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Die Nationalökonomie in Frankreich

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Bibliographic data

fullscreen: Die Nationalökonomie in Frankreich

Monograph

Identifikator:
890892032
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-34137
Document type:
Monograph
Author:
Waha, Raymund de http://d-nb.info/gnd/117560855
Title:
Die Nationalökonomie in Frankreich
Place of publication:
Stuttgart
Publisher:
Verlag von Ferdinand Enke
Year of publication:
1910
Scope:
1 Online-Ressource (XIX, 540 Seiten)
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Buch III Interventionismus, Solidarismus und Protektionismus
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Die Nationalökonomie in Frankreich
  • Title page
  • Contents
  • Einleitung
  • Buch I Die liberale Schule
  • Buch II Die katholischen und verwandten Richtungen
  • Buch III Interventionismus, Solidarismus und Protektionismus
  • Buch IV Die Nationalökonomie bei den Philosophen und Soziologen
  • Schlusswort

Full text

Finanzwissenschaft 
421 
Proportionalität kann dort keine Anwendung mehr finden, wo 
keine Steuerfähigkeit vorhanden ist. Diese aber verschwindet 
unterhalb einer gewissen Grenze *)., 
Die Gerechtigkeit verlangt die Proportionalität der Steuer. 
Eine Einheitssteuer muß streng proportional sein; wenn aber 
mehrere Steuern nebeneinander bestehen, so kann es sein, daß 
die Proportionalität der Besteuerung nur dadurch erreicht wird, 
daß progressive Steuern neben solche treten, die umgekehrt 
progressiv wirken, d. h. die kleinen Einkommen mehr als pro 
portional belasten. Solcher Art sind z. B. Verbrauchssteuern. 
Besser jedoch als das Korrektiv direkter progressiver Steuern 
ist in derartigen Fällen die möglichste Herabsetzung der Ver 
brauchssteuern, die das Prinzip der Proportionalität am meisten 
verletzen 2 ). 
Gauwes ist nicht Anhänger der einzigen Steuer; er würde 
aber die von Ménier vorgeschlagene einzige Kapitalsteuer 3 ) der 
einzigen allgemeinen Einkommensteuer vorziehen: 1. wegen der 
Leichtigkeit der Feststellung des steuerbaren Gegenstandes bei 
der Kapitalsteuer, 2. wegen der großen Unsicherheit bei der 
Einkommensteuer, auf wen sie schließlich übergewälzt wird. 
Indem man den Produzenten nach Maßgabe seiner Kapitalien 
besteuert, erreicht man die Befreiung des Verkehrs von jedem 
Hemmnis und eine bedeutende Vereinfachung der Steuererhebung. 
Die Kapitalsteuer hat ferner im Vergleich zur Verbrauchssteuer 
den Vorteil, daß sie eine Fähigkeit trifft, während diese ein 
Bedürfnis, und zwar häufig ein wesentliches, belastet. Wenn 
auch die Steuer übergewälzt wird, d. h. wenn ein Steuervorschuß 
von jemandem gemacht werden muß, so ist es richtiger, ihn 
dem Kapitalisten als dem Verbraucher zur Last zu legen 4 ). 
Zu der Steuerreform in Frankreich nimmt Gauwès in 
folgender Weise Stellung: Es ist eine schwere Unvorsichtigkeit, 
ein ganzes Steuersystem in globo zu beseitigen, um ganz neue 
und folglich mehr oder minder aleatorische Einnahmen an dessen 
Stelle zu setzen. Es würde sich viel eher empfehlen, die be- 
*) ibid. p. 274—275 fis. 
2 ) ibid. p. 279. 
3 ) Charles Ménier, Théorie et Application de l’Impôt sur le Capital, 
Paris 1874. 
4 ) Cauwès, loc. cit. p. 813 fis.
	        

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Die Wirtschaftliche Entwicklung Und Lage Der Elektrotechnik in Der Schweiz. Gedruckt bei J. Munz, 1906.
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