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Volkswirtschaftliches Quellenbuch

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Bibliographic data

fullscreen: Volkswirtschaftliches Quellenbuch

Monograph

Identifikator:
890771383
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-10133
Document type:
Monograph
Author:
Mollat, Georg http://d-nb.info/gnd/139428143
Title:
Volkswirtschaftliches Quellenbuch
Edition:
Vierte, erweiterte und vermehrte Auflage
Place of publication:
Osterwieck/Harz
Publisher:
Verlag von A. W. Zickfeldt
Year of publication:
1913
Scope:
1 Online-Ressource (XXVIII, 654 Seiten)
Digitisation:
2017
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Fünfter Teil. Verkehr
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Volkswirtschaftliches Quellenbuch
  • Title page
  • Autorenverzeichnis
  • Contents
  • Erster Teil. Deutsche Volkswirte, Kaufleute und Industrielle
  • Zweiter Teil. Handel
  • Dritter Teil. Industrie
  • Vierter Teil. Weltwirtschaft und Handelspolitik
  • Fünfter Teil. Verkehr
  • Sechster Teil. Volkswirtschaftliche Zustände in den Vereinigten Staaten von Amerika
  • Index

Full text

5. Die Anfänge des Eisenbahnwesens in Deutschland. 549 
enthält einen Artikel von seiner Hand über die „Eisenbahnen (Railroads)", welcher 
über die englischen Projekte berichtet. Die Eisenbahnen werden manche Revolution 
in der Handelswelt hervorbringen, heißt es darin, und zum Schlüsse: „möge auch im 
Vaterlande bald die Zeit kommen, wo der Triumphwagen des Gewerbefleißes mit 
rauchenden Kolossen bespannt ist und dem Gemeinsinne die Wege bahnet".*) Im 
Sommer 1826 wurde in Elberfeld eine kleine Probebahn aufgestellt. Die Folge war 
das Projekt einer Kohleneisenbahn von Heisingen an der Ruhr nach dem Wuppertal. 
Aber es erhob sich alsbald Widerspruch, weil die Kohlenfuhrleute durch Eisenbahnen 
zu sehr geschädigt werden würden, weil ein Ausfall an Chausseegeld eintreten würde rc. 
Mehrere vermeinllich gefährdete Kohlengrubenbesitzer remonstrierten bei der Staats 
regierung gegen dieses schädliche Unternehmen, noch ehe das Gesuch um Konzession 
eingereicht war. Dieses wurde dann in der Tat abschlägig beschicken (31. Oktober 
1826). Dann folgte 1827 Harkorts Denkschrift über die Vorteile der Eisenbahnanlage 
für den Freiherrn v. Stein, welcher sich der Sache warm annahm. 
Um dieselbe Zeit ist die Denkschrift des Regierungsrats Krüger in Minden ver 
faßt, behufs einer Eisenbahn von der Weser zum Rheine, die Preußen von Holland 
unabhängig und Bremen zum Hauptseehafen für Rheinland-Westfalen machen sollte. 
Sie wurde dem Finanzminister v. M o tz vorgelegt, der zuvor bereits die Entsendung 
von zwei jungen Technikern (1826/27) nach England veranlaßt hatte, auch durch eine 
Reise von Schinkel und Beuth nach England (1826) auf die Eisenbahnen aufmerksam 
geworden war. In dem Hauptverwaltungsbericht für die Jahre 1825—1827 vom 
30. Mai 1828 an den König empfiehlt Motz den Bau einer Eisenbahn von Minden 
nach Lippstadt, um „eine ganz neue Richtung für den Verkehr von Bremen nach dem 
westlichen und südlichen Deutschland innerhalb der eigenen Grenzen der preußischen 
Staaten hervorzurufen".**) 
Jetzt entstanden mehrere Projekte. Der erste wirkliche Erfolg war die aus 
Harkots Veranlassung 1828 gebildete Aktiengesellschaft Steele-Vohwinkel für Pferde 
bahnbetrieb, die 1830 vollendet wurde und 1831 von dem damaligen Generalgouver 
neur der Rheinlande, Prinz Wilhelm, den Namen erhielt. Die Eröffnung der Liver- 
pool-Manchester-Bahn gab neuen Antrieb. Beim Zusammentritt des 3. Westfälischen 
Landtages (Dezember 1830) reichte Harkort einen ausführlichen Antrag auf Ver 
bindung der Weser mit der Lippe ein, als ständisches Unternehmen mit staatlicher 
Unterstützung oder auch als rein staatliches Unternehmen. Der Landtag sprach sich 
dafür aus und ernannte eine Deputation zur Ausführung des Planes. Der Land 
tagsabschied der Regierung erfolgte erst am 22. Juli 1832 und versprach Vorarbeiten 
für den Fall, daß „eine Aktiengesellschaft den Bau auf Privatkosten übernehme, wozu 
der Staat durch Übernahme von Aktien eine angemessene Beihilfe gewähren würde". 
Mehr könnte nicht zugesagt werden, „da das jetzige Kommunikationsbedürfnis durch 
die vorhandene Chaussee gesichert sei, die künftige kommerzielle Wichtigkeit der Anlage 
auf unsicheren Voraussetzungen beruhe rc." Durch die Schrift „Die Eisenbahn von 
Minden nach Köln" (Mürz 1833) suchte Harkort auf den Gemeinsinn der Privaten 
zu wirken, aber mit geringem Erfolge. Für die Teilstrecke Kemnade—Elberfeld ge 
lang es, die Minister des Innern und der Finanzen zu interessieren, welche Staats- 
*) Der Artikel Harkorts ist bei Berger, Der alte Harkort. Ein westfälisches 
Lebens- und Zeitbild. Volksausgabe. Leipzig, Julius Baedeker, 1891. S. 222—224 wieder 
abgedruckt. — G. M. 
**) Aus dem Jahre 1828 stammtauch der Ausspruch Goethes: „Mir ist nicht bange, 
daß Deutschland nicht eins werde; unsere guten Chausseen und künftigen Eisenbahnen werden 
schon das ihrige tun." Eckermann, Gespräche mit Goethe in den letzten Jahren seines 
Lebens (1823—1832.) In Auswahl herausgegeben von Merian. Berlin, Fritz Heyder, [1911]. 
S. 143. — G. M.
	        

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Volkswirtschaftliches Quellenbuch. Verlag von A. W. Zickfeldt, 1913.
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