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Frankreichs Bank- und Finanzwirtschaft im Kriege

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Bibliographic data

fullscreen: Frankreichs Bank- und Finanzwirtschaft im Kriege

Monograph

Identifikator:
885239911
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-6094
Document type:
Monograph
Author:
Respondek, Erwin http://d-nb.info/gnd/119085046
Title:
Frankreichs Bank- und Finanzwirtschaft im Kriege
Place of publication:
Jena
Publisher:
Verlag von Gustav Fischer
Year of publication:
1917
Scope:
1 Online-Ressource (XVI, 203 Seiten)
Digitisation:
2017
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Contents

Table of contents

  • Frankreichs Bank- und Finanzwirtschaft im Kriege
  • Title page
  • Contents
  • I. Moratorien
  • II. Die Notenbank
  • III. Die Pariser Börse
  • IV. Die Kreditinstitute

Full text

Erwin Respondek, 
198 
im eigenen Lande, sollen einige Erleichterungen bringen und Frankreich 
vom Ausland unabhängig machen. Ob dies gelingen wird, muß die 
Zukunft lehren. Zunächst ist Frankreich noch auf den Bezug aus Amerika 
und England angewiesen, und es wird seine Warenbezüge in diesen 
letzten Monaten nicht anders decken können als durch abermalige Kredit 
eröffnungen seitens der Lieferanten. Die gegenseitige militärische und 
politische Abhängigkeit wird dieser Tatsache keinerlei unüberbrückbare 
.Schwierigkeiten bereiten, da sie das Interesse eines erstrebten sieg 
reichen Krieges einfach erfordert. In welcher Weise dagegen das Schatz 
amt die Leistungen des Inlandes befriedigen will, kann keinem Zweifel 
unterliegen. Frankreich wird zur Emission einer neuen Kriegsanleihe 
schreiten müssen. Und bereits am 12. September verkündete der Finanz- 
minister, daß im Oktober die zweite 5 % National-Verteidigungs-Anleihe 
aufgelegt würde. 
In Frankreich ruht das Schwergewicht der Kriegsfinanzierung un 
zweifelhaft auf der Notenbank. Immer wieder wird auf die Bank von 
Frankreich zurückgegangen werden, die am Anfang des August 1916 
mit einer Vorschußsumme von 8600,00 Milk Frcs. der gesetzlichen 
Höchstgrenze schon bedenklich nahe gekommen ist. Diese Verschul 
dung des Schatzamtes bei der Notenbank kann tatsächlich als eine 
fest fundierte Schuld betrachtet werden. Sie wird durch größere Ein 
gänge aus einer Kriegsanleihe zwar teilweise abgedeckt, verliert damit 
scheinbar den Charakter einer fundierten Anleihe, aber der Staat hat 
in seinen Vertragsschlüssen mit der Zentralbank keinerlei zeitlich 
bindende Verpflichtungen für die Rückzahlung jener Kriegsvorschüsse 
auf sich genommen. Er ließ sich für die Amortisationsquote und deren 
zeitliche Verteilung volle Freiheit. Daneben stützt die Notenbank die 
umfangreichen Auslandskredite. 
Lediglich die emittierten Schatzscheine sind als schwebende, kurz 
fristige Schulden anzusehen, die, allgemein gesprochen, bei einer zu 
gewaltigen Höhe aus Gründen einer gesunden Finanzpolitik zur Kon 
solidierung drängen. Ein solcher Zwang liegt nun aber für Frank 
reich nicht vor. England, das durch frühere, etwas ungesund ver 
wickelte Finanzierungsmethoden seinen Krieg seit länger als einem 
Jahre ausschließlich mit kurzfristigen Schatzwechseln finanziert — aus 
genommen sind Kreditaufnahmen im Auslande — erhöhte ihren Um 
lauf bis Ende September auf etwa 1025,00 Miß. £ oder rund 26 Milliarden 
Frcs. In Deutschland wird der Zwischenraum zweier Kriegsanleihen 
durch Schatzwechsel ausgefüllt, die steigende Höhen erreichen, bei der 
Emission der nächsten Anleihe jedoch zum weitaus größten Teil wieder 
abgedeckt werden. Die Ziffern erreichen hier 8 bis 10, später noch mehr 
Milliarden Frcs. 
Frankreichs schwebende Verbindlichkeiten sind bis zum 31. Juli 
1916 auf etwa 15 000,00 Mill. Frcs. zu schätzen (darunter 13 166,00 Mill. 
Frcs. National-Verteidigungs-Wechsel, der Rest kurzfristige Darlehns 
verbindlichkeiten im Auslande), die an sich zu einer Konsolidierung
	        

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Frankreichs Bank- Und Finanzwirtschaft Im Kriege. Verlag von Gustav Fischer, 1917.
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