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Frankreichs Bank- und Finanzwirtschaft im Kriege

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Bibliographic data

fullscreen: Frankreichs Bank- und Finanzwirtschaft im Kriege

Monograph

Identifikator:
885239911
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-6094
Document type:
Monograph
Author:
Respondek, Erwin http://d-nb.info/gnd/119085046
Title:
Frankreichs Bank- und Finanzwirtschaft im Kriege
Place of publication:
Jena
Publisher:
Verlag von Gustav Fischer
Year of publication:
1917
Scope:
1 Online-Ressource (XVI, 203 Seiten)
Digitisation:
2017
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
I. Moratorien
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Frankreichs Bank- und Finanzwirtschaft im Kriege
  • Title page
  • Contents
  • I. Moratorien
  • II. Die Notenbank
  • III. Die Pariser Börse
  • IV. Die Kreditinstitute

Full text

12 
Erwin Respondek, 
und die Notenpresse liefert ihnen als Äquivalent die gewünschten Geld 
mittel. Rein wirtschaftlich betrachtet, wäre das so geschaffene Geld eine 
Anweisung auf Waren nnd Effekten, in die sich die ursprünglich fest 
gelegten Gelder der Gläubiger nunmehr verwandelt haben. Diese De 
mobilisierung immobiler Werte und Ausgabe von neuem Gelde, das dann 
die Regierung kraft ihres Münz-Hoheitsrechtes zum gesetzlichen Zah 
lungsmittel erhebt, macht ein allgemeines Moratorium entbehrlich. 
Das hat Deutschland getan, Frankreich nicht. Frankreich wollte oder 
konnte diesen Weg nicht einschlagen. Es lehnte jedenfalls die Errichtung 
von Darlehnskassen offiziell mit der Begründung ab: „Das Privileg der 
Bank von Frankreich soll nicht angetastet werden.“ 
Die Ablehnung dürfte diesem Motiv allein kaum entsprungen sein. 
Vielmehr haben auch andefe Faktoren bei der Entscheidung dieser 
Frage mitgewirkt, und wohl mit ausschlaggebender Kraft einmal die un 
günstige Kriegslage, und dann der gewaltig hohe Betrag ausländischer 
Wertpapiere. 
Frankreich ist ein Rentnerstaat, Deutschland ein Industriestaat. Dies 
wird äußerlich zur Genüge dokumentiert in den Ziffern des ausländischen 
Effektenbesitzes. Der Totalbestand an Wertpapieren in Frankreich bis zum 
31. Dezember 1914 wird von der „Neuen Zürcher Zeitung“ geschätzt 
auf 125 Milliarden Frcs., hiervon fremde Werte 40—45 Milliarden Frcs. 
Der Effektenbesitz Deutschlands wird von der gleichen Zeitung geschätzt 
auf 110 Milliarden Mk., hiervon fremde Werte 15 Milliarden Mk. 1 ). 
An der hohen Summe der ausländischen Effekten sind fast alle eu 
ropäischen Staaten und exotischen Staaten — kapitalsschwache und 
-kräftige — beteiligt, da sie in Paris stets einen offenen Markt fanden 
für politische und wirtschaftliche Gegengeschenke. Es wird hierauf 
noch ausführlicher in dem Abschnitt über die „Kreditinstitute“ zurück 
zukommen sein. Hier sei vorläufig nur darauf hingewiesen, daß die Quali 
tät jener fremden Werte im allgemeinen schlecht ist und nun im Kriege 
nicht nur in der mehr oder weniger spekulativen äußeren Kursbewertung, 
sondern vor allem in ihrem inneren Werte starke Einbußen erlitten 
haben. 
Würde sich die französische Regierung zum Darlehnskassenprinzip 
entschlossen haben, so hätte auch eine äußerst vorsichtige Auswahl der 
zur Beleihung zugelassenen Wertpapiere dennoch nicht vor einem Über 
angebot geschützt. Der Staat mußte befürchten, in einem höheren 
Maße Besitzer jener vielen unsicheren ausländischen Werte zu werden, 
als ihm lieb ist. Im Falle der Nichteinlösung der Lombardpfänder würden 
x ) Auf den Kopf der Bevölkerung berechnet ergibt die Effektenbelastung die fol 
genden Ziffern: 
Bevölkerungsziffer Effektenbesitz 
Annahme für 1914 Frankreich; 40 Mül. 170 Milk Frcs. 
„ 1914 Deutschland: 68 Milk 154 „ „ 
d. h. auf den Kopf 
in Frankreich . . . 42,5 Frcs. 
in Deutschland . . 22,6 „
	        

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Frankreichs Bank- Und Finanzwirtschaft Im Kriege. Verlag von Gustav Fischer, 1917.
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