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Volkswirtschaftliches Quellenbuch

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Bibliographic data

fullscreen: Volkswirtschaftliches Quellenbuch

Monograph

Identifikator:
890771383
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-10133
Document type:
Monograph
Author:
Mollat, Georg http://d-nb.info/gnd/139428143
Title:
Volkswirtschaftliches Quellenbuch
Edition:
Vierte, erweiterte und vermehrte Auflage
Place of publication:
Osterwieck/Harz
Publisher:
Verlag von A. W. Zickfeldt
Year of publication:
1913
Scope:
1 Online-Ressource (XXVIII, 654 Seiten)
Digitisation:
2017
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Dritter Teil. Industrie
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Volkswirtschaftliches Quellenbuch
  • Title page
  • Autorenverzeichnis
  • Contents
  • Erster Teil. Deutsche Volkswirte, Kaufleute und Industrielle
  • Zweiter Teil. Handel
  • Dritter Teil. Industrie
  • Vierter Teil. Weltwirtschaft und Handelspolitik
  • Fünfter Teil. Verkehr
  • Sechster Teil. Volkswirtschaftliche Zustände in den Vereinigten Staaten von Amerika
  • Index

Full text

5. Die Segnungen der Kaiserlichen Botschaft vom 17. November 1881. 423 
letzten internationalen Arbeiterversicherungskongreß zu Rom die Überlegenheit des 
deutschen Systems unumwunden anerkannt. 
Bei Einführung der Arbeiterversicherung wurde vielfach besorgt, daß ihre 
schwere, noch lange Zeit wachsende Last unsere Volkswirtschaft erdrücken könnte. 
Der Kaiser und sein Kanzler haben es nicht befürchtet und darin recht behalten. 
Deutschland trug die große neue Belastung und wird auch in Zukunft dazu imstande 
sein, wenn nur die Grenzen innegehalten werden, welche sich aus der Notwendigkeit 
voller Wettbewerbsfähigkeit unserer Industrie auf dem Weltmarkt ergeben. 
Die Pfadfinder der Sozialreform vertrauten aber auch, daß die Aufwendungen 
für die Arbeiterversicherung sich in hohem Maße fruchtbar erweisen, die neue Gesetz 
gebung neue Kräfte wecken und ihre Wirkungen dem wirtschaftlichen Leben der 
Nation, besonders ihrer Industrie, in weitem Umfange zugute kommen würden. 
Sie verkannten nicht, daß der Staat, welcher die wirtschaftlich Schwachen stützt, 
damit zugleich dem eigenen Nutzen und Frommen dient, und daß die Massen gesund 
und kräftig erhalten, des Staates wertvollstes Gut, die Volkskraft bewahren heißt. 
Sie sahen voraus, daß durch die wirtschaftliche Sicherstellung der früher in den 
Tagen der Not schütz- und mittellosen Arbeiter, durch die Zuerkennung eines Rechts 
anspruchs auf Fürsorge an die bisher auf Almosen oder Armenunterstützungen An 
gewiesenen und durch ihre umfassende Beteiligung an der Verwaltung der neuge 
schaffenen Fürsorgeeinrichtungen die Gesamtlage der deutschen Arbeiter erheblich ver 
bessert würde. Im Zeichen der neuen Fürsorge erwüchse, so glaubten sie, zum Segen 
für unser Wirtschaftsleben eine arbeitsfreudigere, in Güte und Maß ihrer Arbeit 
leistungsfähigere Arbeiterschaft. Die Arbeiterversicherung würde auch die größten 
Werte, die es gibt, die sittlichen, auslösen und sich unendlich wertvoll erweisen für 
die Schaffung der höchsten wirtschaftlichen Gesamtkraft, durch welche sich ein Volk 
im heißen Wettringen der Nationen behauptet. 
Der Verlauf der Dinge hat den Schöpfern der neuen Gesetzgebung auch hierin 
recht gegeben. In den letzten drei Jahrzehnten hat die deutsche Volkswirtschaft einen 
fast beispiellosen Aufschwung genommen. Auch der gesundheitlich, geistig und wirt 
schaftlich gehobene Arbeiterstand war an ihm erfreulich beteiligt. Es war kein Zu 
fall, daß die Zeit dieses gewaltigen Aufschwunges mit der durchgreifenden Ver 
besserung der Lage unserer Arbeiter zusammenfiel. Hier bestanden nahe innere 
Zusammenhänge. Unbedenklich darf in der erfolgreichen Behandlung der sozialen 
Fragen, besonders der Arbeiterversicherung, eine mitbestimmende Ursache für unsere 
wachsende gewerbliche Vormachtstellung erblickt werden. 
Für die Unfall- und die Invalidenversicherung schuf die großzügige Gesetz 
gebung jener Tage neue eigenartige Gebilde. Die Novemberbotschaft hatte schon 
angedeutet, daß den Aufgaben, welche sie zur Förderung des Wohles der Arbeiter 
ins Auge gefaßt, die Staatsgewalt allein nicht gewachsen sein würde. Mit kühnem 
Entschluß griff man auf die „realen Kräfte des Volkslebens" zurück. 
Den in Form von Genossenschaften zusammengefaßten Arbeitgebern wurde 
die Durchführung der gewerblichen Unfallversicherung übertragen. Auf tunlichst 
freier Grundlage, so hatte die Weisung des Fürsten Bismarck für die Ausarbeitung 
der letzten Gesetzesvorlage von 1884 gelautet, müßten diese Berufsgenossenschaften 
errichtet werden. Möglichst ungehinderte Bewegung sollte ihnen gewährt, alles 
Schematische und Bureaukratische aber von ihnen ferngehalten werden. 
Man bildete reine Unternehmerverbände mit ausgedehntester Selbstverwaltung, 
eigener Regelung des Gefahrentarifwesens und der Unfallverhütung, mit Über- 
wachungs- und Strafbefugnis gegen die Mitglieder. 
Die ehrenamtliche Tätigkeit wurde in den land- und forstwirtschaftlichen Berufs 
genossenschaften mit einer behördlichen Einwirkung organisch verbunden und bei den
	        

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