Digitalisate EconBiz Logo Full screen
  • First image
  • Previous image
  • Next image
  • Last image
  • Show double pages
Use the mouse to select the image area you want to share.
Please select which information should be copied to the clipboard by clicking on the link:
  • Link to the viewer page with highlighted frame
  • Link to IIIF image fragment

Volkswirtschaftliches Quellenbuch

Access restriction


Copyright

The copyright and related rights status of this record has not been evaluated or is not clear. Please refer to the organization that has made the Item available for more information.

Bibliographic data

fullscreen: Volkswirtschaftliches Quellenbuch

Monograph

Identifikator:
890771383
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-10133
Document type:
Monograph
Author:
Mollat, Georg http://d-nb.info/gnd/139428143
Title:
Volkswirtschaftliches Quellenbuch
Edition:
Vierte, erweiterte und vermehrte Auflage
Place of publication:
Osterwieck/Harz
Publisher:
Verlag von A. W. Zickfeldt
Year of publication:
1913
Scope:
1 Online-Ressource (XXVIII, 654 Seiten)
Digitisation:
2017
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Vierter Teil. Weltwirtschaft und Handelspolitik
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Volkswirtschaftliches Quellenbuch
  • Title page
  • Autorenverzeichnis
  • Contents
  • Erster Teil. Deutsche Volkswirte, Kaufleute und Industrielle
  • Zweiter Teil. Handel
  • Dritter Teil. Industrie
  • Vierter Teil. Weltwirtschaft und Handelspolitik
  • Fünfter Teil. Verkehr
  • Sechster Teil. Volkswirtschaftliche Zustände in den Vereinigten Staaten von Amerika
  • Index

