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Der Steinkohlenbergbau in Preussen und das Gesetz des abnehmenden Ertrages

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Bibliographic data

fullscreen: Der Steinkohlenbergbau in Preussen und das Gesetz des abnehmenden Ertrages

Monograph

Identifikator:
890892032
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-34137
Document type:
Monograph
Author:
Waha, Raymund de http://d-nb.info/gnd/117560855
Title:
Die Nationalökonomie in Frankreich
Place of publication:
Stuttgart
Publisher:
Verlag von Ferdinand Enke
Year of publication:
1910
Scope:
1 Online-Ressource (XIX, 540 Seiten)
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Buch IV Die Nationalökonomie bei den Philosophen und Soziologen
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Der Steinkohlenbergbau in Preussen und das Gesetz des abnehmenden Ertrages
  • Title page
  • Contents
  • Erstes Kapitel. Ueber die Technik und die Ökonomie der Förderung
  • Zweites Kapitel. Ueber den Grubenausbau und die Schächte
  • Drittes Kapitel. Die Ursachen und die Wirkungen des Gesetzes des abnehmenden Ertrages

Full text

4 
chanische Streckenförderung, 3. die Lokomotivförderung (unter 
irdische). 
I. Die Schlepper- und Pferdeförderung. 
Die Schlepperförderung besteht darin, dass man die Kraft 
des Menschen zum Stossen oder Ziehen benutzt. Hierbei hat 
die Erfahrung gezeigt, »dass die beste Leistung dann erzielt 
wird, wenn man die menschliche (und tierische) Arbeitskraft 
nicht bis zur Erschöpfung in Anspruch nimmt, und dass eine 
grössere Anstrengung stets mit einer geringeren wechseln soll« x ). 
Infolgedessen hat man sog. Wechsel errichtet. Auf der Gräfin 
Lauragrube in Oberschlesien wurden z. B. die Wechsel für die 
Füller auf 77 m, für die Wagenstösser auf 165 m und für Pferde 
auf 455 m festgesetzt. Das Resultat war eine Vermehrung der 
Leistung um 80—100% x ). Nun wurden die Strecken länger und 
man brauchte gerade zu Zeiten einer intensiven Hausseförderung 
mehr Menschen. Aber eben dann war auch der Preis der Ar 
beitskraft teuer, oft war Arbeitermangel vorhanden oder das 
Feiern einiger Schlepper rief Betriebshemmungen hervor. Man 
kann allerdings durch bessere Organisation der Schlepperarbeit 
(indem man z. B. die Schlepper zu einer Kameradschaft vereinigt, 
also Arbeitsteilung einführt) 1 2 ), die Leistungen bei der Förde 
rung erhöhen, wie das Beispiel der Kons. Fuchsgrube in Walden 
burg (1883) zeigt 3 ). Auch die zweckmässige Herstellung und 
vorzügliche Erhaltung des Transportmaterials trägt dazu bei. 
Aber die Ausdehnung der Grubenstrecken und die Menge der 
Förderung drängte die Anwendung der Menschenkraft doch zu 
rück. So finden wir im Ruhrgebiete nur noch in den Abbau- 
strecken fast durchweg Schlepperförderung. Jedoch haben diese 
Schlepper, die ins Gedinge der Kohlenhauer eingeschlossen sind, 
noch andere Aufgaben: Kohleneinladen, Bergeversatz u. a. Man 
weiss oft nicht, was Haupt- was Nebenbeschäftigung ist. In den 
Hauptförder strecken dagegen ist die Schlepperförderung fast 
bedeutungslos, es sei denn, dass eine unregelmässige oder ge- 
1) Köhler-, Kat. 136. 
2) Arbeitsteilung bedeutet die Vereinigung der Schlepper zu einer Kamerad 
schaft insofern, als der Schlepper jetzt nicht mehr zur Aushilfe z. B. bei der Kohlen 
gewinnung benutzt wird, sondern nur noch mit der Förderung zu tun hat. 
3) Vogel, Ueber den Ersatz der Pferde bei der unterirdischen Streckenförderung 
ausgedehnter Bergwerke. Preuss. Zeitschr. 1883. S. 399 ff.
	        

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Der Steinkohlenbergbau in Preussen Und Das Gesetz Des Abnehmenden Ertrages. Verlag der H. Laupp’schen Buchhandlung, 1906.
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