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Ferdinand Lassalle

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Bibliographic data

fullscreen: Ferdinand Lassalle

Monograph

Identifikator:
890175551
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-11398
Document type:
Monograph
Author:
Großmann, Stefan http://d-nb.info/gnd/118542664
Title:
Ferdinand Lassalle
Place of publication:
Berlin
Publisher:
Verlag Ullstein & Co
Year of publication:
1919
Scope:
1 Online-Ressource (260 Seiten)
Digitisation:
2017
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Aus Lassalles heroischer Zeit
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Die Technik des wirtschaftlichen Verkehrs
  • Title page
  • Contents
  • Einführung
  • I. Mass- und Wertfeststellung im Warenverkehr
  • II. Die Instrumente des kaufmännischen Kreditverkehrs
  • III. Der kaufmännische Nachrichten- und Güterverkehr
  • IV. Die Währungen and Devisennotierungen
  • V. Die Subjekte des wirtschaftlichen Verkehrs
  • VI. Das Warengeschäft
  • VII. Die Organisation des Überseegeschäftes
  • VIII. Das Bankgeschäft
  • IX. Marktorganisationen
  • Sachregister

Full text

II. INSTRUMENTE DES KAUFMÄNN. KREDITVERKEHRS 53 
Akkreditive können gegen Barzahlung (z. B. beim Reisekredit- 
brief) oder auf Grund eines: Guthabens ausgestellt werden. Zumeist 
beruhen sie aber auf einem bedeckten oder unbedeckten Kredit, 
den der Beauftragte (die Bank) dem Auftraggeber gewährt. Diese 
Kreditgewährung erfolgt vielfach wieder auf Grund von Bürgschaf- 
ten anderer Banken (hierüber siehe Bankgeschäfte). 
3. DER GIROVERKEHR 
Schon in Babylon (8. Jahrhundert v. Chr.) nahmen die Banken Depositen 
an und leisteten Zahlungen hieraus; im alten Griechenland war das Um- 
schreiben‘ von Beträgen bei den Bankiers (Trapeziten) allgemein üblich und 
die Bankiers des alten Rom haben dieses Umschreiben (perseribere, trans- 
scribere) gleichfalls geübt. Auch im 13. und 14. Jahrhundert hatten die Ge- 
schäftsleute das Bedürfnis, ihre Kassenvorräte an einem sicheren. Orte 
aufzubewahren. Sie wählten hiezu Personen oder Anstalten, die die nötigen 
Sicherheitsvorkehrungen treffen konnten, wie in Venedig die Geldwechsler, in 
London die Goldschmiede. So kam es, daß bei einer und derselben Person 
mehrere oder viele Kaufleute Geldsummen hinterlegt hatten, die ihnen auf 
ihren Kontos gutgeschrieben wurden, und es war naheliegend, daß Zah- 
lungen unter diesen Kaufleuten wieder nicht in barem Gelde, sondern durch 
Abschreiben von dem Konto des Zahlers und Zuschreiben zu dem Konto des 
Empfängers bewerkstelligt wurden. Man nannte diese Einrichtung das Um- 
schreibe- oder Girogeschäft (Giro = Kreis). Diese Umschreibungen hatten 
in jener Zeit fortwährender Währungsveränderungen und Münzverschlechte- 
rungen noch die andere wohltätige Folge, daß sie ohne Rücksicht auf die 
Münzwirren auf Grund einer gleichbleibenden Münzeinheit vorgenommen 
werden konnten: es bildete sich neben der schwankenden Landeswährung 
eine gleichbleibende Rechnungswährung aus für alle Handelsgeschäfte, die 
über eine solche‘ Girostelle geführt wurden (ein solches Rechnungsgeld war 
die Mark Banko der Hamburger Girobank, die erst im Jahre 1875 in eine 
Filiale der Deutschen Reichsbank umgewandelt wurde). 
Die ersten öffentlichen Girobanken im Mittelalter entstanden infolge 
der ungünstigen Erfahrungen, die mit den privaten Giroanstalten gemacht 
wurden, zunächst in Venedig: der Banco di Rialto im Jahre 1587 und der 
Banco Giro im Jahre 1619; letzterer wurde erst 1808 aufgehoben. Die älteste 
Bank überhaupt, der Banco S. Giorgio in Genua, nahm das Girogeschäft 
erst 1675 auf. Wichtig waren ferner die Amsterdamer Bank (seit 1609), die 
Hamburger Bank (seit 1619) und die Nürnberger Bank (seit 1621), die sämt- 
lich in der Zeit der größten Münzwirren gegründet wurden. Die erste Giro- 
bank in Österreich war die 1703 gegründete Wiener Stadtbank. 
Die moderne Entwicklung des Giroverkehres beginnt mit Anfang des 
vorigen Jahrhunderts zunächst in England und ist auch dort ebenso wie in 
den Vereinigten Staaten von Amerika in die weitesten Volksschichten ge- 
drungen. Aber auch in Deutschland, Österreich und Frankreich nimmt der 
Giroverkehr, begünstigt durch vorteilhafte und bequeme Einrichtungen, von 
Jahr zu Jahr zu, so daß schon ein großer Teil der Zahlungen durch Um- 
Schreibungen bewerkstelligt werden kann. 
Der Giroverkehr der Gegenwart besteht darin, daß sich eine 
Anzahl von Personen (Kaufleute, Fabrikanten, Gewerbetreibende 
usw.) Rechnungen, Kontos bei einer Girobank eröffnen lassen, um
	        

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Die Technik Des Wirtschaftlichen Verkehrs. Manz, 1927.
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