Digitalisate EconBiz Logo Full screen
  • First image
  • Previous image
  • Next image
  • Last image
  • Show double pages
Use the mouse to select the image area you want to share.
Please select which information should be copied to the clipboard by clicking on the link:
  • Link to the viewer page with highlighted frame
  • Link to IIIF image fragment

Volkswirtschaftliches Quellenbuch

Access restriction


Copyright

The copyright and related rights status of this record has not been evaluated or is not clear. Please refer to the organization that has made the Item available for more information.

Bibliographic data

fullscreen: Volkswirtschaftliches Quellenbuch

Monograph

Identifikator:
890771383
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-10133
Document type:
Monograph
Author:
Mollat, Georg http://d-nb.info/gnd/139428143
Title:
Volkswirtschaftliches Quellenbuch
Edition:
Vierte, erweiterte und vermehrte Auflage
Place of publication:
Osterwieck/Harz
Publisher:
Verlag von A. W. Zickfeldt
Year of publication:
1913
Scope:
1 Online-Ressource (XXVIII, 654 Seiten)
Digitisation:
2017
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Zweiter Teil. Handel
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Volkswirtschaftliches Quellenbuch
  • Title page
  • Autorenverzeichnis
  • Contents
  • Erster Teil. Deutsche Volkswirte, Kaufleute und Industrielle
  • Zweiter Teil. Handel
  • Dritter Teil. Industrie
  • Vierter Teil. Weltwirtschaft und Handelspolitik
  • Fünfter Teil. Verkehr
  • Sechster Teil. Volkswirtschaftliche Zustände in den Vereinigten Staaten von Amerika
  • Index

