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Volkswirtschaftliches Quellenbuch

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Bibliographic data

fullscreen: Volkswirtschaftliches Quellenbuch

Monograph

Identifikator:
890771383
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-10133
Document type:
Monograph
Author:
Mollat, Georg http://d-nb.info/gnd/139428143
Title:
Volkswirtschaftliches Quellenbuch
Edition:
Vierte, erweiterte und vermehrte Auflage
Place of publication:
Osterwieck/Harz
Publisher:
Verlag von A. W. Zickfeldt
Year of publication:
1913
Scope:
1 Online-Ressource (XXVIII, 654 Seiten)
Digitisation:
2017
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Zweiter Teil. Handel
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Volkswirtschaftliches Quellenbuch
  • Title page
  • Autorenverzeichnis
  • Contents
  • Erster Teil. Deutsche Volkswirte, Kaufleute und Industrielle
  • Zweiter Teil. Handel
  • Dritter Teil. Industrie
  • Vierter Teil. Weltwirtschaft und Handelspolitik
  • Fünfter Teil. Verkehr
  • Sechster Teil. Volkswirtschaftliche Zustände in den Vereinigten Staaten von Amerika
  • Index

Full text

6. Die Konsumvereine. 
205 
Ein Öldruck, ein billiger, kunstgewerblicher Gegenstand bereiten das Verständnis für 
das Bessere, Edelere vor. Gerade unsere Fabrikanten kunstgewerblicher Massen 
artikel müssen in den geschmähten Warenhäusern wertvolle Abnehmer erblicken. 
Durch das Aufblühen des Großbetriebs im Kleinhandel ist aber auch die Kon 
kurrenz, die das Ausland der heimischen Industrie macht, erheblich zurückgedrängt 
worden. Die Überschwemmung des deutschen Marktes mit den von den großen 
Pariser Bazaren, dem Louvre, Bon MarcM, Printemps und anderen, gelieferten 
Waren hat so gut wie vollständig aufgehört; die deutschen Warenhäuser sind mit 
deutschen Waren an ihre Stelle getreten. 
Müssen wir somit den Großbetrieb im Kleinhandel als eine auf den übrigen 
wirtschaftlichen Gebieten seit lange eingetretene und immer weitere Fortschritte 
machende Erscheinung ansehen, die sich im Interesse der Konsumenten und unserer 
heimischen Industrie bewährt hat, so dürfen die Einwürfe nicht übergangen werden, 
welche man gegen die Warenhäuser bezüglich ihres Reklamewesens und ihrer ver 
meintlichen Unreellität vielfach erhebt. 
Man tadelt, daß manche Warenhäuser einzelne Artikel ohne Gewinn oder gar 
mit Verlust verkaufen, daß sie die Kunden durch Gratiszugaben, z. B. von Photo 
graphien, anlocken, daß sie nur oder vorzugsweise Schundwaren führen. 
Wir wollen gar nicht leugnen, daß in diesen wie vielleicht noch in anderen Be 
ziehungen unerfreuliche Züge des Kleinverkaufsgeschäftes durch die Warenhäuser 
schärfer ausgeprägt sind. Aber vorhanden waren sie auch schon früher, sie sind keine 
Eigentümlichkeiten des Warenhausbetriebes. Von alters her gibt der Krämer dem 
einkaufenden Dienstmädchen oder Kinde ein Geschenk in den Kauf. Auch der abnorm 
billige Verkauf einzelner Warengattungen, sei es zu Reklamezwecken, sei es zur 
Räumung unbeliebter Ware, ist eine auch außerhalb der Warenhäuser weit verbreitete 
Übung. Billige und schlechte Waren endlich führen auch viele Kleingeschäfte, die mit 
Warenhäusern nichts gemein haben. Bei den Warenhäusern wird ein derartiges 
Geschäftsgebaren nur sichtbarer, weil es im großen betrieben wird. 
Aber solche unerfreuliche Erscheinungen im Geschäftsleben tragen ihre Korrektur 
in sich selbst, weil das Publikum durch eigene Erfahrungen und durch die Mitteilungen 
der Konkurrenten bald zur richtigen Erkenntnis gebracht wird. 
Daß aber Unreellität in den großen Hellen Sälen eines Warenhauses, unter 
den Augen von Hunderten von Angestellten aus die Dauer geübt werden könnte, 
erscheint viel unwahrscheinlicher, als daß dies in dem Laden eines Kleinkrämers 
geschieht. 
Unreelles Geschäftsgebaren soll streng geahndet werden, aber dies hat nicht 
durch die Steuergesetzgebung, sondern durch die Strafgesetzgebung 
zu geschehen. 
6. Die Konsumvereine. 
Von Heinrich Herkner. 
H e r k n e r, Die Arbeiterfrage. 5. Ausl. Berlin, I. Guttentag, 1908. S. 319—351 
und S. 362—366- 
Eine Verbesserung der Arbeiterlage kann u. a. dadurch erfolgen, daß bei gleich 
bleibenden Lohnbezügen die Preise der Bedarfsartikel eine Ermäßigung erfahren; 
es verdienen daher alle Veranstaltungen, welche eine bessere oder billigere Bedarfs 
deckung bezwecken, die volle Aufmerksamkeit der Sozialreformer. Letztere stellen sich 
deshalb in der Regel der Besteuerung notwendiger Lebensmittel feindlich gegenüber.
	        

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Volkswirtschaftliches Quellenbuch. Verlag von A. W. Zickfeldt, 1913.
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