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Frankreichs Bank- und Finanzwirtschaft im Kriege

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Bibliographic data

fullscreen: Frankreichs Bank- und Finanzwirtschaft im Kriege

Monograph

Identifikator:
885239911
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-6094
Document type:
Monograph
Author:
Respondek, Erwin http://d-nb.info/gnd/119085046
Title:
Frankreichs Bank- und Finanzwirtschaft im Kriege
Place of publication:
Jena
Publisher:
Verlag von Gustav Fischer
Year of publication:
1917
Scope:
1 Online-Ressource (XVI, 203 Seiten)
Digitisation:
2017
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Contents

Table of contents

  • Frankreichs Bank- und Finanzwirtschaft im Kriege
  • Title page
  • Contents
  • I. Moratorien
  • II. Die Notenbank
  • III. Die Pariser Börse
  • IV. Die Kreditinstitute

Full text

202 
Erwin Respondek, 
kraft, die gegen die erste Kopflosigkeit der großen Menge notwendig waren. 
Sie selbst waren geschwächt und mußten Schutz durch einschneidende 
gesetzliche Maßnahmen suchen. Nun aber, wo diese Lage einmal durch 
erst später klar und endgültig bestimmbare Ursachen geschaffen war, galt 
es der Erkenntnis und dem Ruf; Produktion und Konsumtion wie früher, 
einen Untergrund für die Verwirklichung zu geben. Dieser lag in einer 
weiten Kreditzuführung durch die Banken an die Regsamen und eine stete 
Zuweisung von Arbeit seitens der Konsumenten. Für das letzte Bedürfnis 
sorgte der Staat als größter Konsument und für das erstere in überwiegendem 
Maße die Bank von Frankreich. Der Verkehr und die Wirtschaftenden 
selbst suchen die Wirksamkeit der von diesen beiden Quellen zufließenden 
Mittel durch eigene Anstrengungen zu erhöhen. In verständnisvoller 
Erkenntnis der großen Bedeutung einer freien, von keinem Gesetz 
eingeschränkten, wirtschaftlichen und gewerblichen Tätigkeit arbeiten 
sie willig nach bestem Können an der Befreiung von jenen Fesseln mit. 
Dies zeigt recht deutlich die ununterbrochene Abnahme der Morato 
riumswechsel in den Ausweisen der Notenbank. Freilich kann die ge 
samte wirtschaftliche Tätigkeit im besonderen mit Hilfe der Noten 
bank nicht in dem Maße zur Entfaltung gebracht werden, wie es für 
innen wirtschaftliche- und Kriegsbedürfnisse erforderlich ist. Immer 
wieder greift der Staat auf die Notenbank direkt zurück, um seine 
Kriegskosten teilweise mit Banknoten zu zahlen. Ausschließlich An 
leihe-Titel kann er nicht als Ausgleich für die gewaltigen Lieferungen 
an Kriegsgütern, Leistungen an Arbeit und sonstigen Werten hingeben. 
Er ist immer auf die Notenbank angewiesen. Und diese hohe Inan 
spruchnahme der Zentralnotenbank zur Kriegführung bindet ganz er 
heblich die Bewegungsfreiheit und Leistungsfähigkeit der Bank von 
Frankreich für die heimische Wirtschaftsführung. 
Milliarden sind noch nötig zur weiteren Finanzierung des Krieges. 
Sie werden, wenn die anderen kleineren und weniger zuverlässigen Quellen 
nicht hinreichen sollten, von der Notenbank geliefert werden müssen. 
Denn aus dem Auslande fließen nur spärliche Kapitalien. Das Volk 
kann sich nur langsam entschließen, auch an seinem Gut Opfer zu bringen. 
Milliarden sind noch nötig zum Wiederaufbau alles dessen, was 
der Krieg vernichtet hat, was zur Heilung der tiefen Wunden in der 
Wirtschaft notwendig ist, was einen möglichen Ersatz für die vielen 
unschätzbaren Verluste der kostbarsten aller Reichtümer, der mensch 
lichen Arbeitskräfte, dienen könnte. Die Lasten der Kriegsentschädi 
gungen an Departements und Gemeinden, Eisenbahnen und Schiffahrt, 
die Wiederherstellung des durch den Krieg zerstörten Wirtschaftslebens, 
der Industrie, des Handels, die gleichfalls hohe Summen erfordern, 
sind ins Unermeßliche gewachsen. Selbst wenn das Nationalvermögen 
der französischen Republik auf etwa 250—280 Milliarden Frcs. ver 
anschlagt werden kann, das so noch große Renten-Anleihen und hohe 
Steuern zu tragen vermag und auch die Geschichte lehrt, daß der natür 
liche Reichtum an Bodenfrüchten und -schätzen des Landes seine Wunden
	        

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Frankreichs Bank- Und Finanzwirtschaft Im Kriege. Verlag von Gustav Fischer, 1917.
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