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Volkswirtschaftliches Quellenbuch

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Bibliographic data

fullscreen: Volkswirtschaftliches Quellenbuch

Monograph

Identifikator:
890771383
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-10133
Document type:
Monograph
Author:
Mollat, Georg http://d-nb.info/gnd/139428143
Title:
Volkswirtschaftliches Quellenbuch
Edition:
Vierte, erweiterte und vermehrte Auflage
Place of publication:
Osterwieck/Harz
Publisher:
Verlag von A. W. Zickfeldt
Year of publication:
1913
Scope:
1 Online-Ressource (XXVIII, 654 Seiten)
Digitisation:
2017
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Zweiter Teil. Handel
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Volkswirtschaftliches Quellenbuch
  • Title page
  • Autorenverzeichnis
  • Contents
  • Erster Teil. Deutsche Volkswirte, Kaufleute und Industrielle
  • Zweiter Teil. Handel
  • Dritter Teil. Industrie
  • Vierter Teil. Weltwirtschaft und Handelspolitik
  • Fünfter Teil. Verkehr
  • Sechster Teil. Volkswirtschaftliche Zustände in den Vereinigten Staaten von Amerika
  • Index

Full text

2. Zur Geschichte und Charakteristik des Versicherungswesens. 313 
Kontinent, insbesondere in Deutschland, zu einer ganz anderen Entwickelung der 
Feuerversicherung geführt hat als in England selbst. Hier brachte er die Einführung 
vieler mächtiger Aktienunternehmungen, bei uns die Verwirklichung der von zahl 
reichen Schriftstellern geforderten öffentlichen Feuerversicherung, als deren erstes 
Unternehmen die Hamburger General-Feuerkasse vom Jahre 1677 zu bezeichnen ist. 
Das Beispiel Hamburgs nachzuahmen, mißlang dem Großen Kurfürsten. Dagegen 
wurden in Preußen eine Reihe Sozietäten mit örtlich begrenztem Gebiet errichtet, 
die erste 1718 in Berlin. 
Die Gründung zahlreicher weiterer Sozietäten wurde namentlich unter Friedrich 
dem Großen mit vielem Eifer betrieben. Es waren die Gedanken des Merkantilis 
mus, welche das Entstehen der öffentlichen Feuerversicherung in Deutschland be 
wirkten. Mit dem Aufkommen individualistischer Grundsätze entstanden in Deutsch 
land, zumal England ein geeignetes Vorbild bot, gegenüber den öffentlichen Anstalten 
private Aktiengesellschaften. Die erste wurde 1812 in Berlin errichtet. 1821 ent 
stand die erste moderne große Feuerversicherungsanstalt auf Gegenseitigkeit in 
Deutschland, die Gothaer Feuerversicherungsbank. Zunächst machten sich die private 
und die öffentliche Organisation der Feuerversicherung keinen wesentlichen Wett 
bewerb, weil letztere fast nur die Jmmobiliar-, erstere nur die Mobiliarversicherung 
betrieb. Um so schärfer wurde der Wettbewerb im weiteren Verlaus der Ent 
wickelung. 
Wenn die moderne Lebensversicherung erst um nahezu 100 Jahre 
später entstanden ist als die See- und Feuerversicherung moderner Art, so liegt dies 
einmal an dem Umstand, daß die Lebensversicherung weit mehr als die Feuer- und 
Seeversicherung auf wissenschaftlichen Grundlagen aufgebaut ist, alsdann aber wurde 
ihre Ausbildung durch die Gesetzgebung früherer Jahrhunderte gehindert, welche 
Zinsennehmen, Spiel und Wette verbot und die Lebensversicherung zufolge ihrer 
oft geradezu verbrecherischen Auswüchse nicht immer mit Unrecht als Wette oder 
gemeingefährliche Spekulation ansah. 
Alle Lebensversicherungspläne und -versuche bis nahe an das Ende des 
18. Jahrhunderts, die zahlreichen Kassen von geistlichen Bruderschaften, der Frei 
maurerorden, Knappschaften usw. entbehrten desjenigen Moments, welches allein 
imstande ist, einen rationellen Betrieb zu ermöglichen: genauer mathematisch- 
statistischer Grundlagen, der Sterblichkeitsforschung. Erst hierauf konnte sich die 
Lebensversicherungsanstalt modernen Gepräges erheben. 
Die Wiege der modernen Lebensversicherung hat in England, in London ge 
standen, und zwar ist die im Jahre 1762 gegründete Equitable Society die erste 
auf wissenschaftlichen Prinzipien beruhende Lebensversicherungsanstalt im modernen 
Sinne. Die vorher ins Leben getretenen Tontinengesellschaften (bei denen das am 
längsten lebende Mitglied die Einlagen der übrigen erbte) und sonstige Einrichtungen 
sind als Versicherungen nicht zu betrachten. Nach Gründung der Equitable steigt 
die Zahl der englischen Lebensversicherungsgesellschaften unaufhörlich. 1830 zählt 
England bereits 35 größere Anstalten, darunter eine große Zahl unsolider Grün 
dungen. 
Die Entstehung des Lebensversicherungsgewerbes in Deutschland ist auf drei 
Ursachen zurückzuführen: auf das fortgesetzte Zusammenbrechen zahlreicher kleiner 
Sterbekassen, auf die Beeinflussung durch die englischen Beispiele und auf die Rege 
lung der Versicherung durch das Preußische Landrecht von 1794. 
Der erste Versuch der Errichtung einer Lebensversicherungsanstalt in Deutsch 
land wurde 1806 in Hamburg unternommen. An die Jahre 1828/29 knüpft sich die 
Entstehung der ersten deutschen Versicherungsanstalt, der Lebensversicherungsbank 
für Deutschland zu Gotha (jetzt Gothaer Lebensvtzrsicherungsbank a. G.). Um den
	        

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Volkswirtschaftliches Quellenbuch. Verlag von A. W. Zickfeldt, 1913.
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