Digitalisate EconBiz Logo Full screen
  • First image
  • Previous image
  • Next image
  • Last image
  • Show double pages
Use the mouse to select the image area you want to share.
Please select which information should be copied to the clipboard by clicking on the link:
  • Link to the viewer page with highlighted frame
  • Link to IIIF image fragment

Volkswirtschaftliches Quellenbuch

Access restriction


Copyright

The copyright and related rights status of this record has not been evaluated or is not clear. Please refer to the organization that has made the Item available for more information.

Bibliographic data

fullscreen: Volkswirtschaftliches Quellenbuch

Monograph

Identifikator:
890771383
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-10133
Document type:
Monograph
Author:
Mollat, Georg http://d-nb.info/gnd/139428143
Title:
Volkswirtschaftliches Quellenbuch
Edition:
Vierte, erweiterte und vermehrte Auflage
Place of publication:
Osterwieck/Harz
Publisher:
Verlag von A. W. Zickfeldt
Year of publication:
1913
Scope:
1 Online-Ressource (XXVIII, 654 Seiten)
Digitisation:
2017
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Zweiter Teil. Handel
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Volkswirtschaftliches Quellenbuch
  • Title page
  • Autorenverzeichnis
  • Contents
  • Erster Teil. Deutsche Volkswirte, Kaufleute und Industrielle
  • Zweiter Teil. Handel
  • Dritter Teil. Industrie
  • Vierter Teil. Weltwirtschaft und Handelspolitik
  • Fünfter Teil. Verkehr
  • Sechster Teil. Volkswirtschaftliche Zustände in den Vereinigten Staaten von Amerika
  • Index

Full text

326 Zweiter Teil. Handel. XIV. Buch- und Zeitungswesen. 
(Leipziger Zeitung), in England 1702 (Daily Courant), in Frankreich 1777 (Journal 
de Paris). 
Politische Tagesfragen in den Zeitungen zu besprechen und sie als Mittel zur 
Ausbreitung von Parteimeinungen zu benutzen, fing man zuerst in England während 
des Langen Parlaments und der Revolution von 1649 an. Später folgten die Nieder 
lande und ein Teil der deutschen Reichsstädte. In Frankreich vollzog sich der Um 
schwung erst zur Zeit der Großen Revolution, in den meisten anderen Staaten im 
19. Jahrhundert. Die Zeitungen wurden aus bloßen Nachrichtenpublikationsanstalten 
auch Träger und Leiter der öffentlichen Meinung und Kampfmittel der Parteipolitik. 
Dies hatte für die innere Organisation der Zeitungsunternehmung die Folge, 
daß sich zwischen die Nachrichtensammlung und die Nachrichtenpublikation ein neues 
Glied einschob: die Redaktion. Für den Zeitungsverleger aber hatte es die Be 
deutung, daß er aus einem Verkäufer neuer Nachrichten zugleich zu einem Händler mit 
öffentlicher Meinung wurde. 
Das hatte zunächst kein weiteres Bedenken, als daß der Verleger in den Stand 
gesetzt wurde, das Risiko feiner Unternehmung zum Teil auf eine Parteiorganisation, 
eine Jnteressentengruppe, eine Regierung abzuwälzen. Gefiel die Tendenz des Blattes 
den Lesern nicht, so hörten sie auf, es zu kaufen; ihr Bedürfnis blieb also doch in 
letzter Linie für den Inhalt der Zeitungen maßgebend. 
Die allmählich fortschreitende Verbreitung der gedruckten Zeitungen führte jedoch 
bald auch ihre Benutzung zu öffentlichen Bekanntmachungen der Behörden herbei, 
und daran schloß sich im ersten Viertel des 18. Jahrhunderts die Ausbildung des 
privaten Annoncenwesens. Dasselbe hat gegenwärtig durch die sog. Annoncen 
expeditionen eine ähnliche Organisation erlangt, wie die politische Nachrichten 
sammlung durch die Korrespondenzbureaus. 
Durch die Aufnahme des Jnferatenwefens geriet die Zeitung in eine eigentüm 
liche Zwitterstellung. Sie bringt für den Abonnementspreis nicht mehr bloß Nach 
richten und Ansichten zur Veröffentlichung, an die sich ein allgemeines Interesse knüpft, 
sondern sie dient auch dem Privatverkehr und dem Privatinteresse durch Anzeigen 
jeder Art, welche ihr speziell vergolten werden. Sie verkauft neue Nachrichten an 
ihre Leser, und sie verkauft ihren Leserkreis an jedes zahlungsfähige Privatinteresse. 
Auf demselben Blatte, oft auf derselben Seite, wo die höchsten Interessen der Mensch 
heit Vertretung finden oder doch finden sollten, treiben Käufer und Verkäufer in 
niedriger Gewinnsucht ihr Wesen, und für den Uneingeweihten ist es oft schwer genug, 
zu unterscheiden, wo das öffentliche Interesse aufhört, und wo das private anfängt. 
Das ist um so gefährlicher, als sich im Laufe des 19. Jahrhunderts der Inhalt 
des redaktionellen Teiles der Zeitungen fast über das ganze Gebiet allgemein mensch 
licher Interessen ausgedehnt hat. Die hohe Politik, die staatliche und kommunale Ver 
waltung, die Rechtspflege, die Kunst in allen ihren Äußerungen, die Technik, das 
wirtschaftliche, das soziale Leben in seinen mannigfachen Ausstrahlungen spiegeln sich 
in der Tagespresse ab; auch ein guter Teil der schöngeistigen und selbst der wissen 
schaftlichen Produktion mündet seit der Ausdehnung des Feuilletons in diesen großen 
Strom des sozialen Geisteslebens der Gegenwart aus. Die Publikationsform des 
Buches verliert — darüber dürfen wir uns am wenigsten täuschen — von Jahr zu 
Jahr an Boden. 
Die moderne Zeitung ist eine kapitalistische Unternehmung, sozusagen eine Neuig 
keitenfabrik, in welcher in mannigfach geteilter Arbeit eine große Zahl von Personen 
(Korrespondenten, Redakteure, Schriftsetzer, Korrektoren, Maschinenpersonal, An 
noncensammler, Expeditionsgehilfen, Boten) unter einheitlicher Leitung gegen Lohn 
beschäftigt werden, und die für einen unbekannten Leserkreis, von dem sie oft noch 
durch Zwischenglieder (Kolporteure, Postanstalten) getrennt ist, Ware erzeugt. Nicht
	        

Download

Download

Here you will find download options and citation links to the record and current image.

Monograph

METS MARC XML Dublin Core RIS Mirador ALTO TEI Full text PDF EPUB DFG-Viewer Back to EconBiz
TOC

Chapter

PDF RIS

This page

PDF ALTO TEI Full text
Download

Image fragment

Link to the viewer page with highlighted frame Link to IIIF image fragment

Citation links

Citation links

Monograph

To quote this record the following variants are available:
URN:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

Chapter

To quote this structural element, the following variants are available:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

This page

To quote this image the following variants are available:
URN:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

Citation recommendation

Volkswirtschaftliches Quellenbuch. Verlag von A. W. Zickfeldt, 1913.
Please check the citation before using it.

Image manipulation tools

Tools not available

Share image region

Use the mouse to select the image area you want to share.
Please select which information should be copied to the clipboard by clicking on the link:
  • Link to the viewer page with highlighted frame
  • Link to IIIF image fragment

Contact

Have you found an error? Do you have any suggestions for making our service even better or any other questions about this page? Please write to us and we'll make sure we get back to you.

What color is the blue sky?:

I hereby confirm the use of my personal data within the context of the enquiry made.