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Geschichte der volkswirtschaftlichen Lehrmeinungen

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Bibliographic data

Object: Geschichte der volkswirtschaftlichen Lehrmeinungen

Monograph

Identifikator:
890892032
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-34137
Document type:
Monograph
Author:
Waha, Raymund de http://d-nb.info/gnd/117560855
Title:
Die Nationalökonomie in Frankreich
Place of publication:
Stuttgart
Publisher:
Verlag von Ferdinand Enke
Year of publication:
1910
Scope:
1 Online-Ressource (XIX, 540 Seiten)
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Buch I Die liberale Schule
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Geschichte der volkswirtschaftlichen Lehrmeinungen
  • Title page
  • Allgemeine Inhaltsangabe
  • Erstes Buch. Die Begründer
  • Zweites Buch. Die Gegner
  • Drittes Buch. Der Liberalismus
  • Viertes Buch. Die Abtrünnigen
  • Fünftes Buch. Die Lehren der neuesten Zeit
  • Analytische Inhaltsübersicht
  • Index

Full text

Kapitel IV. Die auf dem Christentum beruhenden Lehren. 
557 
aller Länder die Tendenz, sich in „christlichen Sozialismus“ umzuwandeln. 
Diese einfache Umstellung der Worte drückt auch den Programmwechsel 
aus. Sie besagt, daß die sozialen Protestanten die wesentlichen Grund 
sätze des internationalen Sozialismus annehmen (Sozialisation der Pro 
duktionsmittel, Klassenkampf, Internationalismus) und ihre vollständige 
Übereinstimmung mit den Geboten des Evangeliums behaupten. 
Jedoch gerade dort, wo der soziale Protestantismus sich als wirt 
schaftliches Programm mit dem Kollektivismus deckt, trennt er sich 
von ihm durch eine kategorische Betonung der Notwendigkeit einer 
moralischen, individuellen Reform, ebenso wie umgekehrt er sich vom 
individualistischen Christentum durch die Betonung unterscheidet, daß 
das individuelle Heil ohne eine Umwandlung der Gesellschaft unmöglich 
ist 1 ): die Herzensänderung schließt auch die Milieuänderung ein. Welchen 
Zweck soll es haben, Leuten, die Keuschheit zu predigen, die dazu ge 
zwungen sind, im gleichen Zimmer ohne Unterschied des Geschlechtes 
oder des Alters zusammen zu schlafen? „Die Gesellschaft“, sagt Fallot, 
„muß so organisiert sein, daß das Heil einem jeden zugänglich ist.“ „Die 
Herrschaft der Großindustrie“, sagt Goünelle, „ist das größte Hindernis 
der Erlösung des Sünders, das Christus jemals angetroffen hat!“ Dieser 
protestantische Sozialismus bleibt in dem Sinne individualistisch, daß 
e r den Individualismus, den er in seiner Form als Egoismus, als zentripetale 
Kraft zu bekämpfen sucht, als Prinzip uneigennütziger Tätigkeit, als 
expansive und zentrifugale Kraft beibehalten und kräftigen will. Gern 
nimmt er als Devise die Worte Vinet’s, die an seinem Denkmal in Lausanne 
geschrieben stehen: „Ich will, daß der Mensch Herr über sich selbst sei, 
damit er um so besser der Diener.Aller sein könne 2 ).“ 
.[Der christliche Sozialismus, und zwar namentlich derjenige prote 
stantischer Herkunft, hatte sich tätig an der Friedensbewegung beteiligt 3 ), 
a ber nur wenige seiner Anhänger sind während des Krieges ihrem Ideal 
treu geblieben. Fast Alle, die einem der kriegführenden Länder angehörten, 
haben sich — ganz wie die anderen Sozialisten — mit dem Kriege abge 
funden, ja, haben im Neuen Testament nach Gründen seiner Recht 
fertigung gesucht (und wäre es auch nur der Grund, daß dieser Krieg 
den Krieg ausrotten werde)] 4 ). 
. *) „Ich will für meine Brüder Anathema sein, sagt Paulus. Mit anderen Worten, 
’ch will nicht allein gerettet werden . . . Erst dann werde ich vollkommen erlöst sein, 
wenn die ganze Menschheit erlöst ist. So ordnet die Lehre des Evangeliums die volle 
Verwirklichung meiner persönlichen -Erlösung der Erlösung der anderen unter 5 * 
(W. Monod, La notion apostolique du salut. — Der apostolische Erlösungs- 
oegriff). 
*) Oder wie er an anderer Stelle in einem beredten Wort sagt: „Um sich hin 
zugeben, muß man sich gehören.“ 
8 ) Ein Kongreß sollte gerade zur Zeit des Kriegsausbruchs in Basel stattfinden. 
. 4 ) Die in r1 stehenden Worte sind ein Zusatz des Verfassers für die 2. deutsche 
Auflage.
	        

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Die Entwicklung Der Weißgerberei. A. Deichert’sche Verlagsbuchhandlung, 1913.
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