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Frankreichs Bank- und Finanzwirtschaft im Kriege

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Bibliographic data

fullscreen: Frankreichs Bank- und Finanzwirtschaft im Kriege

Monograph

Identifikator:
885239911
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-6094
Document type:
Monograph
Author:
Respondek, Erwin http://d-nb.info/gnd/119085046
Title:
Frankreichs Bank- und Finanzwirtschaft im Kriege
Place of publication:
Jena
Publisher:
Verlag von Gustav Fischer
Year of publication:
1917
Scope:
1 Online-Ressource (XVI, 203 Seiten)
Digitisation:
2017
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Contents

Table of contents

  • Frankreichs Bank- und Finanzwirtschaft im Kriege
  • Title page
  • Contents
  • I. Moratorien
  • II. Die Notenbank
  • III. Die Pariser Börse
  • IV. Die Kreditinstitute

Full text

194 
Erwin Respondek, 
daher nur die Resultate der zweijährigen Kapitalsbeschaffung unter 
scharfer Sondierung der einzelnen Geldquellen genannt werden, an die 
sich sodann die für die kalkulatorische Erfassung der Einnahmen bis 
Ende 1916 notwendigen Schätzungen anschließen. 
Hart an der Grenze ihrer durch Gesetz vorgeschriebenen Vorschuß 
pflicht und auch ihrer bankwirtschaftlichen Leistungsfähigkeit ist mit 
8500,00 Milk Eres, die Bank von Frankreich angelangt. Die erste und 
zuverlässigste aller Krcditquellen neigt sich damit bedenklich ihrem 
Ende zu. Nur noch 500,00 Mill. Frcs. stehen dem Schatzamte für die 
nächsten Monate zur Verfügung, die gerade einige Tage hinreichen 
würden, wollte man sie restlos benutzen, um mit ihnen allein den 
Krieg zu finanzieren. In der Not wird das Schatzamt es wohl sorgsam 
abwägen, ob es vorteilhafter ist, die Grenze nochmals um vielleicht 
3 Milliarden oder mehr zu erweitern und damit für die dringenden Aus 
gaben eine stets offene Geldreserve zu besitzen, oder die hohe Belastung 
von 9000,00 Mill. Frcs. stehen zu lassen und sie durch Eingänge aus 
Anleihen abzudecken, wieder allmählich aufzufüllen, wieder abzubauen, 
und das Spiel so lange Zeit wie möglich fortzusetzen. Jedenfalls würde 
die finanzielle Stärke der Notenbank hierdurch nicht weiter wesentlich 
beeinträchtigt. Ihr Notenumlauf würde sich zwischen der 15. und 18. 
Milliarde hin- und herbewegen, während die Goldbasis nach Möglich 
keit vor Schmälerungen zu bewahren wäre. Anders bei einer größeren 
Erweiterung der Vorschußpflicht. Mit einer solchen Maßnahme könnte 
der öffentliche Kredit der Notenbank leicht zu ernstem Schaden kom 
men, ihre bisher aufrechterhaltene Beweglichkeit vollständig verloren 
gehen. Einem bis zu 20 Milliarden Frcs. aufgetürmten Notenumlauf, 
der auf der Aktivseite von gegen 4000,00 Mill. Frcs. Gold getragen 
wird — wenn nicht noch höhere Summen Goldes nach dem Auslande 
zur Stützung der dort aufgenommenen Kredite abfließen — vermag 
auch nicht der alte gute Klang der Bank von Frankreich den zu einem 
solchen Experiment notwendigen Halt zu bieten. Daher kann mit ge 
wisser Sicherheit darauf gerechnet werden, daß von einer Erhöhung 
der Vorschüsse abgesehen wird, obwohl der Finanzminister bei der 
Vorlage des Gesetzentwurfs für die zweite Kriegsanleihe am 12. Sep 
tember 1916 Andeutungen machte, die auch leicht anders ausgelegt 
werden können. Er trat den offenen und versteckten Treibereien gegen 
die Notenbank, von denen in dem Absätze „Notenbank“ bereits ge 
schrieben wurde, entgegen und stellte fest, daß über das Prinzip der 
Aufrechterhaltung des Notenprivilegs eine Diskussion überhaupt nicht 
zu führen sei, denn die Bank von Frankreich sei heute die unentbehr 
liche Basis des öffentlichen Kredites Frankreichs. Lediglich die Bedin 
gungen der Erneuerung dieses Privilegs wären reiflich zu prüfen! 
Es möge trotzdem die Annahme bestehen, daß dem Schatzamte für 
die Zeit vom 1. August bis 31. Dezember 1916 nur noch 500,00 Mill- 
Frcs. zufließen werden. 
Weniger zuverlässig in ihrer Wirkung und Ergiebigkeit waren die
	        

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Frankreichs Bank- Und Finanzwirtschaft Im Kriege. Verlag von Gustav Fischer, 1917.
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