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Volkswirtschaftliches Quellenbuch

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Bibliographic data

fullscreen: Volkswirtschaftliches Quellenbuch

Monograph

Identifikator:
890771383
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-10133
Document type:
Monograph
Author:
Mollat, Georg http://d-nb.info/gnd/139428143
Title:
Volkswirtschaftliches Quellenbuch
Edition:
Vierte, erweiterte und vermehrte Auflage
Place of publication:
Osterwieck/Harz
Publisher:
Verlag von A. W. Zickfeldt
Year of publication:
1913
Scope:
1 Online-Ressource (XXVIII, 654 Seiten)
Digitisation:
2017
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Zweiter Teil. Handel
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Volkswirtschaftliches Quellenbuch
  • Title page
  • Autorenverzeichnis
  • Contents
  • Erster Teil. Deutsche Volkswirte, Kaufleute und Industrielle
  • Zweiter Teil. Handel
  • Dritter Teil. Industrie
  • Vierter Teil. Weltwirtschaft und Handelspolitik
  • Fünfter Teil. Verkehr
  • Sechster Teil. Volkswirtschaftliche Zustände in den Vereinigten Staaten von Amerika
  • Index

Full text

286 
Zweiter Teil. Handel. XII. Bankwesen. 
1911 die Zahl der Kontoinhaber auf 62 466 und ihr Guthaben auf 139,7 Millionen M, während 
der Gesamtumsatz im Jahre 1911 25117,3 Millionen M betrug: davon entfielen auf Gut 
schriften 12 581,5 und auf Lastschriften 12 535,8 Millionen M. Auf ein Postscheckkonto kamen 
im Jahre 1911 durchschnittlich 1425 Gut- und Lastschriften über 443 222 Ji sowie ein Gut 
haben von 2997 cU. 
(Zusatz von G. M.) 
S. Das deutsche Geld- und Bankwesen 
vor der Reichsgründung. 
Vom Reichsbankdirektorium. 
Die Reichsbank 1876—1900. Jena, Kommissionsverlag von Gustav Fischer, 11900]. 
S. 1—4. 
Das neugegründete Deutsche Reich fand an der Ordnung des Münz-, Papier 
geld- und Banknotenwesens eine ebenso dringliche wie schwierige Aufgabe vor. Die 
Nachteile der politischen Zersplitterung Deutschlands waren wohl auf keinem Ge 
biete der gesamten Volkswirtschaft so scharf hervorgetreten wie auf diesem; auf 
keinem wirtschaftlichen Gebiete stellte die politische Einigung größere Vorteile in 
Aussicht. 
Während der Zollverein den größten Teil Deutschlands zu einer handels 
politischen Einheit in glücklicher Weise zusammengefaßt hatte, waren gleichartige Be 
strebungen auf dem Gebiete des Geldwesens nur von bescheidenem und auf dem 
Gebiete des Bankwesens überhaupt von keinem Erfolg gewesen. 
Der am meisten beklagte übelstand war die Vielheit und Verschiedenheit der in 
den einzelnen Territorien geltenden Münzsysteme (im ganzen sieben) sowie das Fehlen 
eines ausreichenden und geordneten Umlaufs von Goldmünzen. Dieser letztere 
Mangel hatte seinen Grund in der Währungsverfassung. Alle deutschen Staaten, 
mit einziger Ausnahme der Freien Stadt Bremen, deren Geldsystem auf der Gold 
währung beruhte, hatten Silberwährung. Goldmünzen befanden sich also nur in 
beschränktem Umfang und mit schwankendem Kurse im Umlauf. Infolge der allge 
meinen wirtschaftlichen Entwickelung war jedoch in den letzten zwei Jahrzehnten vor 
der Errichtung des Reichs das Bedürfnis nach einem bequemeren Zahlungsmittel 
für mittlere und größere Beträge erheblich gewachsen; das Silbergeld wurde für 
solche Zahlungen immer mehr als lästig und unbequem empfunden. 
Dieses Bedürfnis hatte zur Folge, daß der Umlauf von papiernen Geld 
zeichen, und zwar nicht nur von Staatspapiergeld, sondern auch von Banknoten 
einen übergroßen Umfang annahm. 
Zwar bestand in Deutschland keine sog. „Bankfreiheit", die Errichtung von 
Notenbanken durfte nur auf Grund einer staatlichen Konzession erfolgen; aber tat 
sächlich wurden, besonders in einer Anzahl kleinerer Staaten, zahlreiche Banken mit 
sehr weitem oder gar unbegrenztem Recht der Notenausgabe konzessioniert, die von 
vornherein darauf angelegt waren, ihren Geschäftsbetrieb und ihre Notenausgabe 
über das Gebiet des konzessionierenden Staates hinaus auf die angrenzenden deutschen 
Territorien zu erstrecken. 
So bestanden vor der Gründung des Reiches in Deutschland 31 Notenbanken, 
für welche von den einzelnen Staaten ganz verschiedenartige Bestimmungen getroffen 
waren, und deren Statuten erheblich voneinander abwichen. 
Eine große Anzahl dieser Banken war bestrebt, das Recht der Notenausgabe 
möglichst weit auszunutzen, also möglichst viele Noten in Umlauf zu setzen. Da 
erfahrungsgemäß Noten, die auf kleine Beträge lauten, seltener zur Einlösung an
	        

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Volkswirtschaftliches Quellenbuch. Verlag von A. W. Zickfeldt, 1913.
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