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Leben und Lehre des Buddha

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Bibliographic data

fullscreen: Leben und Lehre des Buddha

Monograph

Identifikator:
89019078X
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-6415
Document type:
Monograph
Author:
Pischel, Richard http://d-nb.info/gnd/11619202X
Title:
Leben und Lehre des Buddha
Edition:
Zweite Auflage
Place of publication:
Leipzig
Publisher:
Druck und Verlag von B.G. Teubner
Year of publication:
1910
Scope:
1 Online-Ressource (VI, 126 Seiten)
Digitisation:
2017
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
III. Das Leben des Buddha
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Leben und Lehre des Buddha
  • Title page
  • Contents
  • I. Einleitung
  • II. Das nordöstliche Indien zur Zeit des Buddha
  • III. Das Leben des Buddha
  • IV. Buddhas Stellung zu Staat und Kirche
  • V. Buddhas Lehrweise
  • VI. Die Lehre des Buddha
  • VII. Die Gemeinde und der Kultus
  • Index

Full text

Jugendzeit bis zum „großen Scheiden". 
21 
ist geboren." Ms Suddhodana diese Worte gemeldet wurden, be 
stimmte er, daß sein Enkel Eahula heißen sollte. In seinen Palast 
zurückgekehrt, legte der Prinz sich auf sein Bett. Da kamen schöne 
Tänzerinnen, die mit Gesang und Tanz ihn erfreuen wollten. Aber 
der Prinz war schon dagegen abgehärtet; er schlief bald ein, und 
auch die Tänzerinnen legten sich zur Ruhe, als sie sahen, daß ihre 
Künste vergeblich waren. Mitten in der Nacht erwachte der Prinz 
und sah die schlafenden Tänzerinnen. Ihre Musikinstrumente waren 
ihnen entfallen; Speichel floß ihnen aus dem Munde; ihre Glieder 
waren von Müdigkeit schlaff; einige knirschten mit den Zähnen; 
andere schnarchten; einige redeten im Traume; einige lagen mit 
geöffnetem Munde da; anderen waren die Kleider entfallen, und 
sie zeigten häßliche Gebrechen. Da wurde in ihm der Ekel gegen 
die sinnlichen Genüsse noch verstärkt. Sein Schlafgemach, das in 
seinem prächtigen Schmucke der Wohnung des Götterkönigs Indra 
glich, kam ihm wie ein Kirchhof voll entstellter Leichen vor. Er 
beschloß, noch an diesem Tage „das große Scheiden" auszuführen. 
Der Wagenlenker erhielt den Befehl, den treuen Hengst Kanthaka 
zu satteln, der, merkend was vorgeht, so laut vor Freude wieherte, 
daß die ganze Stadt es gehört hätte, wenn die Götter nicht den 
Schall gedämpft hätten. Der Prinz konnte aber nicht scheiden, 
ohne seinen Sohn gesehen zu haben. Als er das Schlafgcmach 
seiner Frau betrat, sah er, wie diese auf blumenüberstreutem Lager 
schlief, indem sie ihre Hand auf den Kopf des Kindes gelegt hatte. 
Da dachte er: „Wenn ich die Hand der Prinzessin entferne, um 
das Kind zu nehmen, so wird sie erwachen, und das wird ein Hindere 
nis für meinen Weggang sein. Ich werde wiederkommen und 
meinen Sohn sehen, wenn ich Buddha geworden bin." Damit 
schied er. 
Die jüngere Legende hat, wie man sieht, mit unleugbarer Kunst 
alles hervorgesncht, was einem Alltagsmenschen das Scheiden aus 
gewohnten Verhältnissen schwer machen muß. Sie hat dadurch 
Buddhas Festigkeit in Helles Licht gerückt. Die nördliche Über 
lieferung weicht von der südlichen in einigen Punkten ab; im ganzen 
aber ist Übereinstimmung vorhanden. 
Es wird dann weiter geschildert, auf wie wunderbare Weise der 
Prinz mit seinem Wagenlenker aus der festverschlossenen Stadt 
hinauskam. Nach einem gewaltigen Ritte von 30 Stunden durch 
drei Königreiche kam er an das User des Flusses Anavama (Pali 
Anomä), Hier schor er sein Haar ab, und der Erzengel Ghali:
	        

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Die Frau Und Die Arbeit. Eugen Diederichs, 1914.
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