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Volkswirtschaftliches Quellenbuch

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Bibliographic data

fullscreen: Volkswirtschaftliches Quellenbuch

Monograph

Identifikator:
890771383
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-10133
Document type:
Monograph
Author:
Mollat, Georg http://d-nb.info/gnd/139428143
Title:
Volkswirtschaftliches Quellenbuch
Edition:
Vierte, erweiterte und vermehrte Auflage
Place of publication:
Osterwieck/Harz
Publisher:
Verlag von A. W. Zickfeldt
Year of publication:
1913
Scope:
1 Online-Ressource (XXVIII, 654 Seiten)
Digitisation:
2017
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Zweiter Teil. Handel
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Volkswirtschaftliches Quellenbuch
  • Title page
  • Autorenverzeichnis
  • Contents
  • Erster Teil. Deutsche Volkswirte, Kaufleute und Industrielle
  • Zweiter Teil. Handel
  • Dritter Teil. Industrie
  • Vierter Teil. Weltwirtschaft und Handelspolitik
  • Fünfter Teil. Verkehr
  • Sechster Teil. Volkswirtschaftliche Zustände in den Vereinigten Staaten von Amerika
  • Index

Full text

-352 
Zweiter Teil. Handel. XVI. Amtliche Handelsvertretungen. 
5. Der Deutsche Handelstag 1861—1911*). 
Von Heinrich Soetbeer. 
S o e t b e e r, Festrede über den Deutschen Handelstag während der 50 Jahre seines 
Bestehens. In: Feier des fünfzigjährigen Bestehens des Deutschen Handelstags. Heidelberg 
13. Mai 1911- Berlin, Liebheit & Thiesen, 1911. S- 44—49 und S. 51. 
50 Jahre der Entwickelung, 50 Jahre der Tätigkeit, — eine kurze Spanne im 
Hinblick auf die Geschichte eines Volkes, eine lange Zeit für das Leben des einzelnen. 
Von denen, die heute vor 50 Jahren in dieser Stadt den Deutschen Handelstag 
gründeten, wie viele wandeln noch unter der Sonne? Vielleicht nur zwei!**) Wie 
viele von ihnen gibt es, die seitdem dauernd beim Deutschen Handelstage mitgewirkt 
haben? Niemanden! Und doch, wie gerne möchte ich, daß ein solcher vorhanden 
wäre und statt meiner zu Ihnen reden könnte aus persönlicher, lebendiger Erfahrung 
und Kenntnis der ganzen Geschichte des Deutschen Handelstags. 
Insbesondere auch der ersten anderthalb Jahrzehnte dieser Geschichte. Freilich 
haben wir seit jener Zeit große Fortschritte gemacht, wirtschaftlich wie polittsch, und 
haben auch einen festen Bau in der Organisation der Vertretung wirtschaftlicher Inter 
essen gewonnen. Jedoch viel schöner und interessanter als die Zeiten der Vollendung 
find immer die Zeiten des We r d e n s, die Zeiten, in denen Neues geschaffen 
wird. Beneidenswert sind mir immer diejenigen erschienen, die als Männer die 
sechziger und die ersten siebziger Jahre des vorigen Jahrhunderts erlebt haben, in 
denen die Errichtung des Deutschen Reiches vorbereitet wurde und sich vollzog. 
Zur Vorbereitung rechne ich auch den Zusammenschluß der Geister und der 
Männer, der zu des Deutschen Handelstages Gründung führte. Die Bedürfnisse des 
Handels waren es, die den Deutschen Zollverein, den wichtigen Vorläufer des 
Deutschen Reiches, ins Leben riefen. Der Handel ist es, der die Grenzen der kleinen 
und der großen Staaten und Völker überschreitet, der das Band des Friedens um sie 
schlingt, der die Forderung erhebt und dahin wirkt, daß das in der Buntfcheckigkeit 
der Bedingungen für seine Betätigung liegende Hemmnis beseitigt und ein einheit 
liches Recht geschaffen werde. Es ist kein Zufall, daß vor dem Bürgerlichen Gesetz 
buch das Allgemeine Deutsche Handelsgesetzbuch und vor dem Deut 
schen Reich mit Kaiser und Reichstag der Deutsche Handelstag entstanden ist. 
Den Weckruf zur Gründung des Deutschen Handelstags, der „neuen deutschen 
Hansa", wie es in einer Veröffentlichung kurz nach der Gründung hieß, ließ Theodor 
Frey ergehen, der Vorsitzende der Handelsinnung der kleinen am Neckar zwischen 
Heilbronn und Heidelberg gelegenen Stadt Eberbach. Seine Anregung fand am 
15. Mai 1860 begeisterte Zustimmung im Badischen H a n d e l s t a g , der in 
Heidelberg versammelt war und die Heidelberger Handelskammer mit der Einladung 
zu einer allgemeinen Beratung deutscher Handelsleute und Industrieller, zu einem 
ersten Deutschen Handelstag betraute. Die Heidelberger Kammer und ihr 
tatkräftiger Präsident R i tz h a u p t nahmen sich der Aufgabe mit Eifer und Erfolg 
an, wobei der Umstand zu statten kam, daß ebenso wie in Baden auch in Preußen 
eine Vereinigung der Handelskammern in einem Handelstag bereits vorhanden 
*) Vgl. jetzt das große Quellenwerk: Der Deutsche Handelstag 1861-1911- 
Herausgegeben vom Deutschen Handelstag. 1. Bd. Berlin, Carl Heymanns Verlag, 1911- 
XII und 486 S. — G. M. 
**) Geh. Oberregierungsrat vr. jur. b. c. Pfister (Heidelberg), Protokollführer bei der 
ersten Vollversammlung des Deutschen Handelstags, und Altstadtrat Ammann (Heidelberg), 
der als Mitglied der Handelskammer zu Heidelberg bei der Gründung des Deutschen Handels 
tags beteiligt gewesen sein soll.
	        

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Volkswirtschaftliches Quellenbuch. Verlag von A. W. Zickfeldt, 1913.
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