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Volkswirtschaftliches Quellenbuch

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Bibliographic data

fullscreen: Volkswirtschaftliches Quellenbuch

Monograph

Identifikator:
890771383
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-10133
Document type:
Monograph
Author:
Mollat, Georg http://d-nb.info/gnd/139428143
Title:
Volkswirtschaftliches Quellenbuch
Edition:
Vierte, erweiterte und vermehrte Auflage
Place of publication:
Osterwieck/Harz
Publisher:
Verlag von A. W. Zickfeldt
Year of publication:
1913
Scope:
1 Online-Ressource (XXVIII, 654 Seiten)
Digitisation:
2017
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Dritter Teil. Industrie
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Volkswirtschaftliches Quellenbuch
  • Title page
  • Autorenverzeichnis
  • Contents
  • Erster Teil. Deutsche Volkswirte, Kaufleute und Industrielle
  • Zweiter Teil. Handel
  • Dritter Teil. Industrie
  • Vierter Teil. Weltwirtschaft und Handelspolitik
  • Fünfter Teil. Verkehr
  • Sechster Teil. Volkswirtschaftliche Zustände in den Vereinigten Staaten von Amerika
  • Index

Full text

890 Dritter Teil. Industrie. II. Bausteine zur Würdigung der deutschen Industrie. 
Schwefel, zum Teil auch Phosphor, vereinzelt Ammoniaksalze. Diese Fabrikations 
zweige wurden in einer verhältnismäßig kleinen Anzahl von Betriebsstätten und in 
einem vielfach auch nur mäßigen Umfang ausgeübt. 
Zu Anfang des 19. Jahrhunderts hatte sich in England und Frankreich die 
chemische Großindustrie schon viel mächtiger entwickelt, da dort die als Konsumenten 
für chemische Produkte besonders in Betracht kommenden Industriezweige vorangeeilt 
waren. Außerdem gab in Frankreich die Fabrikation feinerer Qualitätsseisen und 
Parfümerien mannigfache Anregung. 
Damals kam die Verwertung pflanzlicher Alkaloide zu Heilmitteln auf, z. B. 
1817—20 die von Morphium, Strychnin, Chinin, von Nikotin 1828, von Atropin 
1833. In der Folge bemächtigte sich namentlich Deutschland der Massenfabrikation 
dieser Artikel; für die von Chinin wurde Deutschland zum Hauptsitz; ebenso für die 
künstliche Darstellung des Ultramarinstoffes, die in den zwanziger Jahren empor 
blühte. 
Als erster Zweig der neu erschlossenen chemischen Technik entwickelte sich die 
Darstellung der starken Mineralsäuren und Alkalisalze. Dies find die unentbehrlichen 
Betriebsmittel der Chemie, die in reichem Maße zur Verfügung stehen müssen, wenn 
irgendwelche chemische Arbeit verrichtet werden soll. Es ist daher kein Wunder, daß 
gerade diese Industrie der Säuren und Alkalien am schnellsten einen großen Umfang 
erreichte. Man hat sie als die chemische Großindustrie bezeichnet, obgleich sie heute 
kein Recht mehr besitzt, diesen Namen für sich allein in Anspruch zu nehmen. Jeden 
falls aber ist sie die erste der Chemikalienindustrien, nur unter ihrer Mitwirkung 
konnten alle anderen geschaffen werden. 
Eine zweite Epoche für die Weiterentwickelung der chemischen Industrie brach 
in den vierziger Jahren mit dem Aufkommen der Soda- und Farbenindustrie an; 
Soda wie Indigo, die schon dem grauen Altertum bekannten Produkte, bezeichnen 
den Grund- und den Schlußstein dieser großartigen Entwickelung. Nun reihte sich in 
den schöpferischen Arbeiten auch Deutschland ebenbürtig an England und Frankreich 
an. Es begann sich die fabriksmäßige Sodagewinnung nach dem Leblancschen Ver 
fahren, ferner, wenn auch anfangs nur zaghaft, die Stärke- und Dextrin-, sowie die 
Zündhölzchenfabrikation und die Herstellung des Wassergases auszubreiten, das für 
die Gewinnung von Ammoniak und Teer samt seinen wichtigen Derivaten, wie 
Benzol. Azo- und Anilinfarben, so einflußreich geworden ist. — 
Die Farbenindustrie wurde in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts in 
Frankreich geschaffen. Sie wurde zuerst in England zwar mit Begeisterung auf 
genommen, konnte aber dort nur zu bescheidener Blüte gelangen; für ihre endgültige 
Ausgestaltung fand sie in Deutschland den am besten vorbereiteten Boden vor. 
Die deutsche Industrie trat nun in Konkurrenz mit der englischen. Anfangs 
batte sie schwer zu kämpfen, mußte doch z. B. die Teerfarbenfabrikation das Benzol 
bis vor zwei Jahrzehnten fast noch ganz von jenseits des Kanals beziehen. 
Aber unsere Industrie fand an der wissenschaftlichen Forschung, die stetig neue 
Stoffe und Darstellungsmethoden entdeckte oder erfand, einen kräftigen Rückhalt. In 
der Ersetzung natürlicher Produkte durch künstliche, z. B. der natürlichen Farbstoffe, 
wie Krapp, Kochenille, Indigo, Blauholz, durch das künstliche Alizarin (1868 Grübe, 
Liebermann), das Anilin, Indigotin (1880 Baeyer), drängte eine Erfindung die 
andere. — 
In diese Epoche fällt endlich auch das Aufkommen der Fabrikation des Kunst 
düngers und des Kunstgraphits (als Ersatz für den bisher aus Ceylon bezogenen). 
Auf dem bisherigen Wege des planlosen Experimentierens hatte man nur ein 
zelne zusammenhanglose wertvolle Ergebnisse, sei es auf Grund zufälliger Beob 
achtungen oder durch unendliche Geduld, zutage gefördert; auch blieb dann ein solches
	        

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Volkswirtschaftliches Quellenbuch. Verlag von A. W. Zickfeldt, 1913.
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