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Volkswirtschaftliches Quellenbuch

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Bibliographic data

fullscreen: Volkswirtschaftliches Quellenbuch

Monograph

Identifikator:
890771383
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-10133
Document type:
Monograph
Author:
Mollat, Georg http://d-nb.info/gnd/139428143
Title:
Volkswirtschaftliches Quellenbuch
Edition:
Vierte, erweiterte und vermehrte Auflage
Place of publication:
Osterwieck/Harz
Publisher:
Verlag von A. W. Zickfeldt
Year of publication:
1913
Scope:
1 Online-Ressource (XXVIII, 654 Seiten)
Digitisation:
2017
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Fünfter Teil. Verkehr
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Volkswirtschaftliches Quellenbuch
  • Title page
  • Autorenverzeichnis
  • Contents
  • Erster Teil. Deutsche Volkswirte, Kaufleute und Industrielle
  • Zweiter Teil. Handel
  • Dritter Teil. Industrie
  • Vierter Teil. Weltwirtschaft und Handelspolitik
  • Fünfter Teil. Verkehr
  • Sechster Teil. Volkswirtschaftliche Zustände in den Vereinigten Staaten von Amerika
  • Index

Full text

548 
Fünfter Teil. Verkehr. III. Eisenbahnen. 
lichen Elementen der Keim und Anfang der heutigen Lokomotivkonstruktion, aus dem 
denkwürdigen Wettkampfe bei Rainhill vom 6.—12. Oktober 1829 hervor. 
Georg Stephenfon war. wie fast alle großen Erfinder, ein Eklektiker im 
höchsten Sinne des Wortes. Den Hochdruckdampf, den ihm G o r d o n , die Erfah 
rungen über Adhäsion zwischen Rad und Schiene und die Wirkungen des Blaserohrs, 
die ihm Richard Trevethik hinterlassen, die Idee zum vielröhrigen Kessel, 
die ihm B o o t h gegeben hatte, vereinigte sein Genie, was keiner seiner Vorgänger 
gekonnt hatte, zur großen praktischen Tat: der Konstruktion des „Rocket“, der E r - 
findung der modernen Lokomotive. Wie die stehende Dampf 
maschine, in fast vollendeter Form, aus Hand und Hirn James Watts her 
vorging, so übergab Georg Stephenson die rollende Dampfmaschine 
der Mitwelt in einer Gestalt, an der seine Epigonen wohl im Detail bessern, durch 
arbeiten, verstärken konnten, der sie aber kein wesentliches Organ mehr anzufügen hatten. 
Das neue Rüstzeug der Zivilisation ist fertig aus seiner Hand hervorgegangen. 
Der 16. September 1830, der Tag der Eröffnung der Liverpool- und Man 
chester-Bahn, sollte, wie in aller seiner Glorie, so auch in Freud und Leid, ein ver 
kleinertes Abbild der Zukunft des Eisenbahnwesens werden. Die Reduktion des 
Raumes zwischen der größten Fabrikstadt und der zweitgrößten Hafenstadt der Welt 
auf weniger als ein Viertel des früheren, mit allen ihren unabsehbaren Konsequenzen, 
führte die ganze segenspendende Gewalt der neuen großen Erfindung mit einem 
Schlage überwältigend vor Augen; dainit aber auch der düstere Dämon, der in den 
dienstbar gemachten, gewaltigen Kräften wohnt, warnend zur Erscheinung komnie, 
forderte er gleich am Eröffnungstage der ersten modernen Eisenbahn eines seiner kost 
barsten Opfer. Das Parlamentsmitglied H u s k i s s o n wurde von einer Lokomotive 
überfahren und getötet. 
Wie man den Tag des Beginns des Wettfahrens zu Rainhill (6. Oktober 1829) 
als den Geburtstag der Lokomotive feiern darf, so muß man die Schaffung des 
modernen Eisenbahnsystems vom Tage der Eröffnung der ersten, mit schnellfahrenden 
Lokomotiven betriebenen Linie, der Liverpool- und Manchester-Bahn, datieren. Mit 
beiden, zu den denkwürdigsten in der Geschichte der Kultur gehörenden Tagen ist der 
Name Georg Stephen sons unsterblich verknüpft. 
Die Königin, der Adel und das Volk von England haben ihm neben Watt, 
Wellington, Nelson und Shakespeare ein Denkmal in der Westminster- 
abtei errichtet. 
Wie aber jedes dankbare Volk die Waffen, die edle Helden im Kampfe für 
das Vaterland getragen haben, in seinem Pantheon zu Trophäen gruppiert, auf 
bewahrt, so hat England zu Darlington und zu London die ersten Lokomotiven, 
welche Stephenson erdachte, im Namen der ganzen dankbaren Welt auf Posta 
menten zu ewigem Andenken ausgestellt, als glanzlose, aber dennoch leuchtende 
Trophäen aus den Waffen und Rüstzeugen, die einer der siegreichsten Ritter vom 
Geiste im friedlichen, aber ernsten Kampfe geführt hat für das höchste Ziel der 
Menschheit: die Zivilisation. 
5. Die Anfänge des Eisenbahnwesens in Deutschland. 
Von Gustav Cohn. 
Cohn, Nationalökonomie des Handels und des Verkehrswesens. Stuttgart, Friedrich 
Enke, 1898. S. 872—879. 
Im März 1825 weist der hochverdiente Industrielle Fritz H a r k o r t auf die 
englischen Eisenbahnen hin und empfiehlt ihre Nachahmung; die Zeitschrift „Hermann"
	        

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Volkswirtschaftliches Quellenbuch. Verlag von A. W. Zickfeldt, 1913.
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