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Volkswirtschaftliches Quellenbuch

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Bibliographic data

fullscreen: Volkswirtschaftliches Quellenbuch

Monograph

Identifikator:
890771383
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-10133
Document type:
Monograph
Author:
Mollat, Georg http://d-nb.info/gnd/139428143
Title:
Volkswirtschaftliches Quellenbuch
Edition:
Vierte, erweiterte und vermehrte Auflage
Place of publication:
Osterwieck/Harz
Publisher:
Verlag von A. W. Zickfeldt
Year of publication:
1913
Scope:
1 Online-Ressource (XXVIII, 654 Seiten)
Digitisation:
2017
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Vierter Teil. Weltwirtschaft und Handelspolitik
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Volkswirtschaftliches Quellenbuch
  • Title page
  • Autorenverzeichnis
  • Contents
  • Erster Teil. Deutsche Volkswirte, Kaufleute und Industrielle
  • Zweiter Teil. Handel
  • Dritter Teil. Industrie
  • Vierter Teil. Weltwirtschaft und Handelspolitik
  • Fünfter Teil. Verkehr
  • Sechster Teil. Volkswirtschaftliche Zustände in den Vereinigten Staaten von Amerika
  • Index

Full text

462 Vierter Teil. Weltwirtschaft und Handelspolitik. I. Weltwirtschaft. 
Drohung des Königs von Spanien zurückstehen. Als aber 1822 die Vereinigten 
Staaten und bald darauf auch England die südamerikanischen Republiken anerkannt 
hatten, da faßte in der letzten Jahresversammlung des Ehrbaren Kaufmanns der 
Präses die große Errungenschaft des Jahres in die Worte zusammen: „Hamburg hat 
Kolonien erhalten." 
In diesem Jubelruf drückte sich jahrhundertelanges Sehnen und hoffnungsfrohe 
Zukunftsahnung aus. Hat man die Reisen Alexander v. Humboldts die zweite, die 
wissenschaftliche, Entdeckung Südamerikas genannt, so kann man die Jahre, die nun 
folgten, die dritte, die wirtschaftliche, Entdeckung des südlichen Kontinentes nennen. 
Hier standen zum ersten Male in Übersee die hanseatischen Kaufleute in freiem Wett 
bewerbe mit anderen Völkern, unbehindert durch koloniale Monopole und koloniale 
Traditionen, nicht mehr als Schleichhändler oder Gelegenheitssucher. 
Durch den Zwang eines Vierteljahrtausends hatten sie gelernt, jeden Weg zu 
nützen, der sich ihnen bot. Sie hatten gelernt, auch ohne den Rückhalt eines starken 
nationalen Staates, durch eigene Findigkeit und Zähigkeit sich eine Stellung in der 
Welt des Handels zu schaffen. Sie hatten allerdings auch gelernt, sich vor den Mäch 
tigen dieser Welt zu ducken und zu drücken. Ihre Stadtstaaten waren zu Kaufmanns 
gemeinschaften geworden, deren Leben sich ganz auf die eigenen Jnteressenkreise ein 
gestellt hatte; sie hatten, wie Bürgermeister Smidt es 1808 faßte, in ihrem „indivi 
duellen Civismus und hanseatischen Föderalismus" es verlernt, „Deutsche zu sein" 
und „mit den übrigen vereinigten Stämmen der deutschen Nation Leid und Freude 
zu teilen". 
Es ist ungerecht, über diese Kaufmannsaristokratien hart abzuurteilen. Ihre 
Zustände waren gegeben durch ihre geographische Lage, durch die geschichtliche Ent 
wicklung Westeuropas und des alten Deutschen Reiches. Diese selben hanseatischen 
Kaufleute sind in weiterem Verlaufe des 19. Jahrhunderts die Pioniere eines großen 
deutschen Vaterlandes in der Übersee geworden, lange ehe es wieder eine deutsche 
Flagge gab. Damals aber, als sie sich anschickten zu ihrer neuen nationalpolitischen 
Aufgabe, des soll man eingedenk sein, da war die Forderung von Einigkeit und Recht 
und Freiheit für das deutsche Vaterland im deutschen Inlande noch mit bitterer Ge 
fahr für Leib und Leben verbunden. 
Über dem Jammer der Reaktionszeit wollen wir deshalb in diesem Zusammen 
hange eines deutschen Mannes nicht vergessen, unseres Friedrich List, der mit hin 
reißender Beredsamkeit seinen Glauben an ein freies, industriegewaltiges und fee- 
mächtiges Deutschland öffentlich bekannte und als ein Märtyrer dieses seines Glaubens 
starb. Ihn hatte der Staatsgedanke mächtig gepackt zu einer Zeit, wo es keinen 
deutschen Staat gab; ihn, den Schwaben, der die weite Welt gesehen, der die Erbärm 
lichkeit der kleinen deutschen Despotien und die Weltgröße der Angelsachsen am eigenen 
Leibe erfahren hatte. 
„Nirgends haben Arbeitsamkeit und Sparsamkeit, Erfindungs- und Unterneh 
mungsgeist der Individuen Bedeutendes zustande gebracht, wo sie nicht durch die 
bürgerliche Freiheit, die öffentlichen Institutionen und Gesetze, durch die Staats 
administrationen und durch die äußere Politik, vor allem aber durch die Einheit und 
Macht der Nation unterstützt gewesen sind." „Die Geschichte kennt kein reiches, kein 
Handel- und gewerbetreibendes Volk, das nicht auch ein freies gewesen wäre." 
So faßte er das Ergebnis seiner Geschichtsauffassung zusammen und prophezeite, 
seiner Zeit genial voraneilend, den „souveränen Kirchspielen" der Hanseaten, daß sie 
für ihre Nation werden müßten, „was London und Liverpool den Engländern, 
New York, Boston und Philadelphia den Amerikanern sind"; für ihre Nation, die 
„von der Natur selbst berufen ist, sich unter den kolonisierenden und kulturverbrei 
tenden Nationen in die erste Reihe zu stellen".
	        

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Volkswirtschaftliches Quellenbuch. Verlag von A. W. Zickfeldt, 1913.
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