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Frankreichs Bank- und Finanzwirtschaft im Kriege

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Bibliographic data

fullscreen: Frankreichs Bank- und Finanzwirtschaft im Kriege

Monograph

Identifikator:
885239911
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-6094
Document type:
Monograph
Author:
Respondek, Erwin http://d-nb.info/gnd/119085046
Title:
Frankreichs Bank- und Finanzwirtschaft im Kriege
Place of publication:
Jena
Publisher:
Verlag von Gustav Fischer
Year of publication:
1917
Scope:
1 Online-Ressource (XVI, 203 Seiten)
Digitisation:
2017
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
I. Moratorien
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Frankreichs Bank- und Finanzwirtschaft im Kriege
  • Title page
  • Contents
  • I. Moratorien
  • II. Die Notenbank
  • III. Die Pariser Börse
  • IV. Die Kreditinstitute

Full text

Frankreichs Bank- und Finanzwirtschaft. 
9 
dritten Jahres und wenn auch angenommen werden sollte, daß er es 
nicht noch ausfüllen würde, so steht es andererseits fest, daß mit dem 
Tage des Friedens nicht der Tag der Aufnahme von Mietszahlungen 
oder gar die Tilgung der aufgelaufenen Mieten verbunden ist. Es dürfte 
daher keine Übertreibung darstellen, wenn die Summe der durch das 
Mietsmoratorium gebundenen Gelder auf 4,500—5,000 Milliarden Frcs. 
veranschlagt wird. Diese hohe Ziffer ist nun aber absolut gefaßt nicht 
vollkommen haltbar. Denn tatsächlich zahlen weite Kreise der Be 
völkerung ohne jede Stockung ihre Mieten fort, namentlich soweit sie 
durch den Krieg in dem Bezüge ihrer Einnahmen nicht wesentlich ge 
stört sind. Aber es steht auch fest, daß ein ebenso großer Teil hierzu 
nicht in der Lage ist, einfach schon darum nicht, weil Verraögensver- 
luste oder -Verringerungen durch den Krieg eingetreten sind, die Ernährer 
und Erhalter der Familie vielfach im Felde stehen u. a. m. So kann die 
durch das Mietsmoratorium gebundene Summe auf etwa 2,5 Milliarden 
Frcs. geschätzt werden. 
Hier werden die Rückwirkungen des Mietsmoratoriums besonders 
schwerer Natur sein, und sie können in späterer Zeit leicht verhängnisvoll 
auf den gesamten Bau- und Wohnungsmarkt zurückfallen. Der Haus 
besitzer empfängt keine oder doch nur spärliche Mietszahlungen; er ist 
dann außerstande, seinen Hypothekengläubigern, z. B. dem Credit Foncier, 
die Zinsen zu entrichten. Nicht allein die Unmöglichkeit, Zinsen zu ent 
richten, auch der Ausfall an dem regelmäßigen Ertrage des im Hause an 
gelegten Kapitals, des für eine längere Zeit gebundenen Vermögens, das 
jetzt noch durch die Kriegseinwirkungen oftmals gefährdet erscheint, 
werden für die Hausbesitzer ein unerträglicher Zustand. Im künftigen 
Frieden wird der Steuerdruck noch höher und an ihnen gewiß nicht vorüber 
gehen können. Diese Schwierigkeiten werden sich leicht weiter fort 
pflanzen und auf dem gesamten Hausmarkte ungünstig zurückwirken. 
Der hohe Ausfall an Hypothekenzinsen führt notwendig zu einer Ent 
wertung der emittierten Hypotheken-Pfandbriefe und damit zu einer 
Deroutierung des Pfandbriefmarktes. Ungenügender Geldzustrom 
für den Baumarkt, hohe Mietspreise bei unerträglicher Wohnungsnot 
sind die bekannten Folgen und Endglieder dieser Kette. 
Die wenigen und nur in kurzen Zügen durchgeführten Beispiele 
dürfien erwiesen haben, daß auch bei sorgfältigster Ausarbeitung und 
schärfster Überlegung ein allgemeines Moratorium allen Anforderungen 
sofort nicht zu genügen und zur vollkommenen Zufriedenheit des ge 
samten nationalen Wirtschaftslebens nicht zu wirken vermag. Jedes 
Moratorium muß Änderungen unterworfen sein, die den wirtschaftlichen 
Verhältnissen immer angepaßt sind, muß notwendig Berücksichtigung 
von Ausnahmen aufnehmen. Die Regierung trifft in ihren Bestimmungen 
r B. auch keinerlei Anordnungen, die ihren Schuldnern irgendwelchen 
kommt er auf 5% Milliarden Frcs. gestundete Mietsgelder — unter Annahme daß der 
Krieg sich über 3 Jahre erstreckt — und hiervon sollen etwa 60 % nicht bezahlt werden 
so daß also 3300 Mill. Frcs. gestundete Mietsgelder abzubauen wären
	        

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Frankreichs Bank- Und Finanzwirtschaft Im Kriege. Verlag von Gustav Fischer, 1917.
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