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Frankreichs Bank- und Finanzwirtschaft im Kriege

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Bibliographic data

fullscreen: Frankreichs Bank- und Finanzwirtschaft im Kriege

Monograph

Identifikator:
885239911
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-6094
Document type:
Monograph
Author:
Respondek, Erwin http://d-nb.info/gnd/119085046
Title:
Frankreichs Bank- und Finanzwirtschaft im Kriege
Place of publication:
Jena
Publisher:
Verlag von Gustav Fischer
Year of publication:
1917
Scope:
1 Online-Ressource (XVI, 203 Seiten)
Digitisation:
2017
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
II. Die Notenbank
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Frankreichs Bank- und Finanzwirtschaft im Kriege
  • Title page
  • Contents
  • I. Moratorien
  • II. Die Notenbank
  • III. Die Pariser Börse
  • IV. Die Kreditinstitute

Full text

Frankreichs Bank- und Finanzwirtschaft. gj 
4 
mal eine unverkennbare Verschlechterung während der ganzen Kriegs 
dauer. 
An den ersten der gewählten vier Ausweistagen war die Deckung 
durch Gruppe I: 
Am 24. Juli 1914 . . 65,4 % 
„ 29. Juli 1915 . . 35,5%. 
Die immerhin merkliche Steigerung am 30. Dezember auf 41,2 % 
ist eine Folge der vorangegangenen Goldanhäufungs-Propaganda und 
daher nicht etwa als Sympton einer dauernden Verbesserung aufzufassen. 
Der Rückschlag blieb nicht aus, und die Deckung war bald, am 3. August 
1916, auf 30,5 % gesunken. 
Die gleiche Bewegung zeigen die Deckungsziffern der Gruppen I 
und II. Sie waren am 
24- Juli 1914 .... 96,9 % 
29. Juli 1915 .... 55,4% 
30. Dezember 1915. . 63,0% 
3. August 1916 . . 47,3 % 
Stehen alle drei Gruppen den Verbindlichkeiten gegenüber, so 
halten sich beide das Gleichgewicht. 
Die Bank von Frankreich ist reine Kriegsbank. Allein ihre Aufgabe 
besteht keineswegs nur in der Finanz- und Kreditpolitik. Auch die 
Währungspolitik liegt in dem Kreise ihrer Aufgaben als Zentral 
notenbank. Wenn die Kaufkraft des Franken im Innern und am Welt 
märkte erschüttert wird, entstehen für den Handel Schwierigkeiten 
und Verluste. Hier gilt es also, die nationale Wirtschaft als Ganzes 
vor sich selbst und gegen das Ausland zu schützen. 
Mit der Notenbank ist das Wort „Währung“ untrennbar verbunden, 
und wenn über ihre wichtigsten und grundlegenden Arbeiten geschrieben 
wird, so tritt es immer wieder hervor: „Die Währung ist von ihr aufrecht 
zu halten“, „Währung ist ihre höchste und schwerste Aufgabe“ u. a. m. 
Auch auf dem Gebiete der Währung bringt der Krieg innerhalb 
der eigenen Grenzen eines jeden Staates und im Verkehr mit den anderen 
Ländern tiefgreifende Änderungen hervor. Es ist einerseits eine allseitige 
und rasche Steigerung der Güterpreise im Inlande zu beobachten und 
dann eine Steigerung der ausländischen Zahlungsmittel, Wechsel und 
Schecks im Innern, der auf der anderen Seite ein Sinken der heimischen 
Zahlungsmittel im Auslande entspricht. Diese beiden Erscheinungen, 
die für die einzelnen Staaten verschieden intensiv auftreten, deren 
ursächlichen Gründe aber im Prinzip doch die gleichen sind, wirken auch 
in Frankreich, obwohl es in den ersten Kriegsmonaten ihre volle Wirk 
samkeit noch nicht zu fühlen bekam. 
Das Problem der Preissteigerung im Innern des Landes 
findet seine Lösung in der Analyse zweier Faktoren: einmal in den Ver 
schiebungen in der Produktion und Konsumtion und dann in der Noten 
emission.
	        

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Frankreichs Bank- Und Finanzwirtschaft Im Kriege. Verlag von Gustav Fischer, 1917.
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