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Volkswirtschaftliches Quellenbuch

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Bibliographic data

fullscreen: Volkswirtschaftliches Quellenbuch

Monograph

Identifikator:
890771383
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-10133
Document type:
Monograph
Author:
Mollat, Georg http://d-nb.info/gnd/139428143
Title:
Volkswirtschaftliches Quellenbuch
Edition:
Vierte, erweiterte und vermehrte Auflage
Place of publication:
Osterwieck/Harz
Publisher:
Verlag von A. W. Zickfeldt
Year of publication:
1913
Scope:
1 Online-Ressource (XXVIII, 654 Seiten)
Digitisation:
2017
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Zweiter Teil. Handel
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Volkswirtschaftliches Quellenbuch
  • Title page
  • Autorenverzeichnis
  • Contents
  • Erster Teil. Deutsche Volkswirte, Kaufleute und Industrielle
  • Zweiter Teil. Handel
  • Dritter Teil. Industrie
  • Vierter Teil. Weltwirtschaft und Handelspolitik
  • Fünfter Teil. Verkehr
  • Sechster Teil. Volkswirtschaftliche Zustände in den Vereinigten Staaten von Amerika
  • Index

Full text

216 
Zweiter Teil. Handel. IX. Märkte und Messen. 
ist, sondern daß der Umfang und das Anwachsen dieser Zurückdrängung sehr wohl 
berechtigt, die Frage: „Gibt es eine Notlage des Kleinhandels?" zu bejahen. 
Obige Gegenüberstellung der Veränderungen, welche auf dem Gebiete des 
Detailhandels sich in den letzten Jahrzehnten vollzogen haben, erweist aber außer der 
Beseitigung der Konsumentenversorgung ausschließlich durch die Klein-Detaillisten 
noch weiter die Tatsache, daß die Grundsätze der Geschäftsführung von Detail 
geschäften nicht mehr die gleichen sind, nicht mehr allgemein feststehen. Die Methode, 
einzelne Waren plötzlich in großen Mengen billigst anzubieten, macht es dem 
Klein-Detaillisten unmöglich, in dem betreffenden Artikel ein reguläres, d. h. 
dauerndes Geschäft aufrecht zu erhalten. Die Gepflogenheit gewisser Warenhäuser, 
immer nur die gangbarsten Artikel einer Branche zu führen, macht es den Klein- 
Detaillisten, welche naturgemäß auch die weniger gangbaren Artikel ihres Geschäfts 
zweiges halten müssen, sehr schwer, sich im Wettbewerb erfolgreich zu behaupten. 
Das Feilbieten gewisser, der Preislage nach allgemein bekannter Waren (sog. Lock 
vögel) zum Selbstkostenpreise oder sogar mit Verlust behufs Heranziehung großer 
Käufermassen entzieht dem Klein-Detaillisten nicht nur die weitere Verwertung dieser 
Artikel, sondern entfremdet zugleich damit ihm auch eine große Zahl von Kunden 
überhaupt. Ferner liegt es auf der Hand, daß die ausschließliche Beschäftigung mit 
einem einzigen Artikel einer Branche (in Spezialgeschäften mit Kaffee, Kinder 
kleidern, Damenmänteln) zu einer gewissen Überlegenheit auf diesem Gebiet führt, 
— diese Geschäfte entziehen also einen weiteren Teil des Umsatzes den alten Klein- 
Detaillisten. Auch dürften im allgemeinen diejenigen im modernen Detailhandel nicht 
mehr seltenen Geschäfte, in denen man durch die große Höhe oder die große Schnellig 
keit des Umsatzes erfolgreich einen Vorsprung zu gewinnen weiß, den Klein- 
Detaillisten manchen Weg zu einer Kundschaft abgraben. 
Die Zurückdrängung des altgewohnten Klein-Detailhandels ist also nicht nur 
zurückzuführen auf gewisse Konkurrenten, die neben den Klein-Detailhändlern an 
der Versorgung der Konsumenten nunmehr teilnehmen (z. B. Konsumvereine, Waren 
häuser und andere Groß-Detailhandlungen, Industriebetriebe), sondern auch daraus, 
daß es auch im Gewände des Klein-Detailgeschäftes Betriebe gibt, welche die bis 
her allgemein bestehenden geschäftlichen Grundlagen einreihen helfen. 
Es ist also den alten Detailgeschäften, deren Hauptmerkmale in ihrer 
kapitalistischen (und zwar kleinkapitalistischen) Organisation und in der Zusammen 
fassung aller Waren einer Branche bestehen, sowohl von außerhalb — durch 
Konsumvereine und großkapitalistische Geschäfte — als auch von innerhalb aus 
ihren eigenen Reihen ein großer Teil des Bodens abgegraben worden. 
IX. Markte und Reffen. 
1. Markt und Geld bei den Naturvölkern. 
Von K a r l B ü ch e r. 
Bücher, Die Wirtschaft der Naturvölker. In: Die Entstehung der Volkswirtschaft. 
Vorträge und Versuche, 8. Ausl. Tübingen, H. Laupp, 1911. S. 66—70. 
Die Märkte werden übereinstimmend bei Negern, Indianern und Poly 
nesiern an den Stammesgrenzen auf freien Plätzen, oft mitten im Urwald, abgehalten. 
Sie sind neutrale Gebiete, auf welchen alle Stammesfeindschaften ruhen müssen;
	        

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Volkswirtschaftliches Quellenbuch. Verlag von A. W. Zickfeldt, 1913.
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