Digitalisate EconBiz Logo Full screen
  • First image
  • Previous image
  • Next image
  • Last image
  • Show double pages
Use the mouse to select the image area you want to share.
Please select which information should be copied to the clipboard by clicking on the link:
  • Link to the viewer page with highlighted frame
  • Link to IIIF image fragment

Die Nationalökonomie in Frankreich

Access restriction


Copyright

The copyright and related rights status of this record has not been evaluated or is not clear. Please refer to the organization that has made the Item available for more information.

Bibliographic data

fullscreen: Die Nationalökonomie in Frankreich

Monograph

Identifikator:
890892032
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-34137
Document type:
Monograph
Author:
Waha, Raymund de http://d-nb.info/gnd/117560855
Title:
Die Nationalökonomie in Frankreich
Place of publication:
Stuttgart
Publisher:
Verlag von Ferdinand Enke
Year of publication:
1910
Scope:
1 Online-Ressource (XIX, 540 Seiten)
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Buch I Die liberale Schule
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Die Nationalökonomie in Frankreich
  • Title page
  • Contents
  • Einleitung
  • Buch I Die liberale Schule
  • Buch II Die katholischen und verwandten Richtungen
  • Buch III Interventionismus, Solidarismus und Protektionismus
  • Buch IV Die Nationalökonomie bei den Philosophen und Soziologen
  • Schlusswort

Full text

6 
Die liberale Schule 
Für die Verwirklichung des „ordre naturel“ werden als 
grundlegende Voraussetzungen postuliert: Freiheit der Person, 
Sicherheit des Eigentums, Freiheit der wirtschaftlichen Betäti 
gung (Arbeits-, Anbau-, Gewerbe-, Handelsfreiheit). 
Die Lehre von der alleinigen Produktivität des Ackerbaus 
(Bergbaus, Abbaus von Steinbrüchen) beruht auf dem Irrtum, 
daß nur die Rohproduktion neue Werte erzeuge, weil sie allein 
zu dem vorhandenen Stoffvorrat neue Stoffe hinzufüge, welche 
den „produit net“ bilden 1 ). Die produktive, d. i. die Ackerbau 
treibende Bevölkerungsklasse gibt diesen „produit net“ an die 
Klasse der Grundbesitzer ab. Von dieser gelangt er in die 
Hände der „unfruchtbaren“ Klasse der Handwerker, Kaufleute, 
sowie der von persönlichen Diensten Lebenden (höhere Berufe, 
Arbeiter, Dienstboten usw.). Persönliche Dienste, Handel, Stoff 
veredlung durch die Gewerbe sind zwar nützliche Beschäftigungen, 
aber unfruchtbar, denn sie fügen dem Nationalreichtum keine 
neuen Stoffe oder Wertträger bei; ihr Einkommen wird restlos 
dem „produit net“ der Rohproduktion entnommen. 
Die Wirtschaftspolitik der Physiokraten hat natürlich als 
oberstes Prinzip die Nichtintervention des Staates ins Wirtschafts 
leben. Aber schon sie erkennen tatsächlich an, nicht ausdrück 
te der dritten Phase erscheint die Harmonie der Interessen nicht mehr 
als eine bewußte und gewollte, sondern als eine objektiv in der Natur der Dinge 
gegebene, indem sie in einer auf Arbeitsteilung beruhenden Wirtschaftsordnung 
als natürliche Folge aus dem Ineinandergreifen der menschlichen Handlungen 
hervorgeht. „Das Prinzip der spontanen Wirtschaftsordnung ist damit auf die 
tiefen, beständigen Naturtriebe des Menschen fundiert.“ Dieser Gedanke wurde 
zuerst von Manäeville (The Fable of the Bees or Private Vices, Public Benefits, 
zuerst: London 1706, als Flugblatt) entwickelt. Vgl. Schatz L’Individualisme 
économique et social, Paris 1907, p. 43 ff., 61 ff. 
*) Die naheliegende Konsequenz, der (natürliche) Wert eines Dinges werde 
durch die Menge Rohstoff bedingt, die es enthalte, haben die Physiokraten aller 
dings nicht gezogen. Für sie wird der Wert durch die Konkurrenz von Käufern 
und Verkäufern bestimmt. Die Unterscheidung von Markt- und Normal- oder 
natürlichem Wert, welche seit den Naturrechtslehrern Hugo Grotius, Pufen 
dorf usw. üblich war, wird von den Physiokraten nicht gemacht. Für sie sind 
beide identisch. Folgerichtig ist dies in anderer Richtung, wenn nämlich die 
natürliche und die sittliche Ordnung übereinstimmen, d. h. wenn der Preis, wie 
er sii h in dem Streben von Käufer und Verkäufer nach dem größtmöglichen 
Gewinn bildet, sowohl der natürliche als der gerechte ist. Vgl. Brentano. Die 
Entwicklung der Wertlehre, München 1908, p. 35 ff.
	        

Download

Download

Here you will find download options and citation links to the record and current image.

Monograph

METS MARC XML Dublin Core RIS Mirador ALTO TEI Full text PDF EPUB DFG-Viewer Back to EconBiz
TOC

Chapter

PDF RIS

This page

PDF ALTO TEI Full text
Download

Image fragment

Link to the viewer page with highlighted frame Link to IIIF image fragment

Citation links

Citation links

Monograph

To quote this record the following variants are available:
URN:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

Chapter

To quote this structural element, the following variants are available:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

This page

To quote this image the following variants are available:
URN:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

Citation recommendation

Die Nationalökonomie in Frankreich. Verlag von Ferdinand Enke, 1910.
Please check the citation before using it.

Image manipulation tools

Tools not available

Share image region

Use the mouse to select the image area you want to share.
Please select which information should be copied to the clipboard by clicking on the link:
  • Link to the viewer page with highlighted frame
  • Link to IIIF image fragment

Contact

Have you found an error? Do you have any suggestions for making our service even better or any other questions about this page? Please write to us and we'll make sure we get back to you.

What color is the blue sky?:

I hereby confirm the use of my personal data within the context of the enquiry made.