Digitalisate EconBiz Logo Full screen
  • First image
  • Previous image
  • Next image
  • Last image
  • Show double pages
Use the mouse to select the image area you want to share.
Please select which information should be copied to the clipboard by clicking on the link:
  • Link to the viewer page with highlighted frame
  • Link to IIIF image fragment

Volkswirtschaftliches Quellenbuch

Access restriction


Copyright

The copyright and related rights status of this record has not been evaluated or is not clear. Please refer to the organization that has made the Item available for more information.

Bibliographic data

fullscreen: Volkswirtschaftliches Quellenbuch

Monograph

Identifikator:
890771383
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-10133
Document type:
Monograph
Author:
Mollat, Georg http://d-nb.info/gnd/139428143
Title:
Volkswirtschaftliches Quellenbuch
Edition:
Vierte, erweiterte und vermehrte Auflage
Place of publication:
Osterwieck/Harz
Publisher:
Verlag von A. W. Zickfeldt
Year of publication:
1913
Scope:
1 Online-Ressource (XXVIII, 654 Seiten)
Digitisation:
2017
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Vierter Teil. Weltwirtschaft und Handelspolitik
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Volkswirtschaftliches Quellenbuch
  • Title page
  • Autorenverzeichnis
  • Contents
  • Erster Teil. Deutsche Volkswirte, Kaufleute und Industrielle
  • Zweiter Teil. Handel
  • Dritter Teil. Industrie
  • Vierter Teil. Weltwirtschaft und Handelspolitik
  • Fünfter Teil. Verkehr
  • Sechster Teil. Volkswirtschaftliche Zustände in den Vereinigten Staaten von Amerika
  • Index

