Digitalisate EconBiz Logo Full screen
  • First image
  • Previous image
  • Next image
  • Last image
  • Show double pages
Use the mouse to select the image area you want to share.
Please select which information should be copied to the clipboard by clicking on the link:
  • Link to the viewer page with highlighted frame
  • Link to IIIF image fragment

Volkswirtschaftliches Quellenbuch

Access restriction


Copyright

The copyright and related rights status of this record has not been evaluated or is not clear. Please refer to the organization that has made the Item available for more information.

Bibliographic data

fullscreen: Volkswirtschaftliches Quellenbuch

Monograph

Identifikator:
890771383
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-10133
Document type:
Monograph
Author:
Mollat, Georg http://d-nb.info/gnd/139428143
Title:
Volkswirtschaftliches Quellenbuch
Edition:
Vierte, erweiterte und vermehrte Auflage
Place of publication:
Osterwieck/Harz
Publisher:
Verlag von A. W. Zickfeldt
Year of publication:
1913
Scope:
1 Online-Ressource (XXVIII, 654 Seiten)
Digitisation:
2017
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Zweiter Teil. Handel
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Volkswirtschaftliches Quellenbuch
  • Title page
  • Autorenverzeichnis
  • Contents
  • Erster Teil. Deutsche Volkswirte, Kaufleute und Industrielle
  • Zweiter Teil. Handel
  • Dritter Teil. Industrie
  • Vierter Teil. Weltwirtschaft und Handelspolitik
  • Fünfter Teil. Verkehr
  • Sechster Teil. Volkswirtschaftliche Zustände in den Vereinigten Staaten von Amerika
  • Index

Full text

3. Der deutsche Handlungsgehilfe in der Vergangenheit. 145 
liche Praxis vonnöten, welche in ihrer Dauer den verschiedenen Anforderungen der 
einzelnen Branchen anzupassen ist. Ich halte dieselbe für unerläßlich, namentlich zur 
Herausbildung der schon so oft erwähnten und unbedingt nötigen Kaufmanns 
eigenschaften. 
Ein weiteres, sehr wichtiges Moment in der Ausbildung des jungen Kaufmanns 
ist die Erziehung seines Charakters. Dieselbe wird von unseren Lehrherrn viel zu 
sehr vernachlässigt. Der heutige Lehrherr wirkt zwar auf die Ausbildung der 
speziellen kaufmännischen Eigenschaften ein, aber er erzieht zu wenig im allgemeinen 
Sinne. Während der Kaufmann der älteren Zeit seine Hauptaufgabe darin fuchte, 
den Lehrling zu einem tüchtigen Charakter, einem gottesfürchtigen, gewissenhaften, 
zuverlässigen Menschen zu machen, hat der Prinzipal bei den heutigen, gelockerten 
Verhältnissen im allgemeinen nicht mehr besondere Neigung, in dieser Weise auf den 
Lehrling zu wirken. Es ist nicht mehr wie früher, wo der Lehrherr mit seinen 
Gehülfen und Lehrlingen in demselben Zimmer arbeitete, wo die Mahlzeiten zu 
sammen eingenommen wurden, wo man alle großen und kleinen Sorgen des Ge 
schäftes von morgens bis abends durchsprach und der Lehrling gewissermaßen in 
das Geschäft hineinwuchs. Der Lehrling von heute kommt zur bestimmten Stunde 
in das Geschäft und ist nachher auf sich allein angewiesen. Bei der schon erwähnten 
Enquete zählte man unter 90 Lehrlingen 24 junge Leute, welche auswärts in 
Pensionen wohnten und sich somit mehr oder weniger ganz überlassen waren. Bei 
solchen Verhältnissen kann man den Lehrlingen wirklich keinen Vorwurf daraus 
machen, wenn sie von ihrer Freiheit zumeist keinen sehr vorteilhaften Gebrauch 
machen. In welchem anderen Stande stellt man 15- bis 16jährige junge Menschen 
so auf sich selbst, und in welchem anderen Stande würde, wenn dies der Fall wäre, 
das Ergebnis ein günstigeres sein? 
3. Der deutsche Handlungsgehilfe in der Vergangenheit. 
Von Georg Adler. 
Adler, Handelsgehilfe. In: Handwörterbuch der Staatswissenschaften. Herausgegeben 
von Conrad, Elster, Lxxis, Loening. 2. Aufl. 4. Bd. Jena, Gustav Fischer, 1900. S- 985—987. 
Unter den Hilfskräften, welche der entwickeltere Handel ebenso wie die voll 
kommenere Produktion erfordert, sind zwei Kategorieen zu unterscheiden: erstens die 
jenige der unqualifizierten Arbeiter, welche ausschließlich gröbere Arbeiten, wie das 
Packen und Austragen der Waren, also kurz nur niedere Handlangerdienste zu leisten 
haben, und zweitens diejenige der kaufmännischen Arbeiter, welche den Chef 
bei der spezifischen Handelstätigkeit unterstützen und Handelsgehilfen (Kommis) ge 
nannt werden. Diesen letzteren allein gilt unsere Betrachtung. 
In Deutschland hat sich erst spät, nach Ende des ersten Jahrtausends 
unserer Zeitrechnung, ein einheimischer Kaufmannsstand entwickelt, dem zunächst, 
außer den Familienangehörigen, keine Gehilfen zur Seite standen, da der Geschäfts 
betrieb klein und primitiv war. Sogar noch im 16. Jahrhundert sind in Basel, 
wie G e e r i n g konstatiert, die meisten Geschäfte ganz ohne Handlungsdiener, und 
14 große Firmen beschäftigen zusammen — 19 Kommis. Anders freilich lag die 
Sache bei den Weltfirmen der großen Handelsplätze. — 
Das Dienstverhältnis des Handelsgehilfen (copgeselle, knape, — famulus, 
socius, factor) war durch freien Vertrag geregelt. Sein Prinzip war: stramme 
Subordination und Verpflichtung des Gehilfen zu höchster Arbeitsamkeit, unverbrüch 
licher Treue und sittlichem und gottesfürchtigem Lebenswandel. Die Jugend — heißt 
Mollat, Volkswirtschaftliches Quellenbuch. 4. Aufl. 10
	        

Download

Download

Here you will find download options and citation links to the record and current image.

Monograph

METS MARC XML Dublin Core RIS Mirador ALTO TEI Full text PDF EPUB DFG-Viewer Back to EconBiz
TOC

Chapter

PDF RIS

This page

PDF ALTO TEI Full text
Download

Image fragment

Link to the viewer page with highlighted frame Link to IIIF image fragment

Citation links

Citation links

Monograph

To quote this record the following variants are available:
URN:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

Chapter

To quote this structural element, the following variants are available:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

This page

To quote this image the following variants are available:
URN:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

Citation recommendation

Volkswirtschaftliches Quellenbuch. Verlag von A. W. Zickfeldt, 1913.
Please check the citation before using it.

Image manipulation tools

Tools not available

Share image region

Use the mouse to select the image area you want to share.
Please select which information should be copied to the clipboard by clicking on the link:
  • Link to the viewer page with highlighted frame
  • Link to IIIF image fragment

Contact

Have you found an error? Do you have any suggestions for making our service even better or any other questions about this page? Please write to us and we'll make sure we get back to you.

How much is one plus two?:

I hereby confirm the use of my personal data within the context of the enquiry made.