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Volkswirtschaftliches Quellenbuch

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Bibliographic data

fullscreen: Volkswirtschaftliches Quellenbuch

Monograph

Identifikator:
890771383
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-10133
Document type:
Monograph
Author:
Mollat, Georg http://d-nb.info/gnd/139428143
Title:
Volkswirtschaftliches Quellenbuch
Edition:
Vierte, erweiterte und vermehrte Auflage
Place of publication:
Osterwieck/Harz
Publisher:
Verlag von A. W. Zickfeldt
Year of publication:
1913
Scope:
1 Online-Ressource (XXVIII, 654 Seiten)
Digitisation:
2017
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Dritter Teil. Industrie
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Volkswirtschaftliches Quellenbuch
  • Title page
  • Autorenverzeichnis
  • Contents
  • Erster Teil. Deutsche Volkswirte, Kaufleute und Industrielle
  • Zweiter Teil. Handel
  • Dritter Teil. Industrie
  • Vierter Teil. Weltwirtschaft und Handelspolitik
  • Fünfter Teil. Verkehr
  • Sechster Teil. Volkswirtschaftliche Zustände in den Vereinigten Staaten von Amerika
  • Index

Full text

374 Dritter Teil. Industrie. II. Bausteine zur Würdigung der deutschen Industrie. 
II. Bausteine zur Würdigung der deutschen Industrie. 
1. Die Stellung der Industrie im Wirtschaftsleben des 
Deutschen Reiches. 
Von Hermann Freymark. 
F r e y m a r k, Die Stellung der Industrie im Wirtschaftsleben des Deutschen Reiches. 
sVortrag-I Sonderabdruck aus: Technik und Wirtschaft. Monatschrift des Vereines deutscher 
Ingenieure. 4- Jahrgang. sRedakteur: Meyer. Berlin, In Kommission bei Julius Springer, 
1911-s S. 5—9. 
Preußen war im Beginn des 19. Jahrhunderts ein reiner Agrarstaat, in dem 
gegen vier Fünftel der Bevölkerung in der Landwirtschaft lebten, dagegen wenig 
mehr als ein Zehntel in Handel und Gewerbe. Handel und Gewerbe haben sich im 
Laufe des verflossenen Jahrhunderts eine der Landwirtschaft gleichwertige, ja nach 
der Zahl der in ihr lebenden Personen weit überlegene Stellung errungen. Der 
Anteil der Landwirtschaft an der Bevölkerung des Deutschen Reiches ist von 80 
v. H. nach den Freiheitskriegen bis auf 42 v. H. in 1882 und schließlich bis auf 28,6 
v. H. in 1907 gesunken. Der Anteil von Handel und Gewerbe stieg von dem 
gleichen Zeitpunkt ab von etwa 10 v. H. bis auf 45,5 v. H. im Jahre 1882 und 
schließlich auf 56,2 v. H. im Jahre 1907. Das Gewerbe allein ernährte im Jahre 
1907 schon mehr als 39 v. H. der Bevölkerung, d. i. über ein Drittel mehr als die 
Landwirtschaft. 
Nach absoluten Zahlen: in der Landwirtschaft lebten vor 100 Jahren 
16 Millionen, jetzt nicht ganz 18 Millionen Menschen, in der Gewerbetätigkeit vor 
100 Jahren kaum 2 Millionen, jetzt mehr als 26 Millionen Menschen, und auf die 
Großbetriebe mit mehr als 50 Arbeitern entfällt jetzt fast ein Drittel und auf Groß- 
und Mittelbetriebe bis zu 5 Arbeitern herab weit mehr als die Hälfte sämtlicher 
in dem Gewerbe beschäftigten Personen. Die in der Landwirtschaft lebende Be 
völkerung ist somit im Laufe eines Jahrhunderts so gut wie gleich geblieben, während 
der ganze Bevölkerungszuwachs der Handels- und Gewerbtätigkeit zugeflossen ist. 
Bon wenig mehr als 20 Millionen am Beginn des 19. Jahrhunderts ist die 
Bevölkerung Deutschlands auf 32 Millionen in 1840, auf 52 Millionen in 1895 und 
schließlich auf 65 Millionen im Jahre 1910 gestiegen und nimmt jährlich weiter um 
fast 1 Million zu. 
Unsere Landwirtschaft vermochte bei der Beschränktheit des Grundes und 
Bodens den Bevölkerungszuwachs nicht aufzunehmen. Die gewaltige Ausdehnung 
ihrer Produktion, die sie mit berechtigtem Stolz erfüllen kann, wurde erzielt durch 
die Anwendung besserer Verfahren der Bewirtschaftung, durch die immer mehr 
zunehmende Verwendung von Maschinen, ließ jedoch für die Beschäftigung einer 
wesentlich höheren Zahl von Menschen nicht Raum. Selbst der größte Agrarenthusiast 
wird heute trotz der Klagen über die Leutenot, trotz der Ausdehnung der inneren 
Kolonisation nicht behaupten wollen, daß die Landwirtschaft in der Lage gewesen 
wäre oder heute sein würde, unseren Bevölkerungszuwachs aufzunehmen. 
Die Industrie mußte den gesamten, zum großen Teil aus der Landwirtschaft 
hervorgehenden Bevölkerungsüberschuß aufnehmen. Sie hat diese Aufgabe in 
glänzendster Weise gelöst, dies jedoch nur dadurch vermocht, daß sie, unterstützt von 
dem Handel, ihre Grundlagen weit über die Grenzen der einheimischen Volkswirt 
schaft hinaus ausdehnte und zum Teil auf fremde Wirtschaftsgebiete stützte. 
Sie erforderte zur Ausdehnung ihrer Erzeugung, zur Ernährung der in ihr
	        

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Tarifvertrag Für Die Kaufmännischen Angestellten in Den Berliner Buchbindereien. Paul, 1929.
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