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Volkswirtschaftliches Quellenbuch

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Bibliographic data

fullscreen: Volkswirtschaftliches Quellenbuch

Monograph

Identifikator:
890771383
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-10133
Document type:
Monograph
Author:
Mollat, Georg http://d-nb.info/gnd/139428143
Title:
Volkswirtschaftliches Quellenbuch
Edition:
Vierte, erweiterte und vermehrte Auflage
Place of publication:
Osterwieck/Harz
Publisher:
Verlag von A. W. Zickfeldt
Year of publication:
1913
Scope:
1 Online-Ressource (XXVIII, 654 Seiten)
Digitisation:
2017
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Vierter Teil. Weltwirtschaft und Handelspolitik
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Volkswirtschaftliches Quellenbuch
  • Title page
  • Autorenverzeichnis
  • Contents
  • Erster Teil. Deutsche Volkswirte, Kaufleute und Industrielle
  • Zweiter Teil. Handel
  • Dritter Teil. Industrie
  • Vierter Teil. Weltwirtschaft und Handelspolitik
  • Fünfter Teil. Verkehr
  • Sechster Teil. Volkswirtschaftliche Zustände in den Vereinigten Staaten von Amerika
  • Index

Full text

ö. Fürst Bismarck als Handelspolitiker. 
303 
und hätte er weiter die Fäden der Weltpolitik in Händen gehabt, so hätte er wahr 
scheinlich manche seiner Forderungen, die seinem Amtsnachfolger so große Schwierig 
keiten bereitet haben, erheblich herabgestimmt. Es lag nicht in seiner Natur, ä tont 
prix sich auf einen prinzipiell gewonnenen Standpunkt, den autonomen Tarif, zu ver 
steifen. Nicht darauf kommt es an, ob wir am beweglichen und selbständigen Tarif 
festhalten, oder ob wir uns für Jahre vertragsmäßig binden, sondern darauf, welche 
Tarifsätze hüben und drüben für uns am vorteilhaftesten sind. Die Industrie, die 
jetzt in Deutschland neben der Landwirtschaft mindestens gleichwertig mitzusprechen 
hat, wünscht in erster Linie möglichste Stetigkeit in ihren handelspolitischen Beziehun 
gen zum Ausland. Die industrielle Entwickelung, der wir unsere zunehmende Wohl 
habenheit verdanken und damit auch die Sicherheit unserer militärisch-politischen Lage, 
künstlich wieder zurückzudrängen, heißt einer Utopie nachjagen, die von keinem ver 
ständigen Menschen ernst genommen werden kann. Die rapide Ausdehnung der 
deutschen Manufakturen ist im heutigen Völkerkonzert ein machtgebietender Faktor, 
der nicht außer Anschlag gebracht werden darf. Ihre Größe und Leistungsfähigkeit 
verdankt sie aber in erster Linie der Bismarckianischen Handelspolitik. Diese Tat 
wird ihm nie vergessen werden. 
Anmerkung. Aus dem berühmten Schreiben, das Fürst Bismarck unter dem 15. De 
zember 1878 an den Bundesrat richtete, mögen nach Bueck, Der Zentralverband Deutscher 
Industrieller 1876—1901. 1. Bd. Berlin, I. Guttentag, 1902. S. 382—384 die folgenden 
charakteristischen Stellen hier mitgeteilt werden: 
„Ich lasse dahingestellt, ob ein Zustand vollkommener gegenseitiger Freiheit des inter 
nationalen Verkehrs, wie ihn die Theorie des Freihandels als Ziel vor Augen hat, dem Interesse 
Deutschlands entsprechen würde. Solange aber die meisten der Länder, auf welche wir mit 
unserem Verkehr angewiesen sind, sich mit Zollschranken umgeben und die Tendenz zur Er 
höhung derselben noch im Steigen begriffen ist, erscheint es mir gerechtfertigt und im wirt 
schaftlichen Interesse der Nation geboten, uns in der Befriedigung unserer finanziellen Be 
dürfnisse nicht durch die Besorgnis einschränken zu lassen, daß durch dieselben deutsche Produkte 
eine geringe Bevorzugung vor ausländischen erfahren. 
Der jetzt bestehende Vereinszolltarif enthält neben den reinen Finanzzöllen eine Reihe 
von mäßigen Schutzzöllen für bestimmte Industriezweige. . . . 
Schutzzölle für einzelne Industriezweige aber wirken, zumal wenn sie das durch die 
Rücksicht auf den finanziellen Ertrag gebotene Maß überschreiten, wie ein Privilegium und 
begegnen auf Seiten der Vertreter der nicht geschützten Zweige der Erwersbtätigkeit der Ab 
neigung, welcher jedes Privilegium ausgesetzt ist. Dieser Abneigung wird ein Zollsystem nicht 
begegnen können, welches innerhalb der durch das finanzielle Interesse gezogenen Schranken 
der gesamten inländischen Produktion einen Vorzug vor der ausländischen Produktion auf 
dem einheimischen Markt gewährt. Ein solches System wird nach keiner Seite hin drückend 
erscheinen können, weil seine Wirkungen sich über alle produzierenden Kreise der Ration 
gleichmäßiger verteilen, als es bei einem System von Schutzzöllen für einzelne Industriezweige 
der Fall ist. Die Minderheit der Bevölkerung, welche überhaupt nicht produziert, sondern 
ausschließlich konsumiert, wird durch ein die gesamte nationale Produktion begünstigendes 
Zollsystem scheinbar benachteiligt. Wenn indessen durch ein solches System die Gesamtsumme 
der im Inlands erzeugten Werte vermehrt und dadurch der Volkswohlstand im ganzen ge 
hoben wird, so wird dies schließlich auch für die nicht produzierenden Teile der Bevölkerung 
und namentlich für die auf festes Geldeinkommen angewiesenen Staats- und Gemeinde 
beamten von Nutzen fein: denn es werden der Gesamtheit dann die Mittel zur Ausgleichung 
von Härten zu Gebote stehen, falls sich in der Tat eine Erhöhung der Preise der Lebens 
bedürfnisse aus der Ausdehnung der Zollpflichtigkeit auf die Gesamteinfuhr ergeben sollte. 
Eine solche Erhöhung wird jedoch in dem Maße, in welchem sie von den Konsumenten be 
fürchtet zu werden pflegt, bei geringen Zöllen voraussichtlich nicht eintreten, wie ja auch um 
gekehrt nach Aufhebung der Mahl- und Schlachtsteuer die Brot- und Fleischpreise in den 
früher davon betroffenen Gemeinden nicht in einer bemerkbaren Weise zurückgegangen sind.
	        

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Volkswirtschaftliches Quellenbuch. Verlag von A. W. Zickfeldt, 1913.
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