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Volkswirtschaftliches Quellenbuch

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Bibliographic data

fullscreen: Volkswirtschaftliches Quellenbuch

Monograph

Identifikator:
890771383
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-10133
Document type:
Monograph
Author:
Mollat, Georg http://d-nb.info/gnd/139428143
Title:
Volkswirtschaftliches Quellenbuch
Edition:
Vierte, erweiterte und vermehrte Auflage
Place of publication:
Osterwieck/Harz
Publisher:
Verlag von A. W. Zickfeldt
Year of publication:
1913
Scope:
1 Online-Ressource (XXVIII, 654 Seiten)
Digitisation:
2017
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Vierter Teil. Weltwirtschaft und Handelspolitik
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Volkswirtschaftliches Quellenbuch
  • Title page
  • Autorenverzeichnis
  • Contents
  • Erster Teil. Deutsche Volkswirte, Kaufleute und Industrielle
  • Zweiter Teil. Handel
  • Dritter Teil. Industrie
  • Vierter Teil. Weltwirtschaft und Handelspolitik
  • Fünfter Teil. Verkehr
  • Sechster Teil. Volkswirtschaftliche Zustände in den Vereinigten Staaten von Amerika
  • Index

Full text

1. Deutsche Handelspolitik am Anfange des 19. Jahrhunderts. 489 
Verschiedenheiten. Die Uckermark und die Priegnitz hatten in manchen Beziehungen 
verschiedene Tarife. 8006 Akzise- und Zollbeamten wachten über die Besteuerung 
von 2775 belegten Artikeln. Es ist selbstverständlich, daß darunter der inländische 
Handel ganz besonders litt, während andererseits Preußens ausländischer Handel da 
durch gelähmt war, daß eine Menge von Produkten nicht ein- oder ausgeführt werden 
konnten. 
Was das Gewerbewesen Preußens anlangt, so fällt zwar in jene Zeit die Ein 
führung der Gewerbefreiheit, und zwar für Preußen und Litauen 1806 und 1808, 
für die ganze Monarchie 1810. Aber über die Wirkung dieser liberalen Maßregel, 
die jedenfalls auf den Nationalgeist ihren heilsamen Einfluß ausübte, in wirt 
schaftlicher Beziehung gibt es keinen Nachweis. Jedenfalls ist dem Urteil 
Gustav Schmollers beizustimmen, daß die gewerblichen Gesamtverhältnisse sich zunächst 
nicht viel geändert haben werden, weil sie unter dem Druck vieler anderer, mächtiger 
wirkender Ursachen standen. 
Wo wirklich Grcnzzölle statt der früheren Binnenzölle errichtet wurden, wie in 
der Hauptsache in Bayern (1807), in Württemberg (1808), in Baden (1812), da 
ging der Segen dieser volkswirtschaftlichen Tat wenigstens für Gesamtdeutschland da 
durch verloren, daß sich nun die einzelnen deutschen Staaten zugleich mit dieser Maß 
regel noch schroffer voneinander abschlössen. Im Gewerbewesen ward hier bis in die 
zwanziger Jahre keine durchgreifende Änderung versucht. 
Einen solchen Zustand traf die von Napoleon verordnete Kontinentalsperre, die 
sich bekanntlich auf alle deutschen Staaten erstreckte. Es ist unmöglich, die zahllosen 
Schikanen dieses Systems in Kürze klarzulegen: sie gingen parallel mit den politischen 
Quälereien, welchen damals Deutschland völlig zu unterliegen drohte. Aber die 
Wirkung dieser Maßregel läßt sich kurz nach zwei Richtungen hin verfolgen. Aus 
der einen Seite wurden zwar einige Gewerbezweige gehoben, weil sie gegen Eng 
lands industrielle Konkurrenz geschützt waren, ja es entstanden selbst neue Industrien, 
die seit jener Zeit sich blühend erhielten, auf der anderen Seite aber kamen andere 
nur in desto größere Verlegenheit. Denn dieses in seiner Art einzige Experiment ver 
nichtete den Seehandel und machte den Bezug der Kolonialwaren und mancher nötiger 
Rohstoffe unmöglich oder verteuerte ihn außerordentlich. Die Unternehmungslust, die 
in Friedenszeiten vielleicht eine günstige Gelegenheit, sich von England zu eman 
zipieren, ergriffen hätte, lag darnieder. Fehlte es doch in jenen recht- und ruhelosen 
Zeiten an Geld, an Arbeitshänden und am wagenden Mut. Dazu blieben die Zölle 
im Innern Deutschlands fortbestehen; Deutschland wurde mit französischen Waren 
überschwemmt, während Frankreich sich den deutschen Erzeugnissen durch ein immer 
schärfer ausgebildetes Prohibitivsystem verschloß. 
Mit dem Sturze Napoleons fielen auch die Schranken, welche England in 
industrieller Beziehung vom Kontinent getrennt hatten. Es war natürlich, daß die 
Rückkehr des Friedens auch Leben, Bewegung und neue Schaffenslust in alle Zweige 
der Industrie brachte. Aber das währte nicht lange. England suchte sogleich die im 
Kampfe mit Napoleon gebrachten riesigen Opfer zu ersetzen: es war auch im wirt 
schaftlichen Kampfe nicht unterlegen, sondern hatte vielmehr die Alleinherrschaft über 
das Meer erlangt. Was war natürlicher, als daß die fast ein Jahrzehnt hindurch 
zurückgehaltene Tätigkeit von Englands Handel und Industrie plötzlich losbrach wie 
ein Strom, dessen Wasser lange ein Wehr beengte! Und welche Revolutionen hatten 
sich unterdessen in der englischen Industrie vollzogen! Tausende von Maschinen hatten 
sich ihr zur Verfügung gestellt, Verbesserungen aller Art hatten die Produktion ins 
Massenhafte gesteigert. Und alle diese Massen englischer Produkte ergossen sich über 
das offene Deutschland. Englands Handel nach dem Festlande soll sich dank dem 
Absätze seiner wohlfeilen Massenprodukte schon im Dezennium von 1782—1792
	        

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Volkswirtschaftliches Quellenbuch. Verlag von A. W. Zickfeldt, 1913.
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