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Volkswirtschaftliches Quellenbuch

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Bibliographic data

fullscreen: Volkswirtschaftliches Quellenbuch

Monograph

Identifikator:
890771383
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-10133
Document type:
Monograph
Author:
Mollat, Georg http://d-nb.info/gnd/139428143
Title:
Volkswirtschaftliches Quellenbuch
Edition:
Vierte, erweiterte und vermehrte Auflage
Place of publication:
Osterwieck/Harz
Publisher:
Verlag von A. W. Zickfeldt
Year of publication:
1913
Scope:
1 Online-Ressource (XXVIII, 654 Seiten)
Digitisation:
2017
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Dritter Teil. Industrie
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Volkswirtschaftliches Quellenbuch
  • Title page
  • Autorenverzeichnis
  • Contents
  • Erster Teil. Deutsche Volkswirte, Kaufleute und Industrielle
  • Zweiter Teil. Handel
  • Dritter Teil. Industrie
  • Vierter Teil. Weltwirtschaft und Handelspolitik
  • Fünfter Teil. Verkehr
  • Sechster Teil. Volkswirtschaftliche Zustände in den Vereinigten Staaten von Amerika
  • Index

Full text

10. Die Chemnitzer Textilindustrie. 
399 
tinentalsperre. In wenigen Jahren verzwanzigfachte sich die Zahl der sächsischen 
Baumwollspindeln. Meistens waren es kleine Spinnereien, die damals an den 
Bächen und Flüßchen des Erzgebirges, hauptsächlich im Chemnitzer Kreise, entstanden. 
Verheerend wirkte unter den sächsischen Baumwollspinnereien die Baumwollnot, die 
als Folge des amerikanischen Bürgerkrieges 1862/64 auftrat. Die Zahl der Baum 
wollspinnereien sank auf den vierten Teil ihres vorherigen Bestandes herab. Nach 
jener Zeit, insbesondere unter dem seit dem Jahre 1879 erhöhten Zollschutz, hat sich 
die Baumwollspinnerei des Chemnitzer Bezirkes günstig entwickelt, es erfolgte immer 
mehr die Abkehr vom Wasserbetriebe zum Dampfbetriebe, die Spinnereieinrich 
tungen wurden — namentlich durch Aufstellung von Selfaktoren und später auch 
Ringspinnmaschinen — ständig verbessert, besonders in den letzten zwanzig Jahren 
hat die Spindelzahl ziemlich schnell zugenommen. 
Die Garnproduktion der sächsischen Baumwollspinnerei läßt sich heute auf 125 
Millionen Pfund das Jahr schätzen, 1845 betrug sie ca. 15 Millionen, Anfang der 
neunziger Jahre ungefähr 50 Millionen Pfund. — Die Spindelzahl belief sich vor 
zwei Jahrzehnten nahezu auf 670 000 in 42 Spinnereien, seitdem hat sie sich, obwohl 
in der Zwischenzeit nur wenige neue Spinnereien hinzugekommen sind, um ungefähr 
eine Million Spindeln vermehrt. 
Hand in Hand mit der vermehrten Garnproduktion ist eine außerordentliche 
Spezialisierung hinsichtlich der Garnsorten gegangen. Wir brauchen den Blick nur 
auf die in Chemnitz ansässige Textilindustrie zu richten, um zu erkennen, welchen 
vielseitigen Ansprüchen unsere Baumwollspinnerei Rechnung zu tragen hat. Die An 
passungsfähigkeit der Spinnerei an die Bedürfnisse der weiterverarbeitenden Indu 
strie, so der Roh- und Buntweberei, der Wirkerei und Trikotagenfabrikation, 
der Möbelstoffweberei und Posamentenindustrie, hat dieser eine nicht zu unter 
schätzende Hilfe gewährt. Beispielsweise hat sich ein sehr großer Teil der sächsischen 
Baumwollspinnereien der Fabrikation feiner Strumpfgarne zugewandt. Die hervor 
ragende Entwickelung der sächsischen Strumpfwirkerei fußt zu einem guten Teil auf 
der entsprechenden Spezialisierung der einheimischen Baumwollspinnerei. Unter solchen 
Umständen konnte unsere Spinnerei natürlich nicht zu einer einheitlichen Massen 
produktion kommen wie die von Lancashire und Fallriver. Auch in der Herstellung 
von Strick-, Häkel-, Stick-, Näh- und Nähmaschinengarnen hat die sächsische Spinnerei 
beträchtliche Leistungen zu verzeichnen. 
Zum überwiegenden Teile konzentriert sich die sächsische Baumwollspinnerei 
heute wie früher im Handelskammerbezirke Chemnitz mit Chemnitz als Mittelpunkt. 
Chemnitz ist gleichzeitig der Sitz der Jnteressenvereinigung der sächsischen Baumwoll 
spinner und -zwirner, die in diesem Jahre auf ein bereits 75jähriges Bestehen zurück 
blicken kann. Naturgemäß sind in Chemnitz auch zahlreiche Baumwollhäuser ver 
treten, durch deren Vermittelung die Spinnereiindustrie ihren Bedarf nicht nur an 
amerikanischer, sondern auch an ostindischer und ägyptischer, levantinischer und auch 
deutsch-kolonialer Baumwolle bezieht. Auch der Verwendung von Kapok und Akon 
hat man sich in neuester Zeit zugewandt. Ein Teil der Baumwollspinnereien der 
Umgegend unterhält seit langen Jahren in Chemnitz Stadtkontore, andere sind durch 
Garnagenten am Platze vertreten. Neuerdings ist auch die Einrichtung der Treff 
tage der Textilinteressenten in Chemnitz hinzugekommen. 
b. DieWeberei. Von Hans Vogel. 
Wenige unserer Industriezweige und Gewerbe können sich rühmen, seit so langen 
Jahren in der Stadt Chemnitz ansässig zu sein, wie die Weberei. 
Das fleißige Klappern des Webstuhles, in dem der ehrsame Webermeister vom
	        

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Volkswirtschaftliches Quellenbuch. Verlag von A. W. Zickfeldt, 1913.
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