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Leben und Lehre des Buddha

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Bibliographic data

fullscreen: Leben und Lehre des Buddha

Monograph

Identifikator:
89019078X
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-6415
Document type:
Monograph
Author:
Pischel, Richard http://d-nb.info/gnd/11619202X
Title:
Leben und Lehre des Buddha
Edition:
Zweite Auflage
Place of publication:
Leipzig
Publisher:
Druck und Verlag von B.G. Teubner
Year of publication:
1910
Scope:
1 Online-Ressource (VI, 126 Seiten)
Digitisation:
2017
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
VI. Die Lehre des Buddha
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Leben und Lehre des Buddha
  • Title page
  • Contents
  • I. Einleitung
  • II. Das nordöstliche Indien zur Zeit des Buddha
  • III. Das Leben des Buddha
  • IV. Buddhas Stellung zu Staat und Kirche
  • V. Buddhas Lehrweise
  • VI. Die Lehre des Buddha
  • VII. Die Gemeinde und der Kultus
  • Index

Full text

78 
VI. Die Lehre des Buddha. 
bis er ihn gefunden hatte. Er wurde dann bekehrt. Auch wilde 
Tiere bändigt die Macht der Liebe. Als Devadatta die Wächter 
des bösartigen Elefanten Nälägiri bestochen hatte, den Elefanten 
gegen Buddha loszulassen, da „durchdrang Buddha den Elefanten 
mit dem Geiste der Liebe", und „durchdrungen mit dem Geiste der 
Liebe" blieb der Elefant mit erhobenem Rüssel vor Buddha stehen, 
der ihn mit der Hand streichelte. Von dieser Zeit an war Nälä- 
giri zahm, und die Leute sangen damals den Vers: „Manche bän 
digen mit Stock, Haken und Peitsche; ohne Stock und Waffe wurde 
der Elefant von dem großen Heiligen gebändigt." Als einst ein 
Mönch durch den Biß einer Schlange gestorben war, schob Buddha 
die Schuld darauf, daß derMönch die vier Geschlechter der Schlangen 
könige nicht „mit dem Geiste der Liebe durchdrungen habe". Er 
lehrte seine Jünger einen Spruch, der das älteste Beispiel aus der 
buddhistischen Literatur für die später so beliebten Beschwörungs 
formeln ist. Der Sprechende versichert, daß er alle Wesen liebe, 
die fußloßen, die zweifüßigen, die vierfüßigen, die vielfüßigen. 
Buddha schärfte den Seinigen immer von neuem ein, den Geist 
der Liebe zu pstegen. Im Utzttasntta des Lnttanixäta heißt es: 
„Wie eine Mutter ihr Kind, ihr einziges Kind, mit ihrem Leben 
schützt, so soll man gegen alle Wesen unermeßliche Liebe erzeugen. 
Gegen alle Welt soll man unermeßliche Liebe erzeugen, nach oben, 
nach unten, nach der Seite, uneingeschränkt, ohne Feindschaft und 
Gegnerschaft. Stehend, gehend, sitzend, liegend, solange man wach 
ist, soll man diese Gesinnung ausüben Das nennt man ein Leben 
in Gott." Liebe, Mitleid, freundschaftliche Teilnahme und Gleich 
mut machen ein Leben in Gott aus; sie sind die „Vier Unermeß 
lichen" oder, wie sie der nördliche Buddhismus nennt, die „Vier 
Leben in Gott". Die Quelle der drei letzten aber ist die Liebe 
(Nsttä), die stets an der Spitze steht. Sie wird, lote wir sahen, 
hoch über alle Werkheiligkeit gestellt. Alle Opfer, die fromme Könige 
darbringen, sind nicht ein Sechzehntel eines Herzens wert, das 
die Liebe erzeugt. Die Mönche sind auch, mit wenigen Ausnahmen, 
Buddhas Ermahnung gefolgt. Es ist rührend zu lesen, mit welcher 
Liebe sie Buddha begegneten, und wie sie auch untereinander in 
Liebe und Treue zusammenhielten. „Einst, so wird erzählt, be 
gab sich der Erhabene nach Uräeioavamsadäva („dem östlichen Bam 
buswald"). Damals lebten dort der ehrwürdige Anuruddha und 
der ehrwürdige Nandika und der ehrwürdige Kimbila. Der Wald 
wärter sah den Erhabenen von ferne herankommen, und als er den
	        

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Leben Und Lehre Des Buddha. Druck und Verlag von B.G. Teubner, 1910.
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