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Volkswirtschaftliches Quellenbuch

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Bibliographic data

fullscreen: Volkswirtschaftliches Quellenbuch

Monograph

Identifikator:
890771383
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-10133
Document type:
Monograph
Author:
Mollat, Georg http://d-nb.info/gnd/139428143
Title:
Volkswirtschaftliches Quellenbuch
Edition:
Vierte, erweiterte und vermehrte Auflage
Place of publication:
Osterwieck/Harz
Publisher:
Verlag von A. W. Zickfeldt
Year of publication:
1913
Scope:
1 Online-Ressource (XXVIII, 654 Seiten)
Digitisation:
2017
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Sechster Teil. Volkswirtschaftliche Zustände in den Vereinigten Staaten von Amerika
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Volkswirtschaftliches Quellenbuch
  • Title page
  • Autorenverzeichnis
  • Contents
  • Erster Teil. Deutsche Volkswirte, Kaufleute und Industrielle
  • Zweiter Teil. Handel
  • Dritter Teil. Industrie
  • Vierter Teil. Weltwirtschaft und Handelspolitik
  • Fünfter Teil. Verkehr
  • Sechster Teil. Volkswirtschaftliche Zustände in den Vereinigten Staaten von Amerika
  • Index

Full text

600 Sechster Teil. Volkswirtschaftliche Zustände in Amerika. 
zenten, die selbst in großen Kartellen organisiert sind, hat sie für die Versorgung 
gewisser Länder geheime Abmachungen abgeschlossen, in anderen konkurriert sie mit 
ihnen durch ihre Untergesellschaften, von denen die Anglo American Oil Company 
für Großbritannien, die Deutsch-Amerikanische Petroleum-Aktiengesellschaft in 
Bremen*) für Deutschland die wichtigsten sind. Doch sind gerade für Deutschland 
neuerdings Verständigungen über die Preise mit den europäischen Produzenten zu 
stande gekommen. 
Die Gewinne der Standard Oil Company, die ein Kapital von 400 Milli 
onen Ji hat, sind enorm, weit höher als die Dividenden, die öfters zwischen 40 und 
30% betragen haben, ausweisen. 1907 sollen sie zirka 350 Millionen M betragen 
haben. Die Leiter der Gesellschaft, insbesondere ihr Gründer, I. D. Rockefeller, haben 
einen großen Teil der Gewinne aus dem Petroleumgeschäft dazu verwandt, in anderen 
Industrien umfangreiche Beteiligungen zu erwerben, und zwar haben sie sich nament 
lich bestrebt, unentbehrliche Mineralien möglichst zu monopolisieren. So hat Rocke 
feller den größten Teil der wertvollsten Eisenerzminen Amerikas (Lake Superior 
Consolidated Iron Mines) an sich gebracht und war daher eine der Hauptpersonen 
bei der Gründung des Stahltrusts, der diese Minen für seine Erzversorgung brauchte. 
So beherrschen die Standard Oil-Leute einen großen Teil der amerikanischen Kupfer 
produktion, indem sie die Amalgamated Copper Company, eine Holding Com 
pany, die die größten Kupferminengesellschaften besitzt, kontrollieren. Nachdem es 
ihnen gelungen ist, in der Krise von 1907, die wie man behauptete, überhaupt durch 
sie verursacht oder doch verschärft worden sein soll, die ihnen entgegenstehenden großen 
Kupferspekulanten Heinze, Thomas u. a. aus dem Wege zu räumen, dürften sie heute 
den größten Teil der Weltproduktion an Kupfer kontrollieren. Auch auf die Gewin 
nung anderer Metalle (Zink, Blei) haben sie großen Einfluß (American Smetting 
and Kefining Company), ferner kontrollieren sie eine Reihe großer Eisenbahnen 
und eine ganze Menge von Straßen- und Untergrundbahnen, Elektrizitäts-, Gas- und 
Wassergesellschaften, sowie eine Anzahl Nationalbanken und Trustcompanies. 
Man nennt eine solche Zusammenballung kapitalistischer Interessen in den 
Händen einer verhältnismäßig kleinen Gruppe von Personen oder Gesellschaften mit 
einem heute beliebten Modewort „K o n z e r n", und das mächtige Gebäude ganz 
unten am Broadway, in der Nähe des Hafens und der Spitze von New Port, ist der 
Sitz des größten kapitalistischen Konzerns der Welt. Der Wert der Unternehmungen, 
die er beherrscht, wird auf über 5 Milliarden Dollars angegeben. Die populäre Vor 
stellung, wonach dieser gewaltige Kapitalkomplex der Standard Oil Company mit 
allen von ihr beherrschten Unternehmungen eigentlich in der Person von I. D. Rocke 
feller konzentriert und verkörpert sei, ist aber ein Irrtum. Der jetzt 72jährige Gründer 
der Gesellschaft hat sich schon längst von den Geschäften zurückgezogen, er läßt nur 
noch sein Kapital in den verschiedenen Unternehmungen weiter arbeiten und durch 
seine Vertrauten, eine Anzahl geschickter Geschäftsleute, verwerten, die die eigentlich 
treibenden Kräfte in dem Konzern sind. Die Hauptpersonen des gewaltigen Unter 
nehmungskomplexes waren bisher der jetzt verstorbene Henry Rogers und James 
Stillman. 
Die United States Steel Corporation, die größte Kontroll- 
gejellschaft der Welt, entstand 1901 aus dem Zusammenschluß verschiedener großer 
Stahlwerke, von denen die meisten wieder die Kontrolle von kleineren Unterneh 
mungen der Eisenindustrie, des Kohlen- oder Erzbergbaues, des Transportwesens 
und dergleichen hatten oder sich mit solchen fusioniert hatten. Die Hauptgesell 
schaft war die Carnegie Steel Company of New Jersey, die ihrerseits 
*) Jetzt in Hamburg, f. oben S. 454*). — G. M.
	        

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Volkswirtschaftliches Quellenbuch. Verlag von A. W. Zickfeldt, 1913.
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