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Leben und Lehre des Buddha

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Bibliographic data

fullscreen: Leben und Lehre des Buddha

Monograph

Identifikator:
89019078X
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-6415
Document type:
Monograph
Author:
Pischel, Richard http://d-nb.info/gnd/11619202X
Title:
Leben und Lehre des Buddha
Edition:
Zweite Auflage
Place of publication:
Leipzig
Publisher:
Druck und Verlag von B.G. Teubner
Year of publication:
1910
Scope:
1 Online-Ressource (VI, 126 Seiten)
Digitisation:
2017
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
VII. Die Gemeinde und der Kultus
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Leben und Lehre des Buddha
  • Title page
  • Contents
  • I. Einleitung
  • II. Das nordöstliche Indien zur Zeit des Buddha
  • III. Das Leben des Buddha
  • IV. Buddhas Stellung zu Staat und Kirche
  • V. Buddhas Lehrweise
  • VI. Die Lehre des Buddha
  • VII. Die Gemeinde und der Kultus
  • Index

Full text

Die Konzile. 
101 
licher war, daß sie Palmwein tranken und Gold und Silber an 
nahmen. An den Hpavs.8s.tim.-Tagen (S. 87) stellten sie im 
Kloster eine Messingschale auf, die mit Wasser angefüllt war, 
und forderten die Gläubigen auf, in die Schale Geld zu werfen. 
Spätere Texte erzählen sogar, daß der Prior des Klosters einen 
Betteltopf aus reinem Golde hatte und zur Zeit des Vollmonds 
einen Mönch in die Stadt schickte, um darin Geld und Edelsteine 
zu sammeln. Gegen diesen Unfug trat der ehrwürdige Yasas auf, 
als er einst das Kloster besuchte. Entrüstet wies er den Anteil an 
Gold zurück, den ihm die Mönche anboten. Diese bezeichneten das 
als eine Beleidigung der frommen Laien und legten dem Yasas 
als Buße auf, die Laien um Verzeihung zu bitten. Doch Yasas 
überzeugte die Laien, daß die Mönche gegen die Vorschriften 
Buddhas verstießen, und er allein ein wahrer 8akys-Sohn sei. 
Der Exkommunikation durch die Mönche entzog er sich durch die 
Flucht, und es gelang ihm außer andern namentlich auch den sehr 
angesehenen Ältesten Raivata für sich zu gewinnen. Vergeblich 
versuchten die Mönche den Laivata zu bestechen. Er setzte es 
durch, daß eine Versammlung nach Yaisäli berufen wurde, von 
der acht Älteste gewählt wurden, um den Streit beizulegen. Sie 
entschieden sich gegen die Mönche von Vaisäli, und ihrem Be 
schlusse trat eine danach berufene Versammlung von 700 Mön 
chen bei. Nach jüngeren Quellen hätten die acht Ältesten, nachdem 
sie die zehn falschen Lehren beseitigt und die sündigen Mönche 
vertrieben hatten, 700 Arhats ausgewählt, um das Gesetz zu 
reinigen. Die besten Gelehrten hätten in acht Monaten eine Re 
vision des Gesetzes vorgenommen. Das ist zweifellos eine späte 
Erfindung. Die alte Überlieferung, die uns im Oullavagga des 
Vinayapitaka vorliegt, hätte ein so wichtiges, einschneidendes 
Ereignis gewiß nicht mit Schweigen übergangen. Das zweite 
Konzil war also nur ein örtlich begrenztes. Es beseitigte Übel 
stände, die sich an einer Stelle gezeigt hatten, gab aber keine 
neuen Vorschriften für die gesamte Gemeinde der Mönche oder 
gar die gesamte Kirche. Ja, dieselbe jüngere Überlieferung be 
richtet sogar, daß die Gegenpartei ihrerseits auch ein Konzil be 
rief, das viel mehr Teilnehmer hatte als das der orthodoxen 
Partei und daher „das große Konzil" genannt wird. Dieses 
„große Konzil" soll den Kanon ganz umgestürzt und neu geordnet, 
vieles getilgt, anderes hinzugefügt und dem Alten neue Bedeutung 
untergelegt haben.
	        

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Die Deutsche Volksversicherung. Druck und Verlag: Vaterländische Verlags- und Kunstanstalt, 1914.
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