Full text

6. Die Konsumvereine. 
207 
befinden. Er befähigt die Arbeiter zur Verwaltung und bietet auch manche wertvolle 
Handhabe, um auf die Gestaltung des Arbeitsverhältnisses selbst einzuwirken. Bei 
der Wahl der Geschäfte, denen die Konsumvereine ihre Aufträge erteilen, kann auf 
die Stellung der Arbeiter in diesen Geschäften Rücksicht genommen werden. Was 
einer Staats- oder Kommunalbehörde in dieser Beziehung zugemutet werden kann, 
trifft auch für Konsumgenossenschaften im allgemeinen zu. Ja, es ist sogar in hohem 
Maße wünschenswert, daß diese Organisationen den Konsumenten ihre Verantwort 
lichkeit für die Arbeitsbedingungen zum klaren Bewußtsein bringen. Wesentlich 
erleichtert wird die Technik des Einkaufes, wenn die unter „anständigen" Arbeitsbe 
dingungen hergestellten Waren durch besondere Etikette (Label) der beteiligten Ge 
werkschaften kenntlich gemacht werden. In den Vereinigten Staaten hat dieses 
System bereits große Fortschritte aufzuweisen. 
Haben die Konsumvereine eine größere Ausbreitung erlangt, so ist es zweck 
mäßig, wenn die Vereine zu einer Großhandelsgenossenschaft zusammentreten. Wie 
der einzelne Konsumverein seine Mitglieder von den Diensten und Preisaufschlägen 
des kleinen Detailhändlers befreit, so macht die Großhandelsgenossenschaft die Vereine 
von der Vermittlung des Großhandels unabhängig. Unmittelbare Beziehungen zu 
den Produzenten werden angeknüpft, ja unter Umständen eigene Produktionsbetriebe 
eröffnet. Die Erfahrung lehrt, daß Großhandelsvereinigungen dort, wo es sich um 
qualitativ wenig differenzierte, einem ständigen Bedarfe entsprechende Massengüter 
handelt, die Produktion mit Erfolg betreiben können. 
Wenn man den Konsumvereinen vorwirft, daß sie den Kleinhandel zugrunde 
richten oder mindestens empfindlich schädigen, so läßt sich nicht leugnen, daß große 
Fortschritte der Bewegung diese Wirkung hervorrufen. Trotzdem kann es von einem 
allgemeinen Standpunkte aus nicht gerechtfertigt werden, wenn der Versuch unter 
nommen wird, die Konsumvereine deshalb durch Sondersteuern oder Boykottierung 
zu unterdrücken. Namentlich im Deutschen Reiche, wo teils durch hohe Zölle, teils 
durch die immer mächtiger werdenden Kartelle eine schwere Bedrohung der Konsu 
menteninteressen besteht, läßt sich viel eher eine Beförderung als eine Erschwerung 
der Konsumvereine aus allgemeinen Erwägungen befürworten. Die Vereine stellen 
eine vollkommenere Organisation des Verteilungsgeschäftes dar und müssen ebenso 
sehr als wirtschaftlicher wie als sozialer Fortschritt gewürdigt werden. Je weniger 
objektiven Aufwand die Verteilung in Anspruch nimmt, desto mehr Kräfte bleiben 
der Produktion erhalten, und desto reichlicher kann die Güterversorgung überhaupt 
ausfallen. Der Stand der kleinen Krämer hat ebensowenig ein unantastbares Recht 
auf die Erhaltung seiner Erwerbsgelegenheit, als es Handwerker und Arbeiter besitzen, 
denen die Einführung von Maschinen die Beschäftigung entzieht. Da überdies die 
Entfaltung der Konsumvereine sehr allmählich vor sich geht, so besitzt der Kleinhandel 
ausreichende Zeit, um diesen Veränderungen Rechnung zu tragen. 
Ein anderer Vorwurf, der namentlich von Ferdinand Lassalle den Konsum 
vereinen gemacht wurde, ging dahin, daß sie nicht imstande seien, der Arbeiterklasse 
eine tatsächliche Verbesserung zu verschaffen, weil im Verhältnisse zu der von ihnen 
bewirkten Verbilligung der Lebenshaltung auch die Löhne heruntergehen würden. 
Die Beobachtung zeigt aber, daß die Konsumvereine in noch höherem Grade, als sie 
die Lebensmittel verbilligen, die Lebensansprüche der Arbeiter steigern. Die Arbeiter 
geben infolge der Konsumvereine in der Regel nicht weniger für Lebensmittel aus, 
sie konsumieren mehr und vor allem in besserer Qualität. Weit entfernt, den stunckurck 
vk life herunterzudrücken, tragen sie gerade viel zur Verfeinerung des Geschmackes 
und Erhöhung der Bedürfnisse bei. Im übrigen würde selbst dann, wenn die Kon 
sumvereine eine absolute Verminderung der Ausgaben für Lebensmittel bewirken 
sollten, ein Sinken des Lohnes wenigstens nicht für diejenigen Arbeiter eintreten,
	        

Download

Download

Here you will find download options and citation links to the record and current image.

Monograph

METS MARC XML Dublin Core RIS Mirador ALTO TEI Full text PDF EPUB DFG-Viewer Back to EconBiz
TOC

Chapter

PDF RIS

This page

PDF ALTO TEI Full text
Download

Image fragment

Link to the viewer page with highlighted frame Link to IIIF image fragment

Citation links

Citation links

Monograph

To quote this record the following variants are available:
URN:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

Chapter

To quote this structural element, the following variants are available:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

This page

To quote this image the following variants are available:
URN:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

Citation recommendation

Volkswirtschaftliches Quellenbuch. Verlag von A. W. Zickfeldt, 1913.
Please check the citation before using it.

Image manipulation tools

Tools not available

Share image region

Use the mouse to select the image area you want to share.
Please select which information should be copied to the clipboard by clicking on the link:
  • Link to the viewer page with highlighted frame
  • Link to IIIF image fragment

Contact

Have you found an error? Do you have any suggestions for making our service even better or any other questions about this page? Please write to us and we'll make sure we get back to you.

Which word does not fit into the series: car green bus train:

I hereby confirm the use of my personal data within the context of the enquiry made.