Digitalisate EconBiz Logo Full screen
  • First image
  • Previous image
  • Next image
  • Last image
  • Show double pages
Use the mouse to select the image area you want to share.
Please select which information should be copied to the clipboard by clicking on the link:
  • Link to the viewer page with highlighted frame
  • Link to IIIF image fragment

Volkswirtschaftliches Quellenbuch

Access restriction


Copyright

The copyright and related rights status of this record has not been evaluated or is not clear. Please refer to the organization that has made the Item available for more information.

Bibliographic data

fullscreen: Volkswirtschaftliches Quellenbuch

Monograph

Identifikator:
890771383
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-10133
Document type:
Monograph
Author:
Mollat, Georg http://d-nb.info/gnd/139428143
Title:
Volkswirtschaftliches Quellenbuch
Edition:
Vierte, erweiterte und vermehrte Auflage
Place of publication:
Osterwieck/Harz
Publisher:
Verlag von A. W. Zickfeldt
Year of publication:
1913
Scope:
1 Online-Ressource (XXVIII, 654 Seiten)
Digitisation:
2017
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Zweiter Teil. Handel
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Volkswirtschaftliches Quellenbuch
  • Title page
  • Autorenverzeichnis
  • Contents
  • Erster Teil. Deutsche Volkswirte, Kaufleute und Industrielle
  • Zweiter Teil. Handel
  • Dritter Teil. Industrie
  • Vierter Teil. Weltwirtschaft und Handelspolitik
  • Fünfter Teil. Verkehr
  • Sechster Teil. Volkswirtschaftliche Zustände in den Vereinigten Staaten von Amerika
  • Index

Full text

7. Nationale und soziale Pflichten des Handels. 
63 
Nutzung fremder Kapitalien nicht zu überschreiten. Wie man bei Notenbanken eine 
sog. Dritteldeckung für nötig hält, um Verlegenheiten und Störungen des Kredits zu 
vermeiden, so ist es nach englischer Rechtsauffassung und Handelsmoral überhaupt 
bedenklich, ein Geschäft mit mehr als zwei Drittel fremden Kapitals, also mit weniger 
als ein Drittel eigener Einlage zu betreiben, während es in Deutschland oft vorkommt, 
daß das Verhältnis wie 9 : 1 ist. Es kann dadurch ein leichtsinniger gemeingefähr 
licher Mißbrauch des Kredits und eine Gefährdung der Güterproduktion und des 
Absatzes herbeigeführt werden. 
Es sind im vorstehenden nur einige wichtige Seiten der Handelsmorallehre 
gestreift. Die Geschäftswelt wird ihre idealen Berufsaufgaben nur dann erfüllen, 
wenn sie ihre Beziehungen zur Volks- und Menschheitsgemeinschaft voll würdigt und 
das tägliche Erwerbs- und Verkehrsleben mit edleren Anschauungen zu durchdringen 
sucht. Insbesondere sollte der Handelsstand selbst gewisse Grenzen der Gewinnbe 
rechnung und Verwendung des Reingewinns ebenso für den eigenen Verbrauch wie 
sür die Vermehrung des eigenen Kapitals festzustellen suchen. England und Amerika 
Zeigen uns leuchtende Beispiele der Verwendung großer Vermögen für Bildungs 
anstalten und gemeinnützige Zwecke. Es gibt auch in den großen deutschen See- 
plätzen Hamburg, Bremen, Lübeck, Stettin, Königsberg und Danzig sowie in den 
großen Binnenplätzen Berlin, Frankfurt a. M., Breslau, Magdeburg, Köln, Mann 
heim, Elberfeld-Barmen, Krefeld, Essen, Leipzig, Dresden, Chemnitz, München, Nürn 
berg, Stuttgart und in zahlreichen anderen mittleren und auch kleineren Plätzen 
viele christliche und jüdische Firmen, welche sich mit einem Gewinn von 10 % begnügen 
und Mehrgewinne über 10 % grundsätzlich oder gewohnheitsmäßig für gemeinnützige 
Zwecke opfern und als Gewinnanteile ihren Angestellten und Arbeitern zufließen 
lassen. Eine Verallgemeinerung dieser Sitte würde die gesteigerte Genußsucht der be- 
wittelten Stände einschränken, Zorn und Neid der unbemittelten Klassen entwaffnen 
und drohenden Umsturzideen oder Anfeindungen des Eigentums sicherer begegnen als 
verbietende Gesetze und administrative Beschränkungen des Vereinswesens. Non leges, 
s ed xnores! Die deutsche Wissenschaft und Ethik muß von ihren Hochschulen aus 
solchen Umwandlungen der geschäftlichen Sitten vorarbeiten! 
7. Nationale und soziale Pflichten des Handels. 
Von Richard Ehrenberg. 
Ehrenberg, Der Handel. sVorträge.j Jena, Gustav Fischer, 1897. S. 77—84. 
Der Kaufmann ist nicht bloß Kaufmann, sondern auch Angehöriger eines Volkes 
und der gesamten Kulturwelt: dieser Zugehörigkeit kann er sich nicht entäußern, ohne 
Einbußen zu erleiden, die auf seine Berufstätigkeit eine unheilvolle Rückwirkung aus 
üben müssen. 
Es darf dem deutschen Kaufmann keineswegs gleichgültig sein, ob er deutsche 
oder englische Waren vertreibt; vielmehr hat er als Deutscher zweifellos die P f l i ch t, 
deutsche Waren vorzuziehen, wenn diese ungefähr ebenso gut und billig sind wie 
englische Waren. Die Engländer haben das schon vor Jahrhunderten als selbst 
verständlich betrachtet, und gerade hierdurch ist ihrer Volkswirtschaft die gewaltige 
Stoßkraft erwachsen, mit der sie die Welt erobert hat. Dann kam freilich auch für 
England eine Zeit, welche das nationale Empfinden zurücktreten ließ. Aber was 
erleben wir in diesem Augenblicke? Seitdem durch bekannte Vorgänge die Eifersucht 
der Engländer gegen die Deutschen so bedauerlich gewachsen ist, kaufen viele englische 
Kaufleute nur noch solche deutsche Waren, die sie notwendig brauchen, d. h. solche,
	        

Download

Download

Here you will find download options and citation links to the record and current image.

Monograph

METS MARC XML Dublin Core RIS Mirador ALTO TEI Full text PDF EPUB DFG-Viewer Back to EconBiz
TOC

Chapter

PDF RIS

This page

PDF ALTO TEI Full text
Download

Image fragment

Link to the viewer page with highlighted frame Link to IIIF image fragment

Citation links

Citation links

Monograph

To quote this record the following variants are available:
URN:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

Chapter

To quote this structural element, the following variants are available:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

This page

To quote this image the following variants are available:
URN:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

Citation recommendation

Die Nationalökonomie in Frankreich. Verlag von Ferdinand Enke, 1910.
Please check the citation before using it.

Image manipulation tools

Tools not available

Share image region

Use the mouse to select the image area you want to share.
Please select which information should be copied to the clipboard by clicking on the link:
  • Link to the viewer page with highlighted frame
  • Link to IIIF image fragment

Contact

Have you found an error? Do you have any suggestions for making our service even better or any other questions about this page? Please write to us and we'll make sure we get back to you.

How much is one plus two?:

I hereby confirm the use of my personal data within the context of the enquiry made.