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Volkswirtschaftliches Quellenbuch

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Bibliographic data

fullscreen: Volkswirtschaftliches Quellenbuch

Monograph

Identifikator:
890771383
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-10133
Document type:
Monograph
Author:
Mollat, Georg http://d-nb.info/gnd/139428143
Title:
Volkswirtschaftliches Quellenbuch
Edition:
Vierte, erweiterte und vermehrte Auflage
Place of publication:
Osterwieck/Harz
Publisher:
Verlag von A. W. Zickfeldt
Year of publication:
1913
Scope:
1 Online-Ressource (XXVIII, 654 Seiten)
Digitisation:
2017
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Zweiter Teil. Handel
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Volkswirtschaftliches Quellenbuch
  • Title page
  • Autorenverzeichnis
  • Contents
  • Erster Teil. Deutsche Volkswirte, Kaufleute und Industrielle
  • Zweiter Teil. Handel
  • Dritter Teil. Industrie
  • Vierter Teil. Weltwirtschaft und Handelspolitik
  • Fünfter Teil. Verkehr
  • Sechster Teil. Volkswirtschaftliche Zustände in den Vereinigten Staaten von Amerika
  • Index

Full text

2. Kaufmännische Auskunftsbureaus. 
197 
bei denen ergänzende Nachfragen über die Kreditnehmer gehalten werden; dabei 
ist die Auskunftsanstalt durchaus in der Lage, deren Aussagen nach ihrem Werte 
abzuschätzen, während dies dem einzelnen Geschäftsmanne nur selten möglich zu 
sein pflegt. 
Endlich aber vermag die berufsmäßige Auskunftserteilung mit dem Kredit 
nehmer selbst über seine Verhältnisse zu verhandeln und sich ihm zur Entgegen 
nahme der Aufschlüsse zur Verfügung zu stellen, die er über sich geben will. Daß 
er dies tun kann, und daß er namentlich da, wo er sich unrichtiger Beurteilung 
ausgesetzt fühlt, sicher sein darf, durch rechtzeitige Aufklärung der größeren Auskunfts 
anstalten einer ungünstigen Beeinflussung seines Kredits wirksam vorzubeugen, ge 
hört zweifellos zu den besten Seiten der berufsmäßig organisierten Krediterkundigung, 
durch die auf diesem Gebiete, auf dem früher nur einseitig abgeurteilt wurde, dem 
Grundsatz „auckiatur et altera pars“ Eingang verschafft ist. 
Mit diesen Grundzügen einer ihrem Gegenstand unmittelbar, sozusagen direkt 
ins Auge sehenden, gründlichen und umfassenden Erkundigung ist die Auskunfts 
beschaffung ein ganz neues System geworden und die Auskunft selbst auf ein völlig 
anderes höheres Niveau hinaufgerückt worden. War die Auskunft früher ohne 
viel Umstände kurz empfehlend oder absprechend, im großen und ganzen aufs 
Geratewohl gegeben, so ist sie heute zu einem Spiegelbild geworden, das im wesent 
lichen tatsächliche Angaben enthält, und zwar oft bis in die kleinsten Einzelheiten 
hinein, bei denen Licht und Schatten in immer feinerer Nüancierung wiedergegeben 
sind. Auf diesem Wege ist die Auskunftserteilung als selbständiger Beruf zu einer 
Kunst geworden. 
In jeder guten Auskunftei müssen die Angestellten erst ein längere Schulung 
durchmachen, ehe sie zu selbständigen Arbeiten zugelassen werden, und auch dabei 
wird es immer schwer bleiben, die richtigen Leute zu gewinnen und heranzuziehen, 
d. h. Leute, die es verstehen, Angaben auf ihren wahren Wert zu prüfen und jede 
Zeile so niederzuschreiben, daß sie sowohl den vorhandenen Unterlagen mit ihren 
vielfachen Differenzierungen entspricht, als auch mit dem sonstigen Inhalt der Aus 
kunft streng übereinstimmt; dabei müssen sie einer dreifachen Verantwortung gerecht 
werden: gegenüber dem, über den Auskunft erteilt wird, gegenüber dem Empfänger 
der Auskunft und gegenüber dem Auskunftsbureau selbst. 
Zahlreiche, aus der Erfahrung gewonnene Regeln geben die Anleitung zu 
dieser Arbeit, aber wie kein Mensch dem anderen, kein Blatt dem anderen gleicht, 
so hat auch jede einzelne Auskunft ihre Eigenart und will für sich gesondert be 
handelt sein. 
Pessimisten oder Optimisten sind im Dienste der Auskunfteien unbrauchbar, 
denn beide sind in Vorurteilen befangen; in jedem schwierigen Falle kommen beide 
zu anderer Ansicht als ein Mann von unvoreingenommenem Urteil. Zwar ist es 
im allgemeinen gleich leicht, — die Gegensätze berühren sich auch hierbei — einer 
seits über notorische Schwindler und über in offenem Vermögensverfall befindliche 
Geschäfte und andererseits über allbekannte Weltfirmen Auskunft zu geben, denn 
bei beiden Gattungen steht das Krediturteil fest, und selbst größere Fehler in den 
Details vermögen es nicht oder nur nebensächlich zu beeinflussen: aber zwischen 
diesen beiden Gruppen liegt die große Menge der sich tausendfältig voneinander 
unterscheidenden Geschäfte, die in ihren Verhältnissen stetig wechseln, und die oft 
sehr schwer zu beurteilen sind. Gerade bei den Auskünften über diese Menge hat 
sich der Korrespondent, der Rechercheur, und der Redakteur als Meister zu zeigen, 
und da, wo sich die Leitung einer Auskunftei, die selbst die Meisterschaft betätigt, 
auf eine ausreichende Zahl von solchen ersten Kräften stützen kann, da ist der 
Geschäftswelt eine Kreditware erbaut, die dem Kreditgeber nicht bloß Warnungs
	        

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Volkswirtschaftliches Quellenbuch. Verlag von A. W. Zickfeldt, 1913.
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