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Die Nationalökonomie in Frankreich

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Bibliographic data

fullscreen: Die Nationalökonomie in Frankreich

Monograph

Identifikator:
890892032
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-34137
Document type:
Monograph
Author:
Waha, Raymund de http://d-nb.info/gnd/117560855
Title:
Die Nationalökonomie in Frankreich
Place of publication:
Stuttgart
Publisher:
Verlag von Ferdinand Enke
Year of publication:
1910
Scope:
1 Online-Ressource (XIX, 540 Seiten)
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Buch II Die katholischen und verwandten Richtungen
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Die Nationalökonomie in Frankreich
  • Title page
  • Contents
  • Einleitung
  • Buch I Die liberale Schule
  • Buch II Die katholischen und verwandten Richtungen
  • Buch III Interventionismus, Solidarismus und Protektionismus
  • Buch IV Die Nationalökonomie bei den Philosophen und Soziologen
  • Schlusswort

Full text

208 
Die Gründer der heutigen Schulen 
Pé rin. Ja hier tritt die Entsagung geradezu in Rang und 
Stellung des ökonomischen Prinzips schlechthin. 
Charles Perln (1815—1905) x ) ist, obwohl Belgier von Ge 
burt und in Belgien lebend, für die Entwicklung der katholischen 
Sozialökonomik in Frankreich von großer Bedeutung. Er war 
der Vorkämpfer der Nichtinterventionisten. Um ihn gruppierten 
sich insbesondere die Juristen und die Professoren der „Instituts 
Catholiques“ Frankreichs, welche 1890, als es ihnen gelungen 
war, Bischof Freppel zu gewinnen, zur offiziellen Gründung der 
Schule von Angers schritten. 
Périn weicht in zwei wichtigen Punkten von de Metz- 
N ob lat ab. Dieser bemüht sich, die Übereinstimmung der 
klassischen Nationalökonomie mit der katholischen Religion zu 
erweisen 2 ). Périn aber erklärt im Namen des Katholizismus 
dem Klassizismus den Krieg und kämpft aufs heftigste gegen 
ihn an. Allerdings ist seine ökonomische Theorie auch ein 
nichtinterventionistischer Individualismus. Zum zweiten ist 
für de Metz-Noblat die theoretische, reine Nationalökonomie 
') „Charles Périn, geb. 1815 in Mans, studierte in Löwen Hechts- und 
Staatswissenschaft und wurde Advokat in Brüssel. 1844 berief ihn der belgische 
Episkopat auf den Lehrstuhl für öffentliches Recht an der katholischen Uni 
versität in Löwen. 1845 übernahm er dort den durch den Abgang de Coux’ 
freigewordenen Lehrstuhl für Nationalökonomie. 1881 trat er, infolge eines Zer 
würfnisses mit dem Episkopat von seiner Lehrtätigkeit zurück und ging als 
Rechtsanwalt nach Mons. Er starb 1905. Von den zahlreichen Schriften Rärins 
seien nur diejenigen erwähnt, in welchen die ihm eigentümlichen Anschauungen 
am zusammenhängendsten zum Ausdruck kommen. Es sind dies : De la Richesse 
dans les Sociétés Chrétiennes, zuerst 1861, seither mehrere Auflagen ; Les Lois 
de la Société Chrétienne, 1875 ; Premiers Principes d’Economie Politique, zuerst 
1888, dann mehrfach. 
2 ) „Die Nationalökonomie (d. h. die klassische) ist weit entfernt davon, 
mit dem Geiste des Evangeliums in Widerspruch zu stehen; sie beweist vielmehr 
in ihrer Art dessen göttlichen Ursprung. Sie zeigt nämlich, daß die Einrich 
tungen und die Disziplin der Kirche vollständig mit den Grundsätzen einer ganz 
modernen Wissenschaft übereinstimmen (gemeint ist Malthus’ Bevölkerungslehre) ; 
sie zeigt, daß selbst in rein materiellen Dingen die Religion den Gläubigen 
immer die Ratschläge und die Vorschriften gegeben, welche am geeignetsten 
waren, die öffentliche Wohlfahrt zu sichern ; sie zeigt endlich, daß alle wirt 
schaftlichen Fragen in der Übung der christlichen Tugenden jene Lösung 
finden, welche den Schwachen und Unglücklichen am günstigsten ist.“ de Metz- 
Noblat, loc. cit. p. XXXIX.
	        

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Die Nationalökonomie in Frankreich. Verlag von Ferdinand Enke, 1910.
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