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Volkswirtschaftliches Quellenbuch

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Bibliographic data

fullscreen: Volkswirtschaftliches Quellenbuch

Monograph

Identifikator:
890771383
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-10133
Document type:
Monograph
Author:
Mollat, Georg http://d-nb.info/gnd/139428143
Title:
Volkswirtschaftliches Quellenbuch
Edition:
Vierte, erweiterte und vermehrte Auflage
Place of publication:
Osterwieck/Harz
Publisher:
Verlag von A. W. Zickfeldt
Year of publication:
1913
Scope:
1 Online-Ressource (XXVIII, 654 Seiten)
Digitisation:
2017
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Zweiter Teil. Handel
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Volkswirtschaftliches Quellenbuch
  • Title page
  • Autorenverzeichnis
  • Contents
  • Erster Teil. Deutsche Volkswirte, Kaufleute und Industrielle
  • Zweiter Teil. Handel
  • Dritter Teil. Industrie
  • Vierter Teil. Weltwirtschaft und Handelspolitik
  • Fünfter Teil. Verkehr
  • Sechster Teil. Volkswirtschaftliche Zustände in den Vereinigten Staaten von Amerika
  • Index

Full text

336 Zweiter Teil. Handel. XV. Kaufmännisches Unterrichtswesen. 
Vorlesungen, sondern vielmehr selbst mitwirken, sei es durch eigene Produktion, sei es 
durch Reproduktion des Gehörten. 
Ergänzt werden die Übungen in der Nationalökonomie und der kaufmännischen 
Betriebslehre durch Exkursionen. Dieselben sollen die Anschauung des wirt 
schaftlichen und kaufmännischen Lebens fördern. Man besucht eine Fabrik, ein Berg 
werk, einen Landwirtschaftsbetrieb, ein großes Geschäft, um die Eigentümlichkeit der 
einzelnen Unternehmungsarten unter dem wirtschaftlichen Gesichtspunkt kennen zu 
lernen. Eine orientierende Besprechung vor der Exkursion soll auf die Hauptgesichts 
punkte aufmerksam machen, während eine an der Hand eines Protokolles über die 
Besichtigung erfolgende nochmalige Erörterung des Gesehenen die Ergebnisse ziehen 
soll. Solch Anschauungsunterricht mutz gerade neben der Theorie besonders berück 
sichtigt werden. Dabei werden Ihnen diese Exkursionen auch aus dem Grunde Freude 
bereiten, weil sie zu angenehmem Verkehr mit den Dozenten und Studierenden führen. 
Ein sehr wesentliche Rolle wird in Ihrem akademischen Studium immer die 
Lektüre spielen. Lesen und Lesen ist nun allerdings etwas sehr Verschiedenes, je 
nachdem man es als ernste Beschäftigung betreibt oder nur als Mittel zum Zeit 
totschlagen braucht. Daß für Sie während des Studiums nur die erste Art in Betracht 
kommt, versteht sich von selbst. Aber recht lesen ist eine Kunst, die keineswegs jeder 
versteht, und die doch von größter Bedeutung ist. Man könnte lange über die Kunst 
des richtigen Lesens schreiben; man kann sehr viel gelesen haben und hat doch deshalb 
nichts oder nicht der aufgewandten Zeit und Mühe entsprechend viel gehabt, weil man 
nicht verstand, richtig zu lesen. Nur ein Ratschlag, den auszuführen keineswegs so 
leicht ist, als auf den ersten Blick scheint: Lesen Sie nie einen Abschnitt, eine Seite 
in einem Buch, ohne sich Rechenschaft abzulegen davon: Was habe ich gelesen? Und 
wie stehe ich zu den vorgetragenen Tatsachen und Ansichten? Wenn Sie so lesen, 
dann werden Sie wirklichen Vorteil vom Lesen haben, mögen Sie nun Zeitungen 
und Zeitschriften, oder mögen Sie die Hauptwerke des Menschengeistes lesen. 
Nun noch ein Wort über die F e r i e n ! Sie können dieselben sehr mannigfaltig 
verwenden. Ist Ihnen durch verwandtschaftliche oder freundschaftliche Beziehungen 
die Möglichkeit gegeben, sich in einem oder mehreren großen Betrieben des gewerb 
lichen Lebens genauer umzusehen, so benutzen Sie die Ferien in erster Linie dazu. 
Aber nicht, indem Sie sich auf den Kontorbock in einem Geschäfte setzen und da stets 
die gleiche untergeordnete Tätigkeit ausüben. Nein, lassen Sie sich an allen Stellen 
des Betriebes umherführen und sehen Sie sich alle Zweige des Geschäfts gründlich an. 
Oder wenn Sie die Möglichkeit haben, einen landwirtschaftlichen Großbetrieb anzu 
sehen, gehen Sie auf das Land. Denn die großen Zweige des nationalen Erwerbs 
lebens können gegenseitig nur Vorteil davon haben, wenn ihre Vertreter auch über 
die Lage der anderen Zweige gründlich aus eigener Anschauung orientiert sind. Aber 
fassen Sie das nicht nur als Erholung, sondern als Arbeit auf, geben Sie sich Rechen 
schaft vom Gesehenen und Gehörten, und berichtigen Sie danach Ihre bisherigen 
Anschauungen und — Vorurteile. 
Eine andere nützliche Verwendung der Ferien wäre auch eine Reise ins Aus 
land, falls Sie nicht Absicht und Gelegenheit haben, später noch aus längere Zeit sich 
in den Verhältnissen anderer Länder umzusehen. Freilich handelt es sich dann nicht 
um eine Vergnügungsreise, sondern um eine gründlich vorbereitete Studienreise, um 
die wirtschaftlichen Verhältnisse des Auslandes kennen zu lernen. 
Aber schließlich würde natürlich auch ein stiller Studienaufenthalt zu Haus seine 
guten Früchte tragen. Gründliche Repetitionen und selbständiges Durcharbeiten einer 
Spezialfrage, eines Spezialgebiets, würden sich dem allgemeinen Studienplan sehr 
zweckmäßig eingliedern. Nur muß ich dabei wieder darauf hinweisen, daß auch in
	        

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Volkswirtschaftliches Quellenbuch. Verlag von A. W. Zickfeldt, 1913.
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