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Volkswirtschaftliches Quellenbuch

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Bibliographic data

fullscreen: Volkswirtschaftliches Quellenbuch

Monograph

Identifikator:
890771383
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-10133
Document type:
Monograph
Author:
Mollat, Georg http://d-nb.info/gnd/139428143
Title:
Volkswirtschaftliches Quellenbuch
Edition:
Vierte, erweiterte und vermehrte Auflage
Place of publication:
Osterwieck/Harz
Publisher:
Verlag von A. W. Zickfeldt
Year of publication:
1913
Scope:
1 Online-Ressource (XXVIII, 654 Seiten)
Digitisation:
2017
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Vierter Teil. Weltwirtschaft und Handelspolitik
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Volkswirtschaftliches Quellenbuch
  • Title page
  • Autorenverzeichnis
  • Contents
  • Erster Teil. Deutsche Volkswirte, Kaufleute und Industrielle
  • Zweiter Teil. Handel
  • Dritter Teil. Industrie
  • Vierter Teil. Weltwirtschaft und Handelspolitik
  • Fünfter Teil. Verkehr
  • Sechster Teil. Volkswirtschaftliche Zustände in den Vereinigten Staaten von Amerika
  • Index

Full text

454 Vierter Teil. Weltwirtschaft und Handelspolitik. 1. Weltwirtschaft. 
Rotterdams, noch die vansko Petroleum Aktieselskab Kopenhagens, noch endlich 
die Looietä Italo-Americana del Petrolio Venedigs können sich an Weite des 
zugewiesenen Geschäftsbereichs oder an Höhe des Umsatzes mit ihr messen. Dabei ist 
die Lage des Weserhafens für die Versorgung seines Konsumgebiets nichts weniger 
als günstig, und tatsächlich wird auch fast der ganze Verkehr der D.-A. P.-A.-G. über 
Hamburg und Rotterdam geleitet. Wenn trotzdem die Gesellschaft ihren Handelssitz 
in Bremen genommen und behalten hat, so verdankt das die Stadt den Gründern 
und bisherigen Leitern des Unternehmens, die, Glieder einer bremischen Familie und 
daher mit amerikanischen Handelsverhältnissen vertraut, zuerst in Europa die Be 
deutung des neuen Leuchtstoffs erkannt und im Jahr 1862 mit seiner Einführung 
begonnen haben, die dann dem übermächtigen Emporkommen des benachbarten Elbe 
hafens im Jahr 1886 durch die Einstellung des ersten Tankdampfers auf dem Atlan 
tischen Ozean wirksam entgegengetreten sind und schließlich den Entschluß, sich an die 
Standard 0U Company anzuschließen, zur rechten Zeit gefunden, dem deutschen 
Unternehmungsgeist zugleich den gebührenden Einfluß gewahrt haben; anders als in 
den übrigen Petroleumgesellschasten seiner Mitgründung, hat der amerikanische Trust 
nur in der D.-A. P.-A.-G. nicht die Mehrheit der Aktien im Besitz, und deshalb ist 
diese Gesellschaft noch immer als ein bremisches Unternehmen, nicht schlechthin als 
ein Organ der Standard 011 Co. zu bezeichnen.*) 
Der dritte Zweig, in dem die Weserstadt die Bedeutung eines Weltmarktplatzes 
hat, ist der Tabakhandel: er ist seit jener Zeit hier zentralisiert, in der die bremischen 
Auswandrerschiffe das amerikanische Gewächs als willkommene Rückladung in die 
Heimat regelmäßig mitzunehmen begonnen haben, und dann dank der ihm inne 
wohnenden Beharrungskraft festgehalten worden. Noch heute ist Bremen für aus 
ländischen Tabak der wichtigste Markt der Erde, selbst Liverpool überragend und von 
Amsterdam nur im Handel der ostindischen Marken übertroffen. 
Endlich nimmt Bremen eine selbständige Stellung noch im Handel mit Reis 
und mit tropischen Nutzhölzern ein, die es aus Indien bezieht; im Umsatz des ameri 
kanischen Getreides erhebt es sich dagegen ebenso wie im Ausfuhrgeschäft nicht über 
Lokalbedeutung hinaus. 
7. Die Bedeutung der Kolonien für die deutsche 
Volkswirtschaft. 
Von Bernhard Dernburg. 
Dernburg, Zielpunkte des deutschen Kolonialwesens. Zwei Vorträge. 6.—10. Tausend. 
Berlin, E. S. Mittler und Sohn, 1907. S. 49—51. 
Die Entwicklung unseres deutschen Kolonialbesitzes ist, vom handelspolitischen 
Standpunkte aus gesehen, nach folgenden vier Richtungen zu beurteilen: 
1. Sie sichert der stetig wachsenden Bevölkerung unseres Vaterlandes, die mit 
Rücksicht auf das zur Verfügung stehende limitierte innerdeutsche Areal mehr und 
mehr sich der I n d u st r i e zuwenden muß und auf den Export angewiesen bleibt, 
zunächst große und sich steigernde Aufträge, also: Arbeit. Daneben ermöglicht 
sie eine bessere Lebenshaltung dieser unserer deutschen Bevölkerung durch billige Pro 
duktion von Nahrungsstoffen der verschiedensten Art und ermöglicht es, diese 
Ernährung unabhängiger zu gestalten vom Ausland. 
*) Dieses Verhältnis hat sich jetzt geändert: mit dem Austritt des Bremers Schütte 
ist der Sitz der D.-A. P.-A.-G. nach Hamburg verlegt und der 8tauäarä Oil Co. das Über 
gewicht des Aktienbesitzes überlassen worden. (Zusatz aus dem Jahre 1912.)
	        

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Volkswirtschaftliches Quellenbuch. Verlag von A. W. Zickfeldt, 1913.
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