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Volkswirtschaftliches Quellenbuch

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Bibliographic data

fullscreen: Volkswirtschaftliches Quellenbuch

Monograph

Identifikator:
890771383
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-10133
Document type:
Monograph
Author:
Mollat, Georg http://d-nb.info/gnd/139428143
Title:
Volkswirtschaftliches Quellenbuch
Edition:
Vierte, erweiterte und vermehrte Auflage
Place of publication:
Osterwieck/Harz
Publisher:
Verlag von A. W. Zickfeldt
Year of publication:
1913
Scope:
1 Online-Ressource (XXVIII, 654 Seiten)
Digitisation:
2017
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Zweiter Teil. Handel
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Volkswirtschaftliches Quellenbuch
  • Title page
  • Autorenverzeichnis
  • Contents
  • Erster Teil. Deutsche Volkswirte, Kaufleute und Industrielle
  • Zweiter Teil. Handel
  • Dritter Teil. Industrie
  • Vierter Teil. Weltwirtschaft und Handelspolitik
  • Fünfter Teil. Verkehr
  • Sechster Teil. Volkswirtschaftliche Zustände in den Vereinigten Staaten von Amerika
  • Index

Full text

314 
Zweiter Teil. Handel. XIII. Versicherungswesen. 
Rang, die erste Lebensversicherungsanstalt gewesen zu sein, kämpft freilich mit der 
Gothaer die Deutsche Lebensversicherungsgesellschaft in Lübeck. 
Frankreich ist dasjenige Land, in welchem die erste Lebensversicherungsanstalt 
auf dem Kontinent anzutreffen ist. Es ist die 1787 gegründete Compagnie Royale 
d’Assurances, eine Aktiengesellschaft in getreuer Nachbildung englischen Musters. 
Von Frankreich aus kam die moderne Lebensversicherung 1826 nach Italien und den 
anderen romanischen Ländern. Über Deutschland gelangte sie 1822 nach Österreich. 
Heute entbehrt kein Kulturstaat mehr eigener Lebensversicherungsanstalten. 
Das letzte Drittel des 18. Jahrhunderts bringt auch das Aufkommen der 
Hagelversicherung und der Viehversicherung. Die Entwickelung der 
Hagelversicherung fällt zeitlich ungefähr zusammen mit der Befreiung des Grund 
besitzes aus der jahrhundertelangen Gebundenheit, der Zunahme des Kapitalauf 
wandes, der Steigerung des Rohertrags der Felder, der hierdurch bedingten Er 
höhung des etwaigen Verlustes durch Verhagelung, der Zunahme wirtschaftlicher Ein 
sicht und Selbständigkeit, der Verallgemeinerung der Geld- und Kreditwirtschaft. 
Ihre Heimat soll die Hagelversicherung in Frankreich haben, von wo sie nach Groß 
britannien gekommen ist. In Deutschland ist die erste Hagelversicherungsgesellschast 
in Braunschweig 1791 gegründet worden. 
In ähnlichen engen Zusammenhang mit der Intensivierung der Landwirtschaft 
ist das Entstehen der modernen Viehversicherung zu bringen. Denn bei der 
wachsenden Bedeutung der Landwirtschaft nahm die Tierzucht zu, und im Zu 
sammenhang hierinit die Tierseuche, insbesondere die Rinderpest. Der Verlust, den 
diese in den Jahren 1740—1750 in Europa verursachte, wird allein aus über 
3 Millionen Rinder geschätzt. Friedrich der Große war es, welcher 1765 die erste 
Viehversicherungsanstalt in Schlesien ins Leben rief. 
Das verfeinerte Wirtschaftsleben, wie es das 19. Jahrhundert in seiner zweiten 
Hälfte bietet, bringt zahlreiche neue Kulturerrungenschaften, Lebensgewohnheiten, 
welche neue Gefahren, neue Bedürfnisse wachrufen. Man denke nur an die Aus 
breitung der Eisenbahnen; die Zunahme fabrikmäßiger Produktionsweise und die 
hierdurch bedingte Haftpflicht der Unternehmer; die komfortable Bauweise, insbe 
sondere unter stärkerer Verwendung von Glasscheiben; die Einrichtung von Wasser 
leitungen in den Wohnhäusern: die Ausbreitung des Kredit- und Hypothekenwesens: 
das Aufkommen der Automobile und der Luftschiffe usw. Alle diese Neuerungen 
geben dem Versicherungsgedanken neuen Nährboden, und es entsteht eine Unfall 
versicherung seit 1845, eine Haftpflichtversicherung seit 1871, eine 
Glasversicherung, eine Wasserleitungsschäden Versicherung 
usw. Die Anhäufung der Risiken bei den Versicherungsanstalten macht wieder den 
Ausbau und die Verbreitung der Rückversicherung erforderlich, welche die 
Mitversicherung immer mehr verdrängt. 
Aber mehr noch als durch das Entstehen neuer Zweige wird die neue Epoche 
gekennzeichnet durch das Hineinwachsen der Privatversicherung in den modernen 
Großbetrieb. 
Man kann sich die Entwickelung dieser Epoche, in der wir noch stehen, am 
heften vielleicht veranschaulichen, wenn man sie in. Parallele setzt zur Entwickelung 
des Bankwesens und der Industrie. 
Der zahlreichen Umwandlung von Privatbanken in Aktiengesellschaften ent 
spricht das Verschwinden der Einzelversicherer und auch der Übergang von Gegen 
seitigkeitsanstalten in die Form des Aktienbetriebes. Daneben läßt sich eine zu 
nehmende Fusionierung und Kommanditierung feststellen. 
Dem mächtigen Emporsteigen der führenden Bankhäuser entspricht genau die 
ebenso schnelle und über alles Erwarten starke Entwickelung der führenden großen
	        

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Volkswirtschaftliches Quellenbuch. Verlag von A. W. Zickfeldt, 1913.
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