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Volkswirtschaftliches Quellenbuch

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Bibliographic data

fullscreen: Volkswirtschaftliches Quellenbuch

Monograph

Identifikator:
890771383
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-10133
Document type:
Monograph
Author:
Mollat, Georg http://d-nb.info/gnd/139428143
Title:
Volkswirtschaftliches Quellenbuch
Edition:
Vierte, erweiterte und vermehrte Auflage
Place of publication:
Osterwieck/Harz
Publisher:
Verlag von A. W. Zickfeldt
Year of publication:
1913
Scope:
1 Online-Ressource (XXVIII, 654 Seiten)
Digitisation:
2017
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Zweiter Teil. Handel
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Volkswirtschaftliches Quellenbuch
  • Title page
  • Autorenverzeichnis
  • Contents
  • Erster Teil. Deutsche Volkswirte, Kaufleute und Industrielle
  • Zweiter Teil. Handel
  • Dritter Teil. Industrie
  • Vierter Teil. Weltwirtschaft und Handelspolitik
  • Fünfter Teil. Verkehr
  • Sechster Teil. Volkswirtschaftliche Zustände in den Vereinigten Staaten von Amerika
  • Index

Full text

282 
Zweiter Teil. Handel. XII. Bankwesen. 
wird ein Umlaufsmittel geschaffen, das wenigstens für größere und mittlere 
Zahlungen viel bequemer als Münze ist und viel Arbeit und Kosten der Aufbe 
wahrung, des Hantierens, Zählens, Transports des Geldes erspart. Es wird ferner 
ein Teil desjenigen Nationalkapitals, das in dem Münzvorrat gebunden ist, für 
andere Zwecke disponibel. 
Zu jenen beiden Vorteilen kommt aber ein sehr wichtiger weiterer, der die 
Entscheidung für die Emission (bankmäßig gedeckter), wirklicher Banknoten und 
gegen die Pläne des Ersatzes derselben durch ganz oder für eine bestimmte Quote 
bar gedeckte „Geldscheine" gibt: nur die Banknotenemission kann sich von allen 
Krediteinrichtungen dem wechselnden Stande des Kredits, d. h. hier speziell dem 
Wechsel des allgemeinen Vertrauensmoments und des allgemeinen Bedürfnisses 
nach Darlehen und Umlaufsmitteln sicher, bequem und unbedenklich anpassen; nur 
sie vermag namentlich wegen der Stellung und Funktion der Banknote im Verkehr 
die Lücke im Kreditverkehr auszufüllen, welche sich regelmäßig in politischen und 
wirtschaftlichen Krisen durch die Stockung der gewöhnlichen Kreditgeschäfte zeigt; 
nur die Banknoten-Emission und -Zirkulation kann sich auch dem zeitlichen und 
örtlichen Wechsel des Bedarfs an Umlaufsmitteln, insbesondere an Metallgeld im 
Verkehr, der Folge periodischer Vorgänge in der Volkswirtschaft, genügend an 
schmiegen und so sonst unvermeidliche Störungen der allgemeinen wirtschaftlichen 
Bewegung verhüten. In allen diesen Funktionen vermag auch ein Depositenbank 
wesen vervollkommnetster Technik das Zettelbankwesen nicht ausreichend zu ersetzen. 
Es handelt sich bei diesen Funktionen aber keineswegs um Klasseninteressen, z. B. 
der den Bankkredit mit Hilfe der Notenemission erhaltenden Geschäftskreise, wenn 
die letzteren auch öfters die Nächst-Jnteressierten dabei sind, sondern es handelt sich 
um allgemeinste Interessen des gesamten volkswirtschaftlichen Verkehrs in unseren 
eben einmal wesentlich privatwirtschaftlich organisierten Volkswirtschaften. Hier 
muß man auch im Interesse der „Kleinen" (Arbeiter, Handwerker, kleine Kaufleute) 
die „Großen", die „Spitzen" (große Bank-, Handels-, Fabrikfirmen) halten. Die 
Banknotenausgabe ist mithin ein notwendiges und heilsames Glied moderner Kredit 
wirtschaft. 
Für die Organisation des Zettelbankwesens folgt aus dem Dargelegten, 
daß eine solche erstrebt werden muß, welche jene spezifische Funktion der Noten 
ausgabe besonders günstig sich gestalten läßt. Hier hat wohl die Zentralisation 
der Notenausgabe besondere Vorzüge. Denn wenn auch das dezentralisierte Zettel 
bankwesen, wie z. B. in Schottland, den periodischen Bewegungen des volkswirt 
schaftlichen Bedarfs an Umlaufsmitteln gut zu entsprechen vermag, so steht ihm 
darin die große Zentralbank mit einem Netze von Filialen kaum nach, während 
ein solches Institut in Krisen mit seinen akkreditierten Noten am besten „vor dem 
Riß stehen" kann. 
4. Die Bedeutung des Scheckverkehrs. 
Von Friedrich Thorwart. 
T h o r w a r t, Die Bedeutung des Scheckverkehrs. Vortrag. In: Mitteilungen der 
Handelskammer Frankfurt a. M. Herausgegeben von Trumpler. 29. Jahrgang. Frankfurt 
a. M., April 1907. S. 3 ff. 
In England ist es gebräuchlich, daß jedermann, sei er nun Kaufmann oder 
Gewerbetreibender, Privatmann oder Beamter, das Geld, das er nicht für seinen 
täglichen Bedarf benötigt, einem Bankier übergibt, der dieses Geld der Volkswirt-
	        

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Volkswirtschaftliches Quellenbuch. Verlag von A. W. Zickfeldt, 1913.
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