8052 
Mill. Frcs. erhofft. Tatsächlich war das Ergebnis bedeutend niedriger. 
Es kamen lediglich 6246,7 Mill. Frcs. ein, d. h. ein Mindererlös von 1805 
Mill. Frcs. oder 22,4 %. In schematischer Zusammenstellung ergibt 
die Bewegung der indirekten Einkünfte das folgende Bild (in 1000 Frcs): 
Budget-Einnahmen in den beiden ersten Kriegsjahren. 
Eingänge 
Perioden 
Effektive 
Budget- 
Voranschlag 
Ausfall 
1. August bis 31. Dezember 1914 . . . 
968 663 
1 683 733 
715 070 
1. Januar bis 31. Juli 1915 
Erstes Kriegsjahr 
1 833 289 
2 801 952 
2 309 595 
3 993 328 
476 306 
1 191 376 
1. August bis 31. Dezember 1915 . . . 
1 344 246 
1693 404 
349 158 
1. Januar bis 31. Juli 1916 
Zweites Kriegsjahr 
Erstes und zweites Kriegsjahr . . . 
2 IOO 502 
3 444 748 
6 246 700 
2 365 758 
4 059 162 
8 052 490 
265 256 
614 414 
1 805 79° 
Im ersten Kriegsjahr wurden offenbar die Einkünfte an Steuern, 
Zöllen, aus Monopolen usw. noch recht zuversichtlich beurteilt. Davon
	        

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Frankreichs Bank- Und Finanzwirtschaft Im Kriege. Verlag von Gustav Fischer, 1917.
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