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Die Nationalökonomie in Frankreich

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Bibliographic data

fullscreen: Die Nationalökonomie in Frankreich

Monograph

Identifikator:
890892032
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-34137
Document type:
Monograph
Author:
Waha, Raymund de http://d-nb.info/gnd/117560855
Title:
Die Nationalökonomie in Frankreich
Place of publication:
Stuttgart
Publisher:
Verlag von Ferdinand Enke
Year of publication:
1910
Scope:
1 Online-Ressource (XIX, 540 Seiten)
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Buch I Die liberale Schule
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Die Nationalökonomie in Frankreich
  • Title page
  • Contents
  • Einleitung
  • Buch I Die liberale Schule
  • Buch II Die katholischen und verwandten Richtungen
  • Buch III Interventionismus, Solidarismus und Protektionismus
  • Buch IV Die Nationalökonomie bei den Philosophen und Soziologen
  • Schlusswort

Full text

150 
Die gegenwärtige Lage der liberalen Schule 
Volkswirtschaftslehre beweisen soll. Dabei ist er nicht einmal 
ein sehr begeisterter Anhänger dieser Lehre. Er übt Kritik am 
Optimismus der liberalen Schule und am Freihandel, teilt 
Chevaliers Ansichten bezüglich der Einmischung des Staates 
ins Wirtschaftsleben und hält am Nichtinterventionismus grund 
sätzlich nur fest, „weil die Freiheit noch das Einfachste und 
Natürlichste ist.“ In seinen spätern Werken 1 ) verzichtete er 
selbst auf das mathematische Räsonnement, teils weil es keinen 
Anklang finde, teils „weil so viele ethische Ursachen, die man 
weder auszählen noch messen kann, auf das Gesetz der Nach 
frage einwirken,“ teils weil der Gebrauch der Mathematik in 
der Volkswirtschaftslehre geeignet sei, die Illusion zu wecken, 
nicht die unvermeidlichen Mängel der Problemstellung, sondern 
die Fehler ausschließende Strenge der Beweisführung gebe den 
Ergebnissen ihre Signatur. Das heißt mit andern Worten, daß 
aus hypothetischen und unbestimmten Prämissen nur hypothe 
tische und unbestimmte Schlußfolgerungen gewonnen werden 
können, deren Wahrheitsgehalt durch den zwingenden Charakter 
des mathematischen Beweisverfahrens nicht berührt wird. 
Nach Cournot versuchte Dupuit in einer Reihe von Auf 
sätzen, welche 1852—1856 im Journal des Economistes erschienen, 
für den Gebrauch algebraischer Gleichungssysteme als Methode 
der Volkswirtschaftslehre Stimmung zu machen. Beide fanden nur 
Gehör bei Jevons und bei dem Franzosen Léon Walras, welcher 
in den sechziger Jahren nach der Schweiz auswanderte und im 
Verein mit seinem geistvollen Schüler Pareto die Universität 
Lausanne zu einer Pflanzstätte der mathematischen National 
ökonomie machte. 
Die liberale Schule in Frankreich blieb der mathematischen 
Methode abgeneigt; ihre Koryphäen, insbesondere E. Levasseur 
i) A. Cournot, Traité de l’enchaînement des idées fondamentales dans les 
Sciences et dans l’Histoire, Paris, 1861. — Principes de la Théorie des Richesses, 
Paris, 1863. — Considérations sur la marche des idées et des évènements dans 
les Temps modernes, Paris, 1876. Cournot war zeitlebens Professor der Philo 
sophie und Rektor an den Universitäten Grenoble und Dijon. Sein letztes Werk 
ist eine tiefgründige Philosophie des Liberalismus ; im 7. Kapitel des V. Buches 
entwickelt er eine philosophische Begründung der notwendigen Existenz wirt 
schaftlicher Naturgesetze und bekennt seinen Glauben an den zukünftigen Sieg 
der wirtschaftlichen Freiheit über den Interventionismus.
	        

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Die Kommunale Vermögensbesteuerung in Hessen. Verlag von Emil Roth, 1905.
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