Full text

448 Vierter Teil. Weltwirtschaft und Handelspolitik. I. Weltwirtschaft. 
Die Diskussion über die Handels- und kolonialpolitischen Probleme hat das Gute 
gehabt, daß sie vielen die unendliche Wichtigkeit unserer auswärtigen Wirtschafts 
beziehungen zum Bewußtsein gebracht und ihnen insbesondere gezeigt hat, ein wie 
enger Zusammenhang zwischen der äußeren Wirtschaftspolitik und der Sozialpolitik 
besteht. Unser Wohlstand nimmt desto mehr zu, und die Verteilung der Güter wird 
desto gerechter, je mehr wir am Weltverkehr teilnehmen. Die sozialen Klassen, die 
sich jetzt um das unzulängliche und verhältnismäßig karge Produkt des deutschen 
Bodens so erbittert streiten, müssen einsehen lernen, daß sie viel besser daran tun, 
zusammenzustehen und mit vereinten Kräften dem deutschen Volke nach außen 
hin in jenen weiten Gebieten, die noch der wirtschaftlichen Nutzbarmachung harren, 
freie Bahn zu schassen. Durch einen intensiven ungestörten weltwirtschaftlichen 
Verkehr wächst der Lebensspielraum im Vaterlands selbst; und den Auswande 
rungslustigen kann eine kraftvolle Weltpolitik über See eine neue Heimat sichern, 
in der sie dem Deutschtum erhalten bleiben. So sorgt die Mutter Germania 
am besten für die Lebensnotdurft der Millionen alljährlich von ihr ins Dasein 
gerufenen Kinder. Auch die jetzigen grundsätzlichen Gegner deutscher Weltpolitik 
können sich auf die Dauer der Erkenntnis nicht verschließen, daß die Lösung der 
inneren sozialen Probleme durch eine zweckmäßige äußere Wirtschafts- und Macht 
politik, insbesondere durch eine großzügige Kolonialpolitik, außerordentlich erleichtert 
wird. Schon Roscher, der nüchterne und gewissenhafte Gelehrte, hat betont, daß auf 
dem Gebiete der Kolonialpolitik „zukunftsschwangere Fragen liegen, die unsere 
meisten anderen, jetzt so viel behandelten Staats- und Gesellschaftsfragen weitaus an 
Wichtigkeit übertreffen, ja die richtige Lösung der letzteren haupsächlich bedingen". 
Die Weltpolitik entspricht den besten Traditionen des deutschen Volkes. Der 
Geist der alten Hanseaten muß wieder die ganze Nation durchdringen. Dann wird 
auch die „Seeluft" allerwärts ihre befreiende Wirkung zeigen. Das Weltmeer ist ein 
großer Erzieher. 
„Aus dem endlosen Horizont des Ozeans wächst ein großer Zug von Kühnheit, 
Ausdauer und Fernblick in den Geist und Charakter der Seevölker hinein. Seevölker 
haben am wesentlichsten mit beigetragen zur Vergrößerung der politischen Maßstäbe. 
Die enge territoriale Politik ist ihrem Wesen nach kurzsichtig: das Meer erweitert den 
Blick nicht bloß des Kaufmanns, sondern auch des Staatsmanns. Nur das Meer 
kann wahre Weltmächte erziehen." (Ratzel.) 
Sicher gehen wir, wenn wir ein großes Volk, eine Weltmacht sein und bleiben 
wollen, ernsten Kämpfen entgegen. Aber das darf uns nicht schrecken. Es liegt eine 
tiefe Wahrheit in dem Worte, daß der Mensch im Frieden verkümmert. Häufig be 
darf es des Kampfrufs, um die träge Welt wieder einmal aus Stumpfheit und Weich 
lichkeit aufzurütteln. Der Völkerkampf hat sich dem, der weit und tief zu blicken ver 
mag, oft als ein Segen für die Menschheit erwiesen. Er bedeutet, wie Erich Marcks 
kürzlich sagte, „das Leben und die Energie. In Deutschland hat der Kampf sich immer 
als den großen Schöpfer auch innerlicher Neubildung in Staat, Gesellschaft, Wirtschaft, 
in aller Kultur erwiesen. Der Imperialismus der neuesten Tage zieht die Blicke 
überall ins Weite und Helle, er entfesselt und steigert die Kräfte und die Kraft überall; 
er muß die Arbeit überall wichtiger, die Luft stärker und freier, das Selbstgefühl 
stolzer und kühner machen. Von diesem starken Erzieher, so scharf und hart er sei, 
von seiner schöpferisch weiten Phantasie und seinem realistisch herben Willen, von 
seiner ganzen gewaltigen Mannhaftigkeit darf der Historiker freudig erhoffen, daß 
auch an seine Sturmfahne der innere Segen für unsere Welt und unser Volk sich 
hefte". 
Schon in den traurigen Tagen des Deutschen Bundes, vor 60—70 Jahren, 
hat ein so weltkundiger und weitsichtiger Mann wie Friedrich List das deutsche
	        

Download

Download

Here you will find download options and citation links to the record and current image.

Monograph

METS MARC XML Dublin Core RIS Mirador ALTO TEI Full text PDF EPUB DFG-Viewer Back to EconBiz
TOC

Chapter

PDF RIS

This page

PDF ALTO TEI Full text
Download

Image fragment

Link to the viewer page with highlighted frame Link to IIIF image fragment

Citation links

Citation links

Monograph

To quote this record the following variants are available:
URN:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

Chapter

To quote this structural element, the following variants are available:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

This page

To quote this image the following variants are available:
URN:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

Citation recommendation

Volkswirtschaftliches Quellenbuch. Verlag von A. W. Zickfeldt, 1913.
Please check the citation before using it.

Image manipulation tools

Tools not available

Share image region

Use the mouse to select the image area you want to share.
Please select which information should be copied to the clipboard by clicking on the link:
  • Link to the viewer page with highlighted frame
  • Link to IIIF image fragment

Contact

Have you found an error? Do you have any suggestions for making our service even better or any other questions about this page? Please write to us and we'll make sure we get back to you.

How much is one plus two?:

I hereby confirm the use of my personal data within the context of the enquiry made.