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Volkswirtschaftliches Quellenbuch

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Bibliographic data

fullscreen: Volkswirtschaftliches Quellenbuch

Monograph

Identifikator:
890771383
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-10133
Document type:
Monograph
Author:
Mollat, Georg http://d-nb.info/gnd/139428143
Title:
Volkswirtschaftliches Quellenbuch
Edition:
Vierte, erweiterte und vermehrte Auflage
Place of publication:
Osterwieck/Harz
Publisher:
Verlag von A. W. Zickfeldt
Year of publication:
1913
Scope:
1 Online-Ressource (XXVIII, 654 Seiten)
Digitisation:
2017
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Zweiter Teil. Handel
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Volkswirtschaftliches Quellenbuch
  • Title page
  • Autorenverzeichnis
  • Contents
  • Erster Teil. Deutsche Volkswirte, Kaufleute und Industrielle
  • Zweiter Teil. Handel
  • Dritter Teil. Industrie
  • Vierter Teil. Weltwirtschaft und Handelspolitik
  • Fünfter Teil. Verkehr
  • Sechster Teil. Volkswirtschaftliche Zustände in den Vereinigten Staaten von Amerika
  • Index

Full text

324 Zweiter Teil. Handel. XIV. Buch- und Zeitungswesen. 
lagen in Frankfurt, um die Kosten für den jedesmaligen Transport nach und von der 
Meßstadt zum Verlagsort zu sparen. Die selbständigen Buchführer aber suchten zu 
ihren Einkäufen natürlich auch mit Vorliebe die Meßstadt auf, wo sie die große 
Auswahl und Übersicht über die sämtlichen neuen Erscheinungen hatten, aus denen sie 
dann ihren eigenen Büchervorrat zusammenstellten. Neben diesem Verkauf an 
Zwischenhändler und Bücherliebhaber fand auf der Messe aber auch der Verkehr der 
Verleger untereinander statt. Hier wurden die Verlagsassoziationen geschlossen, hier 
ging der allerdings damals noch weniger entwickelte Tauschhandel vor sich, hier wurde 
mit den Druckern, Papierhändlern rc. Rücksprache genommen und neue Aufträge erteilt. 
Wie für den übrigen Handel, so war die Messe auch für den Buchhandel Zahlungs 
termin und Zahlungsort. Hier wurden die Schulden an die Drucker von den Verlegern 
oder an die Verleger von den Buchführern eingelöst. Die Messe bildete, wie Hase sich 
ausdrückt, „als Ort der Anbahnung und des Abschlusses größerer Geschäfte, als Ab 
rechnungsziel und Zahlstelle, die Grundlage des gemeinsamen geschäftlichen Verkehrs". 
Neben Frankfurt bildete sich von den siebziger Jahren des 15. Jahrhunderts an 
eine zweite Büchermesse aus, die zunächst mehr dem Verkehr des norddeutschen Buch 
handels diente, später aber auch für den süddeutschen Buchhandel von Bedeutung war, 
dagegen den internationalen Buchhandel nicht wie die Frankfurter in sich vereinigte. 
Es sind das die Messen der Stadt Leipzig, die in der späteren Geschichte des deutschen 
Buchhandels noch eine so hervorragende Rolle spielen sollten. Die Bedeutung der 
Leipziger Messe für den buchhändlerischen Verkehr verschwindet allerdings zunächst 
noch hinter derjenigen von Frankfurt a. M., besonders da der Norden noch einen relativ 
geringen Anteil an dem literarischen Leben Deutschlands im Gegensatz zum Süden 
hatte. Mit der Reformation erlitt aber dies Verhältnis eine Änderung, und mit der 
steigenden Bedeutung des Nordens für das deutsche Geistesleben gewinnt auch die 
Leipziger Messe einen wachsenden Einfluß auf den Verkehr des Buchhandels. 
Wie die Reformation auf das gesamte geistige Leben in Deutschland einen völlig 
umwälzenden Einfluß gehabt hat, so hat sie auch den mit der geistigen Kultur Schritt 
haltenden und von ihr abhängigen Buchhandel in neue Bahnen gelenkt, so daß wir 
mit dem Einsetzen der Reformation auch den Beginn einer neuen Epoche in der 
Geschichte des deutschen Buchhandels annehmen dürfen. War auch die Technik des 
Buchdrucks mit wenigen Änderungen die gleiche geblieben, so waren es jetzt der Inhalt 
der neuen Werke und der erweiterte Absatzkreis der Druckwerke, welcher eine erweiterte 
Vertriebstätigkeit mit sich brachte, die das Aussehen des bisherigen Bücherhandels 
veränderten. Während vorher die lateinisch geschriebenen Folianten die große Mehr 
zahl der Druckwerke ausmachten, gewinnt in der Folgezeit die deutsche Literatur mehr 
und mehr Platz auf dem Büchermarkt. Seit der Einführung der deutschen Schrift 
sprache in die Literatur durch Luther schämte sich auch bald die Gelehrtenwelt nicht 
mehr, sich bei der Abfassung ihrer Werke der deutschen Muttersprache zu bedienen, 
die zwar langsam, aber sicher die lateinische Sprache verdrängt. Reformation und 
Humanismus schufen durch ihre Streitschriften schon eine stattliche Anzahl von litera 
rischen Erscheinungen, die nach allen Seiten hin wieder Anregung zu produktiver 
geistiger Tätigkeit gaben, und so macht sich im deutschen Volke bald allenthalben ein 
ausgedehntes schriftstellerisches Schaffen auf allen Gebieten des Wissens bemerkbar. 
Hauptsächlich durch Luthers Flugschriften, welche in enormen Auflagen im deutschen 
Volke verbreitet wurden und für die Buchhändler eine Goldgrube waren, wurde das 
Lesebedürfnis im deutschen Volke geweckt und die Anteilnahme aller Stände am 
geistigen Leben gefördert. Schon äußerlich, am Format der Erscheinungen zeigt sich 
die Veränderung, indem die großen Folianten mehr und mehr durch handliche Bücher 
in kleinerem Format verdrängt werden, die sich überall leicht Eingang verschafften. 
Der deutsche Buchhandel paßte sich diesen veränderten Verhältnissen mit Freuden an
	        

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Volkswirtschaftliches Quellenbuch. Verlag von A. W. Zickfeldt, 1913.
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