Full text

516 Vierter Teil. Weltwirtschaft und Handelspolitik. IV. Deutsche Handelspolitik. 
Kultur und Wohlfahrt in den einzelnen Entwicklungsstadien derselben bedient hat. 
Es erscheint das Ganze als die Durchführung eines großen Erziehungsprozesses, ver 
gleichbar dem eines einzelnen Menschen. In der Kindheit wird ihm jede Handlung 
und Bewegung gewiesen, jede Störung von dem zarten Organismus auf das sorg 
samste abgehalten, im Jünglingsalter ziehen Eltern und Erzieher die schützende und 
führende Hand allmählich zurück, bis endlich der fertige Mann in stolzer Selbständig 
keit den Kampf mit der rauhen Wirklichkeit mutig aufnimmt und gerade in biefcm 
Kampfe zu immer größerer Tatkraft erstarkt. 
So kann die Zeit vom Dreißigjährigen Kriege bis zum Anfange des 19. Jahr 
hunderts als die Kindheit der deutschen Industrie, der Verlauf des 19. Jahrhunderts 
als ihr Jünglingsalter angesehen werden, und es fragt sich nur noch bei jedem ein 
zelnen Industriezweige, ob er schon zur männlichen Entwicklung herangereift ist, oder 
ob er noch eine Zeitlang des Schutzes und der Erziehung bedarf. 
Im 18. Jahrhundert galt es, Deutschland aus dem furchtbaren Elend, in welches 
es der Dreißigjährige Krieg und die politische Ohnmacht des Reichs gestürzt hatten, 
herauszuheben und einer armen und gesunkenen Bevölkerung neue Erwerbsquellen 
zu eröffnen. Dieser Aufgabe nahmen sich die Landesherren in Preußen an. Künstlich 
belebte Einwanderung aus industriellen Gegenden, Geldvorschüsse, Geschenke, Rege 
lung der gewerblichen Verfassung und der Technik seitens der Obrigkeit, ausgedehnter 
staatlicher Gewerbe- und Handelsbetrieb, möglichste Absperrung jedes einzelnen Indu 
striebezirks und des ganzen Staatsgebietes gegen das weiter vorgeschrittene Ausland, 
dies waren die scharf eingreifenden und straff gehandhabten Mittel, wodurch es ge 
lang, den geschwundenen Gewerbfleiß in Preußen neu zu beleben und die Grundlage 
zur späteren Entfaltung desselben zu schaffen. 
Mit der Proklamierung der Gewerbefreiheit im Jahre 1810 hörte dann jede 
direkte Unterstützung der Industrie von seiten des Staates auf. Nur blieb noch 
lange Zeit speziell für die Eisenindustrie das landesherrliche Hüttenwesen als Beispiel 
eines mustergültigen Betriebes erhalten; es wurde jedoch, als die Tüchtigkeit der 
Privathütten immer mehr wuchs, allmählich eingeschränkt. 
Auch die Handelspolitik erfuhr mit der großen Zollreform von 1818 eine voll 
ständige Umwandlung. Dem Auslande gegenüber behielt man einen mäßigen Schutz 
zoll bei, welcher die Konkurrenz desselben absichtlich nicht ausschloß; denn, wie sich die 
berühmte Geschäftsinstruktion vom 26. Dezember 1808 — einigermaßen den Ereig 
nissen vorgreifend — äußerte, hielt man „neben der Unbeschränktheit bei Erzeugung 
und Verfeinerung der Produkte die Leichtigkeit des Verkehrs und Freiheit des Han 
dels, sowohl im Inneren als mit dem Auslande, für ein notwendiges Erfordernis zum 
Gedeihen von Industrie, Gewerbfleiß und Wohlstand, zugleich auch für das natür 
lichste, wirksamste und bleibendste Mittel, ihn zu befördern." Die wichtigste Seite der 
großen preußischen Zollreform war aber die Schaffung eines weiten Binnenmarktes, 
indem auf dem vergrößerten Staatsgebiete die Akzise und die Binnenzölle beseitigt 
und so einerseits die innere Konkurrenz als bestes Belebungsmittel der Industrie an 
die Stelle der direkten staatlichen Subventionen gesetzt wurde und andererseits der un 
gehemmte Vertrieb der Waren aller Industriezweige über ein dem Auslande gegen 
über geschütztes Gebiet in ausgedehnterem Maße ermöglicht wurde. Hierin lag auch 
der Segen der Gründung des Zollvereins im Jahre 1833 und seiner allmählichen Er 
weiterung über ganz Deutschland. Jeder Zuwachs desselben war ein neuer Impuls 
für die deutsche Industrie zu erhöhter Tüchtigkeit der Leistungen, wenn auch einzelne 
Werke der verschärften inneren Konkurrenz erlagen. Dem Auslande gegenüber setzte 
der Zollverein die preußischen Traditionen eines mäßigen Schutzes fort. Unter diesen 
Verhältnissen erfreute sich zunächst die Eisenindustrie einer ruhigen und stetigen Ent 
wicklung. Der Eisenverbrauch dehnte sich bei allmählicher Steigerung des allgemeine»
	        

Download

Download

Here you will find download options and citation links to the record and current image.

Monograph

METS MARC XML Dublin Core RIS Mirador ALTO TEI Full text PDF EPUB DFG-Viewer Back to EconBiz
TOC

Chapter

PDF RIS

This page

PDF ALTO TEI Full text
Download

Image fragment

Link to the viewer page with highlighted frame Link to IIIF image fragment

Citation links

Citation links

Monograph

To quote this record the following variants are available:
URN:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

Chapter

To quote this structural element, the following variants are available:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

This page

To quote this image the following variants are available:
URN:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

Citation recommendation

Volkswirtschaftliches Quellenbuch. Verlag von A. W. Zickfeldt, 1913.
Please check the citation before using it.

Image manipulation tools

Tools not available

Share image region

Use the mouse to select the image area you want to share.
Please select which information should be copied to the clipboard by clicking on the link:
  • Link to the viewer page with highlighted frame
  • Link to IIIF image fragment

Contact

Have you found an error? Do you have any suggestions for making our service even better or any other questions about this page? Please write to us and we'll make sure we get back to you.

How much is one plus two?:

I hereby confirm the use of my personal data within the context of the enquiry made.