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Die freiwilligen sozialen Fürsorge- u. Wohlfahrtseinrichtungen in Gewerbe, Handel u. Industrie im Deutschen Reiche

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Bibliographic data

Contents: Die freiwilligen sozialen Fürsorge- u. Wohlfahrtseinrichtungen in Gewerbe, Handel u. Industrie im Deutschen Reiche

Monograph

Identifikator:
89109413X
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-7293
Document type:
Monograph
Author:
Rauers, Friedrich http://d-nb.info/gnd/116364726
Title:
Geschichte des Bremer Binnenhandels im 19. Jahrhundert namentlich unter den alten Verkehrsformen und im Übergang
Place of publication:
Bremen
Publisher:
Verlag von Franz Leuwer
Year of publication:
1913
Scope:
1 Online-Ressource (282, 46 Seiten, [8] Blatt)
Digitisation:
2017
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Zum Postwesen
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Die freiwilligen sozialen Fürsorge- u. Wohlfahrtseinrichtungen in Gewerbe, Handel u. Industrie im Deutschen Reiche
  • Title page
  • Contents
  • I. Allgemeine Vorbemerkungen
  • II. Charakter und Entwicklung der "Deutschen Ehrentafel"
  • III. Allgemeines und Spezielles über Entwicklung und Stand der Wohlfahrtspflege
  • IV. Ergebnisse und Schlußbemerkungen
  • [Beiträge]

Full text

6i* 
E. Breuninger, „Zum Großfürsten“, 
Stuttgart. 
Eduard Breuninger gründete die Firma im Jahre 1881 in Stuttgart in der Münz 
straße Nr. i mit 5 Angestellten und beschäftigt heute neben zahlreichen Heimarbeitern gegen 
700 Personen. Mit der fortschreitenden Entwicklung und Vergrößerung des Geschäftes war 
der Inhaber bestrebt, für das Wohl seiner Angestellten zu sorgen und sie an dem Ergebnis 
ausgiebig zu beteiligen. Der Erfolg blieb 
nicht aus, und die im J ahre 1905 gegründete 
GESCHÄFTS-SPARKASSE weist heute 
einen Bestand von über 400 000 M. auf, 
wovon ein großer Teil aus freiwilligen 
Zuwendungen und als Tantiemen, Prä 
mien usw. von der Firma herrührt, die 
sie nicht ausbezahlen, sondern gutschrei 
ben läßt. In den letzten Jahren vergütete 
die Sparkasse regelmäßig neben 5 % % 
Zinsen 2 % Dividende. 
PENSIONS- UND UNTERSTÜT 
ZUNGSFONDS-STIFTUNG. Im Jahre 
1902 ist von dem Chef eine Stiftung für 
einen Pensions- und Unterstützungsfonds 
errichtet worden, dem jedes Jahr ein Teil 
des Gewinnes zufließt. Der Fonds soll 
aktiven und ausgetretenen verdienten 
Gliedern der Firma in Form von Unter- 
stützungs- oder Pensionsbeiträgen und 
einzelnen Angestellten für hervorragende 
Leistungen im Dienste der Firma als Prä 
mien zugute kommen. 
Unterm 3. Oktober 1903 ist zur Er 
innerung an die silberne Hochzeit des 
Firma-Inhabers und seiner Gattin folgende 
STIFTUNG FÜR TREUGELEISTETE 
DIENSTE von dem Chef der Firma ge 
machtworden. Es findet die Überreichung 
eines Ehrendiploms an alle Angestellten 
ohne jede Rücksicht auf Stellung oder 
Gehalt statt: 
a) für 10jährige Dienstzeit; damit ist eine einmalige Zuwendung von 200 M. und 
eine im folgenden Jahre erstmals eintretende jährliche Extrazulage von 100 M. 
an den betreffenden Angestellten verbunden; 
b) für 20jährige Dienstzeit; damit ist eine einmalige Zuwendung von 300 M. und 
Erhöhung der jährlichen Extrazulage auf 150 M. verbunden; 
c) für 25jährige Dienstzeit; damit ist eine einmalige Zuwendung von 500 M. 
und Erhöhung der jährlichen Extrazulage auf 250 M. verbunden. 
Diese Sätze gelten für das kaufmännische Personal und betragen für Diener, Arbeiter 
und Arbeiterinnen die Hälfte. 
Spare in der Zeit, 
So hast du in der Not. 
Geschäftssparkasse der Firma E. Breuninger. 
Die Sparkasse soll den Sinn aller Angestellten für 
das Sparen wecken, das Sparen zu einer freudigen 
Pflicht gestalten und die Grundlage bilden zu einer 
zeitigen Fürsorge für spätere Tage. 
Alle von der Firma gemachten Stiftungen und freien 
Zuwendungen als Tantiemen, Prämien, Extrazulagen 
usw. verfolgen ausschließlich die Erreichung dieses 
Zwecks; sie werden aus diesem Grunde nicht ausbezahlt, 
sondern gegen Verzinsung für die Empfänger in der 
Sparkasse angelegt. 
Freiwillige Einlagen der Angestellten, einschließlich 
des Arbeitspersonals, in beliebigen Beträgen nicht unter 
M. 10können jederzeit gemacht werden. 
Andere Kapitalien als Ersparnisse dürfen nur mit 
besonderer Genehmigung der Geschäftsleitung in die 
Geschäftssparkasse eingelegt werden. 
Die Verzinsung geschieht vom Tage der Einlage 
an; deren Höhe wird regelmäßig bekannt gemacht, und sie 
beträgt gewöhnlich zwischen 5 und 6%. Die Zinsen werden 
jährlich zur Zeit des Inventurabschlusses gutgeschrieben. 
Bei entsprechenden Geschäftserträgnissen kann außer 
den festgesetzten Zinsen noch eine Extradividende aus 
dem Betrag des Guthabens an dem vorhergegangenen 
Inventurabschlusse, soweit solches nicht zurückgezogen 
worden ist, bestimmt werden. 
Auszahlungen gutgeschriebener Zinsen und Rück 
zahlungen selbst eingelegter Gelder erfolgen ohne Kün 
digung jederzeit sofort an der Hauptkasse. 
Anträge auf Ausbezahlung der freiwilligen Zuwen 
dungen des Prinzipals sind unter eingehender Begrün 
dung schriftlich an den Personalchef einzureichen. 
Abänderungen und Zusätze zu diesen Bestimmungen 
werden an den Aushängetafeln im Geschäftshause be 
kannt gemacht und den Einlegern schriftlich mitgeteilt. 
Stuttgart, im Januar 1905. £ Breuninger.
	        

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Die Freiwilligen Sozialen Fürsorge- U. Wohlfahrtseinrichtungen in Gewerbe, Handel U. Industrie Im Deutschen Reiche. Carl Marhold Verlagsbuchhandlung, 1913.
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