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Volkswirtschaftliches Quellenbuch

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Bibliographic data

fullscreen: Volkswirtschaftliches Quellenbuch

Monograph

Identifikator:
890771383
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-10133
Document type:
Monograph
Author:
Mollat, Georg http://d-nb.info/gnd/139428143
Title:
Volkswirtschaftliches Quellenbuch
Edition:
Vierte, erweiterte und vermehrte Auflage
Place of publication:
Osterwieck/Harz
Publisher:
Verlag von A. W. Zickfeldt
Year of publication:
1913
Scope:
1 Online-Ressource (XXVIII, 654 Seiten)
Digitisation:
2017
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Zweiter Teil. Handel
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Volkswirtschaftliches Quellenbuch
  • Title page
  • Autorenverzeichnis
  • Contents
  • Erster Teil. Deutsche Volkswirte, Kaufleute und Industrielle
  • Zweiter Teil. Handel
  • Dritter Teil. Industrie
  • Vierter Teil. Weltwirtschaft und Handelspolitik
  • Fünfter Teil. Verkehr
  • Sechster Teil. Volkswirtschaftliche Zustände in den Vereinigten Staaten von Amerika
  • Index

Full text

262 
Zweiter Teil. Handel. XI. Geldwesen und Kapitalismus. 
4. Der Silberbergbau in Mexiko. 
Von Hermann Paasch e. 
Paasche, Kultur- und Reiseskizzen aus Nord- und Mittel-Amerika. Magdeburg, Albert 
Rathke, 1894. S. 306—310. 
So wie in Mexiko der Landbau vielfach noch in der alten Weise mit dem 
uralten, hölzernen Pflug, dem Holzbalken als Egge, dem zweiräderigen hölzernen 
Karren und dem Ochsenjoch betrieben wird, so ist auch der Silberbergbau vielfach 
noch mit den alten Arbeitsweisen und Geräten üblich, wie sie vor nahezu 400 Jahren 
ausgebildet wurden. Großartige Schachtanlagen, Fördermaschinen und Pumpwerke 
sind noch in der verschwindenden Minderheit, und es gibt noch immer ausgedehnte 
Gruben, auf denen das schwere Erz auf dem Rücken der Peonen sd. i. der Tage 
löhners an das Tageslicht gefördert wird auf Leitern, die nichts sind als Holz 
stämme, in welche tiefe Einschnitte gemacht sind, um den nackten Füßen der Indios 
Halt zu bieten. 
Die Schächte sind gewöhnlich nicht tief, der Wasserzufluß kann recht oft mit 
Handpumpen bewältigt werden, die Kohlen sind übermäßig teuer, — 10 Dollars pro t 
— und die Maultiere und Esel, die man zum Transport derselben zu den unzu 
gänglichen Minen gebrauchen würde, können viel vorteilhafter zum Drehen der Göpel 
und Seilwerke verwendet werden, mit denen man die Förderung besorgt. 
So steigen denn die Bergleute noch recht häufig, selbst in großen Minen, auf 
den alten Holzleitern in die Tiefe, Talglichte dienen ihnen zur Erleuchtung der 
düsteren Gänge, von einem Verzimmern ist bei der Festigkeit des Gesteins keine 
Rede, und an Ventilation oder dergleichen denkt niemand. 
Das Erz wird in rohe Ochsenhäute geschüttet, die mit Riemen und Stricken 
zusammengeschnürt werden, und an langen, mächtigen Seilen windet man durch 
Göpelbetrieb die mit etwa 3 Zentnern Erz gefüllten Tierbälge herauf, um sie dann 
in kleinen Eisenbahnwagen aus dem horizontal verlaufenden Stollen ans Tageslicht 
zu befördern, — eine höchst primitive, aber, wie man behauptei, oft noch recht 
lohnende Arbeitsweise, da es sich bei so wertvollem Rohstoff immer nur um verhältnis 
mäßig kleine Mengen handelt und für deren Bewältigung vervollkommnete Be 
förderungsmittel keineswegs immer vorteilhaft sind. 
Maultiere und Esel nehmen das Erz, wenn es beim Schacht zerschlagen und 
gewaschen und nach seiner Güte ausgesucht ist, auf den Rücken und schleppen ihre 
Karga, gleich 3 Zentner, auf den miserabelsten Saumpfaden zu Tal zur hacienda 
de beneficio, zur Hütte. 
Drahtseil- oder Feldbahnen anzulegen, ist bei der Zerklüftung des Terrains nur 
selten möglich, und die armen Langohren sind bei ihrer bekannten Genügsamkeit und 
Zähigkeit immer noch die billigsten Transportmittel. Man braucht ihretwegen nicht 
einmal den Weg anzulegen oder zu verbessern, sie klettern über Stock und Stein, 
bergauf, bergab, und schaut man von einem freien Platze der Stadt zu den Bergen 
hinauf, so sieht man allenthalben diese unentbehrlichen Lasttiere in langen Reihen an 
den Hängen herumklettern und das edle Metall zu Tal schleppen. 
Die haciendas de beneficio sind meist am fließenden Wasser am Abhang 
gelegen: aus den alten Zeiten der ladrones her noch mit hohen Mauern, Türmen 
und Schießscharten versehen, gleichen sie kleinen mittelalterlichen Festungen, und 
mittelalterlich ist auch die Art und Weise, wie in den älteren von ihnen noch immer 
gearbeitet wird. 
Das Erz kommt zuerst in große, alte Mühlen, um es oberflächlich zu zerkleinern. 
Drei Pferdchen ziehen, im engen Kreise herumlaufend, direkt an dem Balken, um den
	        

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Volkswirtschaftliches Quellenbuch. Verlag von A. W. Zickfeldt, 1913.
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