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Hundert Jahre J.P. Bachem, Buchdruckerei, Verlagsbuchhandlung, Zeitungsverlag

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Bibliographic data

fullscreen: Hundert Jahre J.P. Bachem, Buchdruckerei, Verlagsbuchhandlung, Zeitungsverlag

Monograph

Identifikator:
885364031
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-4554
Document type:
Monograph
Author:
Hölscher, Georg http://d-nb.info/gnd/116927453
Title:
Hundert Jahre J.P. Bachem, Buchdruckerei, Verlagsbuchhandlung, Zeitungsverlag
Place of publication:
Köln
Publisher:
Verlag und Druck von J.P.Bachem
Year of publication:
1918
Scope:
1 Online-Ressource (XVIII, 302 Seiten)
Digitisation:
2017
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
I. Der Verlag J. P. Bachem
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Grundriß der allgemeinen Volkswirtschaftslehre
  • Verkehr, Handel und Geldwesen. Wert und Preis. Kapital und Arbeit. Einkommen. Krisen, Klassenkämpfe, Handelspolitik. Historische Gesamtentwickelung (2.1904)
  • Title page
  • Contents
  • Drittes Buch. Der gesellschaftliche Prozeß des Güterumlaufes und der Einkommensverteilung
  • Viertes Buch. Die Entwickelung des volkswirtschaftlichen lebens im ganzen
  • Index

Full text

398 Drittes Buch. Der gesellschaftliche Prozeß des Guterumlauses u. der Einkommensverteilung. 856 
Ordnung gebildet haben, wird in England jetzt so ziemlich allgemein zugegeben. Neben 
sie traten seit 1870 hauptsächlich die Gewerkvereine der Bergarbeiter, die in der Haupt— 
sache das Hülfskassenwesen nicht unter ihre Zwecke aufgenommen haben, und endlich seit 
1889 die Gewerkvereine der ungelernten Arbeiter, von welchen es hauptsächlich die Dock— 
und Hafenarbeiter und die Eisenbahnarbeiter unter geschickter demagogisch-socialistischer 
Leitung rasch zu großen, aber wechselnden und bald wieder dahin schwindenden Ver— 
bänden gebracht haben. Sie sind wesentlich Streik- und Kampfvereine ohne Hülfskassen, 
sehen ebenso auf Staats- wie auf Selbsthülfe; in den Jahren 1898—-1900 haben sie 
mehr und mehr begonnen, in die Bahn der alten Unionen einzulenken und ähnliche 
wirtschaftliche und moralische Folgen wie sie zu erzeugen. 
In einer Reihe der großen Stapelindustrien, welche in dicht bevölkerter Gegend 
lokal konzentriert sind, gehören jetzt oft 60—1000,0 aller Arbeiter den Gewerkvereinen 
an; in anderen Gegenden, in zerstreuten Gewerben, in der Hausindustrie und Land⸗ 
wirtschaft ist die Organisation freilich noch kümmerlich, so z. B. im Wollgewerbe, in der 
Bekleidungs- und Lederindustrie, im Kleineisengewerbe. Im ganzen waren 1892 1,5, 
1900 etwa 2 Mill. großbritannischer männlicher, erwachsener Arbeiter von 9 Mill. über⸗ 
haupt vorhandenen und 170000 Arbeiterinnen organisiert. 
Föderationen, zu welchen sich eine Anzahl Unionen gleichen oder ähnlichen Berufs 
vereinigt haben, um gewisse gemeinsame Interessen zu verfolgen, gewissen gemeinsamen 
Beschlüssen und Befehlen nachzukommen, haben sich in den letzten 20 Jahren viele ge— 
bildet; man zählte 1896 118 mit 0,98 Mill., 1900 110 mit 1,72 Mill. Mitgliedern; 
einzelne umfassen mehrere Hunderttausend, z. B. im Bergwesen. Eine allgemeine 
Föderation hat sich 1899 gebildet, zunächst mit 64 Vereinen und 886 000 Mitgliedern. 
Auf einem Kongresse, dem sogenannten Arbeiterparlamente, kommen die Delegierten der 
Gewerkvereine jährlich zusammen, debattieren über ihre Interessen und Organisationen, 
stimmen über allerlei Unverbindliches ab und wählen ein sogenanntes parlamentarisches 
Komitee, das gesetzgeberisch für sie wirken soll. Die an demselben Orte befindlichen Gewerk⸗ 
vereine verschiedener Berufe haben sich zu Gewerkschaftskartellen (Trade Councils) in den 
größeren Städten meist erst feit 10 —20 Jahren vereinigt; es gab 1894 157 mit 0,71, 
1900 171 mit 0,75 Mill. Mitgliedern; sie verfügen über geringe Mittel, haben aber 
teilweise auf die Lokalverwaltung einen erheblichen Einfluß. Sie sind mannigfach in 
Konflikt mit den Unionen und Föderationen gekommen, weil sie starke socialdemokratische 
Neigungen zeigen —, auf den Kongressen haben sie wiederholt socialistische Beschlüsse 
angeregt und durchgesetzt; dafür wurden sie neuerdings auf dem Jahreskongresse nicht 
mehr zugelassen; das parlamentarische Komitee hat auf dem von Cardiff durchgesetzt, 
daß nur noch die Unionen, und zwar nach der Kopfzahl ihrer Mitglieder, Stimmrecht 
haben. Damit sollte hauptsächlich ausgeschlossen werden, daß radikale Demagogen sich 
bon einigen guten Freunden ein Mandat geben lassen und nun auf dem Kongreß auf— 
treten, wie die Delegierten von großen Gewerkvereinen. 
Hat in England die frühe und glänzende, gegen jede Störung gesicherte gewerb— 
liche Entwickelung, der nüchterne Volkscharakter, das freie Vereins-, Verfassungs- und 
Verwaltungsrecht die Ausbildung der Gewerkvereine überhaupt und ihr früheres Ein— 
lenken aus revolutionären und gewaltthätigen in vernünftig friedliche Bahnen besonders 
begünstigt, so wird es erklärlich, daß in den anderen Staaten die analoge Arbeiter— 
organisation meist später und unvollkommener erfolgte. Am mächtigsten sind die Gewerk— 
vereine Australiens; es sollen dort 750/0 aller Arbeiter organisiert sein; auch die un— 
gelernten und die Landarbeiter sind stark beteiligt; ihr Einfluß auf Gesetzgebung und 
Verwaltung ist groß; die Ausbildung des Kassenwesens der Gewerkvereine aber gering. 
In den Vereinigten Staaten haben sich derartige Vereine langsam 1880—1880, seither 
stärker ausgebildet; man schätzt die Mitgliederzahl neuerdings auf fast 12/2 Mill. 
Längere Zeit hindurch haben doͤrt die Verschiedenheit der Rasse und Gesetzgebung, der 
rasche Berufs-, Orts- und Konjunkturenwechsel zwar riesenhafte Streiks und Boylotts, 
d. h. gewerkschaftlichen Verruf gewisser Waren, die nicht mit Gewerkvereinslöhnen her— 
gestellt sind, aber keine recht stetige Entwickelung der Bereine, kein geordnetes Kasfen—
	        

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Verkehr, Handel Und Geldwesen. Wert Und Preis. Kapital Und Arbeit. Einkommen. Krisen, Klassenkämpfe, Handelspolitik. Historische Gesamtentwickelung. Duncker & Humblot, 1904.
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