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Volkswirtschaftliches Quellenbuch

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Bibliographic data

fullscreen: Volkswirtschaftliches Quellenbuch

Monograph

Identifikator:
890771383
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-10133
Document type:
Monograph
Author:
Mollat, Georg http://d-nb.info/gnd/139428143
Title:
Volkswirtschaftliches Quellenbuch
Edition:
Vierte, erweiterte und vermehrte Auflage
Place of publication:
Osterwieck/Harz
Publisher:
Verlag von A. W. Zickfeldt
Year of publication:
1913
Scope:
1 Online-Ressource (XXVIII, 654 Seiten)
Digitisation:
2017
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Fünfter Teil. Verkehr
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Volkswirtschaftliches Quellenbuch
  • Title page
  • Autorenverzeichnis
  • Contents
  • Erster Teil. Deutsche Volkswirte, Kaufleute und Industrielle
  • Zweiter Teil. Handel
  • Dritter Teil. Industrie
  • Vierter Teil. Weltwirtschaft und Handelspolitik
  • Fünfter Teil. Verkehr
  • Sechster Teil. Volkswirtschaftliche Zustände in den Vereinigten Staaten von Amerika
  • Index

Full text

9. Die sibirische Eisenbahn. 
559 
Es war also gerade das Zwischenstück zwischen Mont Cenis und Brenner das weitaus 
größte bahnlose Gebiet der ganzen langgestreckten Alpenkette, was für Italien um 
so verhängnisvoller ward, als dieses bahnlose Stück sich seiner ganzen Ausdehnung 
nach an Oberitalien anlehnt. Es ist daher auch nicht zu verwundern, wenn trotz Mont 
Cenis und trotz Brennerbahn die nördlich der Alpen gelegenen Länder zum großen 
Teil Italien nach wie vor wirtschaftlich durchaus fremd blieben. 
In dritter Linie ist die Gotthardbahn auch von nicht unerheblichem lokalen 
Interesse. Sie durchzieht die Schweizer Kantone Schwyz, Uri und Tessin. Sie 
ist das einzige moderne Verkehrsmittel dieser drei Kantone und hat daher einen 
nicht unerheblichen Lokalverkehr. 
Wir haben demnach bei der Gotthardbahn alle Stufen und Variationen des 
verkehrswirtschaftlichen Getriebes vertreten; sie dient dem Verkehr von Dorf zu Dorf, 
von Land zu Land, von Weltteil zu Weltteil; sie spannt ihre weitfassenden Flügel 
gleichsam über die gesamte menschliche Wirtschaft. Weil aber dies der Fall ist, müssen 
wir die Gesamtausgabe der Gotthardbahn auch von einem allgemeineren und 
ungleich höheren Gesichtspunkte aus zu beurteilen wissen, als wie es die Mehrzahl 
der übrigen heutigen Verkehrslinien erfordern mag. Weil in neue, für Zentraleuropa 
bis dahin zu einem guten Teil verborgene Gebiete führend, hat die Gotthardbahn 
dem unablässig schaffenden Prinzipe der internationalen Arbeitsteilung neue Pfade 
gewiesen und derselben neue Tore geöffnet und damit auch der gesamten menschlichen 
Kultur die Wege zu höheren Bahnen und zu höheren Zielen geebnet. 
9° Die sibirische Eisenbahn. 
Von Eugen Zabel. 
Zabel, Auf der sibirischen Bahn nach China. 2. Aufl. Berlin, Allgemeiner Verein 
für Deutsche Literatur, 1904. S. 264—265 und S. 273—278. 
Der Bau der sibirischen Bahn bedeutet nicht nur eine Errungenschaft für den 
Weltverkehr von außerordentlicher Tragweite, sondern auch den Beginn einer neuen 
Epoche für die Erforschung des gesamten Ländergebiets im nördlichen Asien, das zu 
Rußland gehört und fast anderthalb mal größer als Europa, fünfundzwanzigmal 
größer als Deutschland ist. Von der Zeit an, als die ersten Kosakenscharen vom 
Westen über den Ural drangen, ist Sibirien von Kaufleuten und Unternehmern aller 
Art, von Offizieren, Beamten und Ingenieuren, von Reisenden, die durch die Idee 
des Neuen und Abenteuerlichen angezogen wurden, sowie von gelehrten Männern, 
welche die Ergebnisse ihrer Studien der Welt mitteilen wollten, nach den verschiedensten 
Richtungen durchzogen worden. Aber erst zu Anfang der neunziger Jahre, als mail 
mit der Schienenlegung bei der Usfuribahn im äußersten Osten begann, entwickelte sich 
ein bestimmtes System, nach dem man an die Untersuchung des Bodens für die 
Zwecke der Landwirtschaft und des Bergbaues, die Erforschung des Klimas unter 
den verschiedenen Breitegraden und der mächtigen Stromgebiete ging, deren genaue 
Kenntnis damals noch manches zu wünschen ließ. Erst durch die Anlage der neuen 
Verkehrsstraße wurde man gezwungen, genaue Vermessungen vorzunehmen und 
in das Innere der Urwälder einzudringen, sowie sich eine zuverlässige Kenntnis des 
Landes und seiner Bevölkerung zu verschaffen. 
Der Bau der Schienenstraße hat schon in den Ansängen eine mächtige Be 
wegung vom Westen nach dem Osten veranlaßt. In den Jahren 1893 und 1894 
betrug die Zahl der Auswanderer nach Sibirien je 65 000. Dann folgte im Jahre 
1895 eine plötzliche Steigerung auf 120 000, im Jahre 1896 auf über 200 000 Personen.
	        

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Volkswirtschaftliches Quellenbuch. Verlag von A. W. Zickfeldt, 1913.
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